Landshut. (MR) Im zweiten Spiel für die Männer beim Deutschland-Cup war ein Sieg gegen Österreich Pflicht. Doch Österreich hatte etwas dagegen und bescherte dem DEB Team eine deftige 5:2 Niederlage.
Das ÖEHV Team, das bei der vergangenen Weltmeisterschaft – etwas überraschend – weiter gekommen war als das DEB-Team, entpuppte sich als harter Gegner, obwohl es im Auftaktspiel mit 2:6 gegen die Slowaken untergegangen war. Deutschland hatte hier mehr Mühe als gedacht. Es war ein sehr schnelles Spiel, ging hin und her, wobei die Gäste aus der Alpenrepublik optisch ein Übergewicht hatten. Eine sehr frühe Strafe gegen das DEB-Team konnte noch gut runtergekillt werden. Zur Drittelmitte blieb den Deutschen Fans schon einmal schier das Herz stehen, als Österreich in einem 3 auf 1 ins Angriffsdrittel kam, doch Hüttl konnte den Puck noch ausstechen. Deutschlands Powerplay etwas später lief gut, bis Huber die Scheibe aus dem Drittel stach und Rohrer auf die Reise schickte. Vor allen Verteidigern war er nicht einzuholen und konnte Strahlmeier im DEB Tor tunneln (15.). Auch im zweiten Durchgang blieb Österreich druckvoll, aber Deutschland versuchte jetzt beim langen Wechsel, sich eher im Angriffsdrittel festzusetzen. Ein Tor des Willens gelang schließlich Kapitän Müller, der in schönster Stürmer-Manier um das Tor herumzog und den Goalie tunneln konnte (30.). Riesenjubel zu diesem 1:1 Ausgleich. Es wurden gerne weite Pässe geschlagen, und nach einem solchen stellte Huber den alten Abstand wieder her (32.). Gawanke versuchte sich mit einem Unterzahlkonter, verzog aber weit. Auch weite Pässe für Kastner oder Fischbuch brachten keinen Erfolg.
Die DEB-Auswahl ging mit einem Tor Rückstand in den Schlussabschnitt.
Unter gütiger Mithilfe der Latte schlug das Spielgerät bereits in der 41. Spielminute erneut hinter Strahlmeier ein – ein Silencer für die ausverkaufte Halle. Das DEB-Team schaffte es nicht, genügend Verkehr im Angriffsdrittel zu erzeugen, auch nicht in Überzahl, sodass Tolvanen im Tor wenig Mühe hatte. Oder seine Vorderleute hatten die Pass- und Schusswege verlegt. Ein vierter Treffer für das ÖEHV Team wurde erst nach Videostudium anerkannt (Rohrer, 52.). Und der heutige Jubilar Zwerger in seinem 100. Spiel im Nationaldress legte am langen Pfosten stehend gar das 5:1 nach (55.). Dass die Hausherren in den Schlussminuten doch noch einmal erfolgreich waren (Preto, 59.), brachte keinen großen Jubel mehr und hatte nur noch statistischen Wert. Morgen gegen die Slowakei muss alles besser werden, gaben nach dem Spiel auch Tim Fleischer und Parker Tuomie zu Protokoll.
Das sagt Tim Fleischer zum Spiel
Im Mittagsspiel hatten die Slowaken Lettland mit 4:1 geschlagen, wobei sie deutlich aktiver und vor allem effektiver waren. Das Tor für Lettland fiel erst im Schlussabschnitt und blieb ein Ehrentreffer.
Es spielten:
DEB – 1 Dustin Strahlmeier – 55 Philipp Preto, 9 Leon Gawanke – 51 Danjo Leonhardt, 65 Marc Michaelis, 26 Yannick Proske; 38 Fabio Wagner, 25 Leon Hüttl – 42 Yasin Ehliz, 7 Maximilian Kastner, 71 Daniel Fischbuch; 43 Phillip Sinn, 91 Moritz Müller – 70 Bennet Roßmy, 15 Stefan Loibl, 62 Parker Tuomie; 16 Adrian Klein – 97 Filip Varejcka, 24 Tim Brunnhuber, 60 Tim Fleischer
ÖEHV – 31 Atte Tolvonen – 32 Bernd Wolf, 8 Thimo Nickl – 16 Dominic Zwerger, 21 Lukas Haudum, 3 Peter Schneider; 5 Dominic Hackl, 2 Tobias Sablattnig – 7 Leon Wallner, 19 Vinzenz Rohrer, 27 Paul Huber; 4 Ramon Schnetzer, 14 Kilian Zündel – 10 Simeon Schwinger, 23 Lucas Thaler, 28 Mario Huber; 24 Paul Stapelfeld, 6 Patrick Söllinger – 13 Oskars Maier, 26 Oliver Achermann, 15 Lukas Kainz
Die Tore erzielten:
0:1 (14:25) Rohrer (Huber) SH1
1:1 (29:32) Müller (Brunnhuber, Fleischer)
1:2 (31:52) Huber (Zündel, Wallner)
1:3 (40:49) Wallner (Rohrer)
1:4 (51:31) Rohrer (Hackl, Wallner)
1:5 (54:50) Zwerger (Haudum, Schneider)
2:5 (58:03) Preto (Fleischer, Brunnhuber)
Schiedsrichter: Gergely Gebei (HUN), Schristopher Schadewaldt (GER) / Patrick Laguzov (GER), Jonas Reinold (GER)
Strafen: GER – 6 Min.; AUT – 6 Min.
Zuschauer: 4200 – ausverkauft
! NEU ! Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer haben den WhatsApp-Kanal von Eishockey-Magazin.de abonniert. Melde dich jetzt an und erhalte regelmäßig aktuelle Nachrichten!






















Leave a comment