Schönheide. (PM Wölfe) Die Schönheider Wölfe stehen im Finale der Regionalliga Ost-Saison 2025/2026.
Am Samstagabend gewann das Team von Coach Sven Schröder im heimischen Wolfsbau vor 731 Zuschauern das dritte Halbfinalspiel gegen die Chemnitz Crashers mit 3:2 (0:0, 2:1, 1:1) und entschied die Best-of-5-Serie mit einem 3:0-Sweep für sich. Im Meisterschaftsfinale treffen die Wölfe nun auf den amtierenden Titelträger FASS Berlin, der sich ebenfalls mit 3:0 gegen die Luchse Lauterbach durchsetzen konnte.
Dabei war auch das dritte Halbfinal-Derby gegen die Crashers ein echter Kraftakt für die Erzgebirger. Schon beim 3:2-Erfolg nach Verlängerung im zweiten Spiel in Chemnitz hatte Schönheide alles investieren müssen und auch diesmal entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie.
Im ersten Drittel fanden die Wölfe zunächst überhaupt nicht zu ihrem gewohnten Offensivspiel. Viele ungenaue Zuspiele und ein fahriger Spielaufbau verhinderten einen geordneten Angriffsdruck. Chemnitz hingegen warf alles in die Waagschale, um ein viertes Spiel zu erzwingen und hatte in den ersten 20 Minuten sogar leichte Vorteile. Trotz einiger Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb der erste Abschnitt jedoch torlos.
Das zweite Drittel begann ähnlich zerfahren. Insgesamt verteilten die Schiedsrichter allein im Mittelabschnitt 32 Strafminuten gegen beide Mannschaften, was den Spielfluss immer wieder unterbrach. In der 24. Minute gingen die Wölfe schließlich in Führung: Sean Fischer traf zum 1:0 für die Hausherren. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In Überzahl gelang Lucas Böttcher in der 26. Minute der Ausgleich für die Crashers. Schönheide zeigte sich davon jedoch wenig beeindruckt und stellte in der 32. Minute die Führung wieder her. Yannek Seidel traf sechs Minuten später zum 2:1. Kurz vor der Pause mussten die Wölfe sogar eine doppelte Unterzahl überstehen, verteidigten diese jedoch mit großem Einsatz und nahmen den knappen Vorsprung mit in die Kabine.
Im Schlussdrittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Chemnitz drängte immer wieder auf den Ausgleich, während Schönheide mehrere hochkarätige Chancen ungenutzt ließ. In dieser Phase rückten vor allem die beiden Torhüter in den Mittelpunkt. Kevin Kopp auf Seiten der Wölfe und Ondrej Kufa für Chemnitz verhinderten mit starken Paraden zunächst weitere Treffer. Die Entscheidung fiel schließlich knapp fünf Minuten vor dem Ende. Ausgerechnet der ehemalige Kapitän der Crashers, Kenneth Hirsch, der vor der Saison nach Schönheide gewechselt war, traf zum 3:1 für die Wölfe. Doch die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen. Chemnitz riskierte alles, nahm mehrfach den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und wurde tatsächlich noch einmal belohnt. In eigener Unterzahl verkürzte Fabian Kießling 24 Sekunden vor der Schlusssirene auf 3:2. Zu mehr reichte es für die tapfer kämpfenden Crashers jedoch nicht mehr. So brach nach der Schlusssirene großer Jubel im Wolfsbau aus. Mit einem verdienten, wenn auch am Ende etwas glücklichen Sieg machten die Schönheider Wölfe den Finaleinzug perfekt und dürfen nun vom Meistertitel träumen.
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