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Langenthal. (PM SCL) Der SC Langenthal hat nach dem freiwilligen Abstieg aus der Swiss League im Frühjahr 2023 einen Neuanfang lanciert. Ein Jahr später... SC Langenthal: Alle Ziele erreicht!

Langenthal. (PM SCL) Der SC Langenthal hat nach dem freiwilligen Abstieg aus der Swiss League im Frühjahr 2023 einen Neuanfang lanciert.

Ein Jahr später ist die Erleichterung bei allen Beteiligten gross: Nach einer intensiven, nervenaufreibenden und spannenden Spielzeit konnten alle gesteckten Ziele im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich erreicht werden.

Aufatmen an der ersten Generalversammlung der neuen SC Langenthal AG: Der Vorstand des Vereins SC Langenthal, seit letzten Sommer Alleinaktionär der SCL AG, konnte mit Genugtuung feststellen, dass der SC Langenthal den schwierigen Neustart nach dem freiwilligen Abstieg aus der Swiss League erfolgreiche gemeistert hat und mittlerweile sowohl sportlich wie finanziell wieder auf soliden Füssen steht.

MyHockey League: Ligaerhalt in letzter Minute

Was für eine aufwühlende Saison. Das neu zusammengestellte Team, aus vielen jungen, unerfahrenen Spielern tat sich in der ersten Saison in der MyHockey League erwartungsgemäss schwer. Im Herbst zeigte sich, dass der Entwicklungsprozess der Mannschaft wohl länger dauern wird als anfänglich angenommen. So befand sich das Team bereits nach wenigen Spielen am Tabellenende und belegte bis im Dezember stets einen der beiden letzten Plätze, die Ende Saison den Gang in die Play-Outs bedeutet hätten. In dieser Situation reagierten die Verantwortlichen. Mit diversen Gesprächen mit den Spielern und dem Trainer-Team wurde versucht, der Mannschaft den nötigen Rückhalt zu vermitteln. Dazu erhielten wir von Swiss-League-Partnerteam Basel immer wieder Spieler zur Verfügung gestellt, was in dieser Situation enorm wertvoll war. Dazu entschloss man sich, Simon Kühni, einen ehemaligen SCL-Spieler sowie die langjährigen Stammspieler Marc Kämpf und Stefan Tschannen zu reaktivieren, um die Equipe mit der nötigen Erfahrung und Spielstärke auszustatten. Diese Massnahme sollte sich als «goldrichtig» erweisen. In einem beeindruckenden Schlussspurt steigerte sich die Equipe und sicherte sich im allerletzten Qualifikationsspiel zu Hause vor über 2000 Zuschauern gegen Düdingen mit einem 3:2-Sieg den angestrebten Ligaerhalt. In der Folge wuchs das Team aber dann noch über sich hinaus, qualifizierte sich in den Pre-Play-Offs gegen Lyss sogar noch für die Playoffs, wo man auf Qualifikationssieger Chur traf und diesen in einer begeisternden Serie ebenfalls einmal zu Hause bezwang (4:2). Obwohl man letztendlich die Serie mit 1:3 verlor und ausschied, endete die Spielzeit zum Schluss mit einem nie erwarteten «Höhenflug», der die Zuschauer, die in Scharen in den Schoren pilgerten, begeisterte.

Damen: Ligaerhalt im letzten Spiel gesichert

Wenige Wochen später «kopierten» die SCL-Damen das Männer-Team und sicherten sich ebenfalls im letzten Spiel zu Hause mit einem 4:0-Sieg über Lugano den Ligaerhalt in der höchsten Spielklasse. Diesem unerwarteten «Husarenstück» gingen viele Gespräche und Diskussionen über die Zukunft des Damen-Teams voraus. Letztendlich haben sich die Verantwortlichen jedoch entschieden, den sportlich erkämpften Klassenerhalt zu respektieren. So werden die SCL-Damen auch nächste Saison in der höchsten Spielklasse vertreten sein. Es liegt nun an den Verantwortlichen, in den kommenden Wochen die Voraussetzungen zu schaffen, dass mit einem konkurrenzfähigen Team die kommende Saison in Angriff genommen werden kann.
Grundsätzlich bedeutet der Klassenerhalt aber auch ein klares Bekenntnis zum Frauen-Eishockey beim SC Langenthal, der sich als Ausbildungsklub für talentierte, junge Spielerinnen in dieser Liga etablieren will, nicht zuletzt mit Blick auf die eigene Nachwuchsabteilung, in der sich überdurchschnittlich viele eishockey-begeisterte Mädchen befinden, die dem SCL in ein paar Jahren hervorragende Perspektiven im Frauen-Eishockey eröffnen.

Nachwuchs: Was für eine Saison

Wären die beiden Ligaerhalte bei den Herren und Damen nicht schon erfreulich genug, hat die Nachwuchs-Abteilung der letzten Saison noch die Krone aufgesetzt. So schafften die beiden Teams U15 und U13 in ihrer ersten Saison in der höchsten Spielklasse den Ligaerhalt. Die Saison endete dann sogar noch mit einem absoluten Highlight, wurde doch das U20-Team Schweizermeister U20 A und schaffte zugleich den Aufstieg in die U20 Top-Klasse. Damit konnte die kontinuierliche und gezielte Nachwuchsförderung erfolgreich fortgesetzt werden.

Finanzen: Abschluss mit kleinem Plus

Aber auch neben dem Eis war und ist der SC Langenthal erfolgreich unterwegs. Dank der grossen Unterstützung und einem ungebrochenen Goodwill der regionalen Wirtschaft konnte der schwierige Neustart lanciert und erfolgreich in Angriff genommen werden. Dazu kam ein weiterhin erstaunlich hohes Zuschauerinteresse. Dank einem strikten Kostenbewusstsein und einer hohen Ausgabendisziplin konnte auch im finanziellen Bereich das selbstgesteckte Ziel, mit einer «schwarze Null» die Saison abzuschliessen, erreicht werden. Am Ende schliesst die Jahresrechnung sogar mit einem kleinen Plus ab. Ein Gewinn, der es ermöglicht, erforderliche Investitionen zu Beginn der neuen Saison zu tätigen (Anschaffung von neuen Nachwuchs-Bussen sowie Nachwuchs-Dresses) ohne das laufende Budget bereits ausserordentlich zu belasten. So gesehen blickt man beim SCL auch finanziell der kommenden Saison deutlich entspannter entgegen als vor einem Jahr.
Fazit: Sämtliche vor der Saison definierten Ziele wurden somit im ersten Jahr nach dem Neustart erreicht.

Die Ausgaben für die kommende Saison sind mit knapp zwei Millionen Franken leicht höher budgetiert als im vergangenen Jahr. Höhere Schiedsrichter- und Spielbetriebskosten beim Damen-Team sowie der U20-Nachwuchs-Equipe, die neu in der Top-Klasse vertreten ist, sind hauptsächlich für die Budget-Steigerung verantwortlich. Aber auch das Budget der ersten Mannschaft ist leicht angehoben worden, um eine konkurrenzfähige My-Hockey-League-Equipe zusammenstellen zu können.

Wahlen: Gesamter VR wird bestätigt

Der gelungene Neustart hat den Alleinaktionär der SCL AG ermutigt, dem gesamten Verwaltungsrat an der GV das Vertrauen auszusprechen und alle sieben Personen für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr zu bestätigen. Dem VR gehören an: Walter Ryser (Langenthal, Präsident), Raphael Ciapparelli (Langenthal, Vize-Präsident), Simon Flückiger (Rohrbach, Ressort Sport), René Gerber (Roggwil, Events), Sandro Fuhrer (Thörigen, Finanzen), Silvia Jäger (Utzigen, Infrastruktur/Spezialaufgaben) und Alexandra Kämpf (Hägendorf, Gastronomie/Spezialaufgaben).




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