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Salzburg. (PM) Die einen spielten gegen das Ende der Serie, die anderen um den Meisterschaftssieg – das vierte Playoff-Finalspiel der Erste Bank Eishockey Liga...
Der neue Meister der Erste Bank Eishockey Liga: Red Bull Salzburg - © by GEPA Pictures, Christian Ort

Der neue Meister der Erste Bank Eishockey Liga: Red Bull Salzburg – © by GEPA Pictures, Christian Ort

Salzburg. (PM) Die einen spielten gegen das Ende der Serie, die anderen um den Meisterschaftssieg – das vierte Playoff-Finalspiel der Erste Bank Eishockey Liga zwischen den UPC Vienna Capitals und dem EC Red Bull Salzburg war also spannend wie keines davor. Die Hausherren legten gleich voll los und hatten in der zweiten Minute den ersten guten Torschuss, Salzburgs Torhüter Luka Gracnar ließ sich aber von Dominic Hackl und auch beim anschließenden ersten Unterzahlspiel nicht überraschen.

 

 

Aber die Vienna Capitals drückten weiter und beim zweiten Powerplay schoss Jonathan Ferland in der neunten Minute einen Abpraller direkt vorm Tor zum 1:0 ein. Kurz danach hatten die Red Bulls, heute wieder ohne Zdeněk Kutlák (verletzt) und Andreas Kristler (gesperrt), ihr erstes Powerplay und nutzten das gleich zum Ausgleich. Thomas Raffl traf in der 13. Minute aus der Drehung aus Halbdistanz, Wiens Schlussmann Matt Zaba war die Sicht verstellt. Damit wurde Salzburg stärker und das Spiel in weiterer Folge zu einem offenen Schlagabtausch. Chancen hüben wie drüben, die 7000 Zuschauer inkl. 150 mitgereister Salzburger Fans kamen voll auf ihre Kosten. In der 19. Minute trafen aber wieder die Vienna Capitals, Kris Foucault nutzte neuerlich einen Abpraller am rechten Pfosten und schoss die Hausherren zur 2:1-Pausenführung.

Im zweiten Abschnitt häuften sich die Strafen und in der 25. Minute erhöhten die Wiener bei 4:3-Powerplay aufs 3:1, Rafael Rotter verwertete einen schönen Pass am langen Pfosten eiskalt. In der 26. Minute hatte Kyle Beach nach einem brutalen Fehler eines Wiener Verteidigers den Anschluss auf dem Schläger, kam aber nach kurzem Solo nicht an Matt Zaba vorbei. In der 30. Minute spielten die Red Bulls ein gutes Powerplay, doch die Wiener Hintermannschaft samt Goalie zeigte jetzt keine Schwächen. In der 33. Minute waren die Caps ihrem vierten Treffer nahe, Luka Gracnar behielt aber bei zwei Schüssen aus nächster Nähe die Nerven. Auch in der 35. Minute entschärfte der 21-jährige Slowene eine Top-Chance von Rafael Rotter, der nach schöner Einzelaktion aus dem Slot abzog. Aber auch die Red Bulls hatten immer wieder ihre Möglichkeiten und schafften in der 37. Minute den Anschluss, Daniel Welser traf im Powerplay aus Halbdistanz. Das forcierte noch einmal die Angriffe der Salzburger in den letzten Minuten des zweiten, unglaublich intensiven und spannenden Abschnitts, aber es blieb bei der 3:2-Führung der Vienna Capitals nach 40 Minuten.

In der 41. Minute ‚eröffnete‘ Salzburgs Ryan Duncan das Schlussdrittel mit einem Stangenschuss aus dem linken Bullykreis. Wenig später musste Wiens Patrick Peter nach einem Foul an Brett Sterling mit 5min+Spieldauerstrafe vorzeitig vom Eis. Zweieinhalb Minuten später verwertete Kyle Beach den Abpraller nach einem Troy Milam-Schuss zum 3:3-Ausgleich, und fünf Sekunden vor Ablauf des Überzahlspiels fälschte Brett Sterling einen Distanzschuss zur 4:3-Führung der Red Bulls ab. Wenig später wurde neuerlich eine Strafe gegen Wien verhängt, worauf etliche Zuschauer Gegenstände aufs Eis warfen. Es musste minutenlang unterbrochen werden, bis das Eis wieder bespielbar war. Es wurde immer hitziger, die Aktionen wurden hektischer, auch ein Salzburger saß danach auf der Strafbank und hob damit den neuerlichen numerischen Vorteil auf. Ab der 50. Minute war es ein einziges Hin und Her, die Vienna Capitals versuchten auf Biegen und Brechen, den Ausgleich zu erzielen. Die Salzburger hingegen versuchten, ruhig Blut zu bewahren und keine Fehler mehr zu machen und das reichte schließlich auch für den knappen 4:3-Endstand, den auch heute wieder ein bockstarker Goalie Luka Gracnar hinten absicherte. Die Red Bulls gewannen damit auch das vierte Finalspiel in Folge und freuten sich riesig über den insgesamt fünften Titel in der Erste Bank Eishockey Liga.

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA | FINALE
UPC Vienna Capitals – EC Red Bull Salzburg  3:4 (2:1, 1:1, 0:2)
Tore: Ferland (9./PP), Foucault (19.), Rotter (25./PP) resp. Raffl (13./PP), Welser (37./PP), Beach (45./PP), Sterling (48./PP)

Bei Salzburgs Head Coach Daniel Ratushny, für den es als Trainer der erste Titel in einer nationalen Meisterschaft ist, fiel danach sichtlich die Anspannung ab: „Es ist ein unglaubliches Gefühl! Die Spieler haben die ganze Saison über so gut gespielt, so konstant. Ich bin überglücklich, stolz und sehr zufrieden. Speziell in den Playoffs denke ich waren die Überzahl- und Unterzahlsituationen der Schlüssel zum Erfolg. Die Jungs haben einen super Job gemacht, das muss man einfach anerkennen. Und jetzt wird gefeiert!“

Angesprochen auf die beiden letzten Playoff-Serien, die jeweils mit 4:0 Siegen für die Red Bulls endeten, sagte Kapitän Matthias Trattnig: „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Natürlich hätten wir auch gern daheim vor den eigenen Fans gewonnen, aber wir haben jetzt eine lange Durststrecke hinter uns und sind sehr glücklich, dass wir die Meisterschaft heute geholt haben. Die Wiener haben unglaublich gekämpft und ohne die 5min-Strafe im Schlussdrittel hätte das auch anders ausgehen können. Aber jetzt bin ich einfach nur glücklich, das wir das Ding wieder nach Salzburg geholt haben.“

Neben den beiden Titeln – Champion der Erste Bank Eishockey Liga und Österreichischer Meister – dürfen sich die Red Bulls auch über den Playoff-Rekord der Erste Bank Eishockey Liga mit 11 Siegen in Serie freuen. Den letzten EBEL-Titel holten die Salzburger in der Saison 2010/11. In der letzten Saison wurden die Red Bulls zwar Österreichischer Meister, unterlagen aber in der EBEL-Finalserie gegen HCB Südtirol.

Ein riesengroßes Dankeschön geht auch an die Fans der Red Bulls, die ihre Mannschaft nicht nur in der Playoff-Serie nach Leibeskräften unterstützt, für tolle Stimmung gesorgt und einen enormen Anteil an diesem Erfolg haben. Am kommenden Montag, 20. April, gibt es noch ausreichend Gelegenheit für alle, die Meisterschaft gemeinsam mit der Mannschaft in Salzburg in der Stiegl Brauwelt (ab 17:00 Uhr) zu feiern. Mehr dazu in den nächsten Tagen …

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