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Saisonende für die Nürnberg Ice Tigers – „In der 1. Playoff-Runde auszuscheiden ist kein Erfolg, es ist scheiße!“: Ustorf beklagt Nürnberg-Aus gegen Bremerhaven

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Enttäuschung bei Nürnbergs #95 Charlie Gerard (links) und #75 Samuel Dove-McFalls (re.). - © ISPFD
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Nürnberg. (STM) Nach einer 2-3 Heimniederlage gegen die Pinguins Bremerhaven vor 7444 Zuschauern ist die Saison für die Nürnberg Ice Tigers schon nach der ersten Play-off-Runde beendet.

Am Ende zogen die Pinguins verdient ins Viertelfinale ein, da es den Ice Tigers in zwei Spielen nur ein Drittel gelang, Play-Off-Eishockey zu spielen. Auch heute gehörten die ersten beiden Drittel den Gäste, ehe die Ice Tigers im Schlussdrittel endlich entfesselt aufspielten. Die Tore für die Ice Tigers erzielten Marcus Weber und Sam Dove-McFalls.

Es war ein enttäuschender Auftritt der Nürnberg Ice Tigers am Dienstag im ersten Play-off-Duell in Bremerhaven. Bei der deutlichen und auch in dieser Höhe verdienten 0-4 Niederlage an der Nordsee war das Team von Mitch O´Keefe in allen Belangen unterlegen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Verteidiger Jakob Weber und musste heute zu Hause passen.

So rückte Justus Böttner wieder in den Kader, den Start im Tor bekam erneut Niklas Treutle, der als einer der wenigen Ice Tigers am Dienstag überzeugen konnte. Überhaupt lag es in keinster Weise an den Torhütern, Treutle war ein sicherer Rückhalt, während Gudlevskis auf der anderen Seite kaum ernsthaft geprüft wurde. Offensiv gelang den Nürnbergern kaum etwas.

Es sollte und musste auch heute besser werden, wollten die Ice Tigers ihre Saison zumindest um ein weiteres Spiel verlängern. Doch auch im zweiten Duell machte sich bei den Nürnberger Fans schnell Ernüchterung breit. Zu abgeklärt war der Auftritt der Pinguins, die auch ohne Urbas und Verlic das Spiel über weite Strecken beherrschten. Zwar hatten die Ice Tigers durch den aufgerückten Haiskanen die erste Chance (5.), dann aber gingen die Gäste mit dem ersten Powerplay nach einem schönen Spielzug über CJ Smith durch Wejse in Führung (12.).

Wenig später keimte Hoffnung bei den Ice Tigers auf, als sich Gudlevskis den einzigen Fehler in dieser Serie erlaubte. Marcus Weber wollte zum Wechseln und schob den Puck nur in Richtung Tor der Gäste. Kurz vor Gudlevskis versprang der Puck und fand im Zeitlupentempo den Weg ins Tor (15.). Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Wie so oft in den letzten Wochen verteidigten die Ice Tigers äußerst schlampig. CJ Smith stand sträflich allein im Slot und konnte einen Abpraller von Treutle mühelos zum 1-2 einschießen (17.).

Kurz vor Drittelende rückte noch einmal Gudlevskis in den Mittelpunkt, als er in Unterzahl gute Chancen von Meireles (19.) und Maier (20.) entschärfte. Das Mitteldrittel begann denkbar schlecht für die Ice Tigers. Ein mächtiger Schuss von Bruggisser fand genau den Weg in den Winkel. (22.). In der Folgezeit wurde immer deutlicher, dass die Ice Tigers offensiv erneut kein Mittel gegen das strukturierte Spiel der Gäste fanden. Kaum einmal gelang ein kotrollierter Aufbau, die Scheibe konnte nur tief gespielt werden. Zudem gelang es den Pinguins vortrefflich, die Ice Tiger weit weg vom eigenen Tor zu halten.

Auf der Gegenseite hatten die Ice Tigers noch das Glück auf ihrer Seite, als ein Schuss von Miele am Pfosten landete (30.), und Krämmer wenig später nur die Latte traf (36.). Ein vierter Treffer für Bremerhaven hätte das Spiel schon im Mitteldrittel entschieden. So blieb vor den letzten zwanzig Minuten noch ein Funken Resthoffnung für die Ice Tigers. Mitch O´Keefe stellte seine ersten drei Sturmreihen komplett um, einzig die vierte Formation blieb unverändert.

Bremerhavens #79 Colt Conrad (links) und Nürnbergs #24 Marcus Weber (re.). – © ISPFD

Ob es an den veränderten Reihen lag, oder an einer kernigen Kabinenansprache von O`Keefe, auf einmal ging ein Ruck durch die Nürnberger Mannschaft. Endlich wurde konsequent nach vorne gespielt, endlich wurden die Zweikämpfe angenommen und endlich wurde Gudlevskis gefordert. Tyler Spezia vergab die beste Chance auf den Anschlusstreffer, als er allein Gudlevskis den Puck über das Tor hob (46.). Als die Ice Tigers im Anschluss noch ein Powerplay ungenutzt verstreichen ließen, wurde auch die Zeit ein Faktor.

Aber die Ice Tigers steckten nicht auf. Die Pinguins ermöglichten den Ice Tigers ein erneutes Powerplay, und Sam Dove-McFalls drückte einen Nachschuss zum 2-3 Anschlusstreffer über die Linie (55.). Die Ice Tigers drängten auf den Ausgleich, O` Keefe nahm seinen Torhüter vom Eis, und Dove McFalls vergab die große Chance auf den Ausgleich (60.). Am Ende aber brachten Bremerhaven den knappen Sieg nicht unverdient über die Zeit, da sie über vierzig Minuten das bessere Team waren, aufopferungsvoll das eigene Tor verteidigten und insgesamt auch die clevere Mannschaft waren.

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, das war eine sehr solide und konzentrierte Leistung über sechzig Minuten, wir hatten einen guten Start und haben viele gute Entscheidungen getroffen. Im Schlussdrittel hat uns Nürnberg unter Druck gesetzt, aber unser Torhüter hat einige wichtige Paraden gemacht“, so das Fazit von Alexander Sulzer.

Nürnbergs #14 Cole Maier (links) und Bremerhavens #65 Christian Wejse. – © ISPFD

Mitch O´Keefe war dagegen sichtlich enttäuscht nach Spielschluss.“ Es ist gerade schwer, die richtigen Worte zu finden, wir hatten gegen Ende die Chance, das Spiel noch in die Verlängerung zu bringen, aber Gudlevskis hat in dieser Phase stark gehalten. Großen Dank an unsere Fans heute Abend, sie haben uns über das ganze Spiel getragen. Wir müssen ab morgen an einigen Dingen arbeiten und müssen gestärkt in die neue Saison starten“.

Für die Ice Tigers beginnt ab morgen die Ursachenforschung für viele enttäuschende Vorstellungen nach der Olympia-Pause, die die Nürnberger um das Heimrecht in der ersten Play-off-Runde gebracht hatten. Es steht noch einige Arbeit für Stefan Ustorf an, die richtigen Spieler auf den Ausländer-Positionen zu finden. Für Bremerhaven hingegen geht es am Dienstag im Viertelfinale gegen Mannheim weiter.

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