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Iserlohn. (MK / PM Eisbären) Nein, das Toreschießen und das Überzahlspiel sind bislang nicht die Paradedisziplinen der Iserlohn Roosters. Gegen die weiterhin kriselnden Eisbären... Routinier Daugavins sichert den Roosters zwei Punkte gegen weiterhin kriselnde Eisbären – Leihe von Lean Bergmann geht wohl auf der Verletztenliste zu Ende

Kaspars Daugavins jubelt – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK / PM Eisbären) Nein, das Toreschießen und das Überzahlspiel sind bislang nicht die Paradedisziplinen der Iserlohn Roosters.

Gegen die weiterhin kriselnden Eisbären Berlin konnten die Roosters vor 2969 Zuschauern beim 3:2 Sieg nach Verlängerung immerhin einen Powerplaytreffer bejubeln.

Iserlohns Headcoach Greg Poss musste in seinem Lineup etwas umstellen. Sein Team musste auf Foucault (Kopfverletzung laut MagentaSport), Bergmann (verletzt), sowie auf die beiden U20-WM Teilnehmer Elten und Proske verzichten. Dafür rückte Buschmann in der Abwehr an die Seite von Ugbekile. Youngster Nieleck (18) stand erstmals im Kader der Sauerländer. Neuzugang Chris Bigras war nach seiner Ankunft am Mittag als Zuschauer in der Halle. Er könnte sein Debüt eventuell schon am Freitag gegen Bietigheim feiern.

Der Start ins Spiel lief für die Eisbären optimal. Nach nur 14 Sekunden gingen die Gäste in Führung. Fiore hatte den Puck vor das Tor von Jenike gebracht, wo er von Veilleux´ Schlittschuh noch abgefälscht über die Linie rutschte. Iserlohns beste Chance im Anfangsdrittel hatte der im Angriff eingesetzt Acolatse, der bei freier Schussbahn (10.) an Ancicka scheiterte. Berlin agierte in den ersten zwanzig Minuten zielstrebiger und konsequenter. Das Powerplay der Roosters war während der Strafen gegen die Eisbären Guhle (1.) und Nowak (13.) nicht durchschlagskräftig genug.

Nach dem Seitenwechsel spielte Iserlohn druckvoller. Schmerzhaft, dass Acolatse nach einem Pucktreffer im Gesicht zwischenzeitlich verletzt ausscheiden musste, glücklicherweise aber im weiteren Spielverlauf wieder mitwirken konnte. Damit sendete er sicherlich auch ein kleines Signal an seine Teamkollegen. Broda gelang in der 23. Minute der umjubelte Ausgleichstreffer durch einen platzierten Schuss ins linke Eck über die Stockhand von Ancicka. Rutkowski hatte den Puck von Bender zuvor geschickt im Berliner Drittel halten können. Nach einem Bandencheck (25.) gerieten Raedeke und Wiederer aneinander, die beide nach ihrer Rauferei für jeweils fünf Strafminuten Zeit zum Abkühlen bekamen. Melchioris Strafe (Beinstellen an Ziegler, 34.) nutzten die Iserlohner zur erstmaligen Führung. Acolatse nahm an der blauen Linie Maß und sein Schuss schlug zum 2:1 nur schwer für Ancicka zu sehen ein, weil Cornel dem Berliner Goalie geschickt die Sicht nahm. Das Iserlohner Unterzahlspiel blieb im Anschluss (Strafe Bender, 36.) schadlos. Iserlohns Goalie Jenike glänzte vor der Pause einmal mehr mit einem starken Save gegen Clarke und somit gingen die Gastgeber mit einer 2:1 Führung in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel agierten beide Teams taktisch klug, wobei der amtierende Meister offensiv etwas aktiver war. In der 48. Minute legte Zerter-Gossage einen Abpraller quer zu White, der fast mühelos zum 2:2 einschoss. Insbesondere den beiden Torhütern war es zu verdanken, dass die wenigen hochkarätigen Torchancen in der regulären Spielzeit nicht mehr von Erfolg gekrönt waren.

In der anschließenden Verlängerung waren die Roosters das etwas aktivere Team. Pföderl scheiterte zunächst für Berlin am Pfosten. Iserlohns „Schlitzohr“ Daugavins fand nach einem Zuspiel von Bailey in der 64. Minute die Lücke und netzte zum umjubelten Siegtreffer für die Roosters ein.

Schon am Freitag geht es für beide Teams weiter. Berlin empfängt die derzeit gut punktenden Schwenninger. Iserlohn erwartet Schlusslicht Bietigheim.

Auf der Pressekonferenz mit den beiden zuletzt gesundheitlich angeschlagenen Trainern wirkte Berlins Serge Aubin nach seinem 300. DEL Match als Trainer sichtlich enttäuscht. Seine Eisbären haben seit elf Spielen keinen „Dreier“ mehr einfahren können. Immerhin konnten die Berliner in den letzten vier Partien punkten, stehen aber dennoch auf dem für sie völlig enttäuschenden vorletzten Tabellenplatz.

Iserlohns Headcoach Greg Poss war nach einigermaßen überstandener Grippe wieder auf der Bank. Er lobte vor allem, dass sich sein Team im zweiten Drittel ins Spiel zurückgekämpft hatte. Mit einem Augenzwinkern scherzte er nach der Pressekonferenz über das von ihm am letzten Sonntag verpasste Spiel in Schwenningen. „Es war das erste Spiel, das ich verpasst habe, bei dem ich nicht gesperrt war“, so der US-Amerikaner.

Neuzugang Chris Bigras könnte am Freitag gegen die Steelers sein Debüt feiern. Greg Poss beschreibt den Verteidiger als einen Zwei-Wege-Verteidiger, der defensiv und offensiv seine Qualitäten habe und für den die DEL eine gute Liga sein könnte. Bei Barys Astana in der KHL soll der 27- jährige Kanadier der sportlichen Krise dort zum Opfer gefallen sein, obwohl ihm Mitspieler eine solide Leistung attestierten.

Schade für Stürmer Lean Bergmann, dass seine Leihe bei den Roosters wohl auf der Verletztenliste zu Ende gehen wird. Er wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausfallen und somit wahrscheinlich kein Spiel mehr für Iserlohn bestreiten, da er ab dem 28. Dezember wieder Spieler der Adler Mannheim ist.

Stimmen und Statistik


Alexandre Grenier, #82 Eisbären: „Es war ein intensives Spiel, beide Mannschaften haben hart gearbeitet. Unser erstes Drittel war gut. Im Mittelabschnitt war dann Iserlohn besser. Im letzten Spielabschnitt haben wir uns wieder in die Partie gekämpft. In der Overtime konnte Iserlohn dann kurz vor Spielende leider eine Möglichkeit zum Siegtreffer nutzen.“

Endergebnis

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 3:2 n. V. (0:1, 2:0, 0:1, 1:0)
Aufstellungen

Iserlohn Roosters: Jenike (Weitzmann) – Bender, O’Connor; Labrie, Ankert; Ugbekile, Buschmann; Nieleck – Alanov, Poirier, Brown; Bailey, Cornel, Daugavins; Acolatse, Raedeke, Ziegler; Broda, Rutkowski, Streu – Trainer: Greg Poss
Eisbären Berlin: Ancicka (Noack) – Melchiori, Ellis (A); Müller, Nowak; F. Hördler (C), Guhle – Noebels, Boychuk, Clark; Veilleux, Grenier, Fiore; White, Zerter-Gossage, Pföderl; Heim, Wiederer (A), Nijenhuis – Trainer: Serge Aubin

Tore
0:1 – 00:16 – Veilleux (Fiore) –EQ
1:1 – 23:37 – Broda (Rutkowski, Bender) – EQ
2:1 – 34:44 – Cornel (Acolatse, Daugavins) – PP1
2:2 – 47:09 – White (Zerter-Gossage, Ellis) – EQ
3:2 – 63:10 – Daugavins (Bailey, O’Connor) – EQ

Strafen
Iserlohn Roosters: 7 (0, 7, 0, 0) Minuten
Eisbären Berlin: 13 (4, 7, 2, 0) Minuten
Schiedsrichter Rainer Köttstorfer, Eduards Odins (Kai Jürgens, David Tanko)
Zuschauer 2.969

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