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von Fabian Brändle Arosa. (FB) In den 1950er Jahre löste der EHC Arosa aus dem relativ kleinen Bündner Kur- und Wintersport den Lokalrivalen HC... Rosige Zeiten in Arosa: Der EHV Arosa als Dominator der schweizerischen Eishockeys der 1950er Jahre

© Sportfoto-Sale (SD)

von Fabian Brändle

Arosa. (FB) In den 1950er Jahre löste der EHC Arosa aus dem relativ kleinen Bündner Kur- und Wintersport den Lokalrivalen HC Davos als Dominator des schweizerischen Eisockeys ab.

Zwischen 1950 und 1957 wurde der Verein nicht weniger als siebenmal in Serie Meister und feierte zuhause vor bis zu 3000 egeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern viele Kantersiege. Arosa war damals das Mass aller Dinge im helvetischen Eishockey, das sich nach wie vor vehement gegen eine Professionalisierung wehrte. Die Spieler waren denn auch Amateure, waren aber oft dermassen eingespannt ins sportliche Geschehen, dass sie dem Arbeitsplatz fernblieben mussten. Dies war mit einigen Kosten verbunden für den Verdienstausfall, Kosten, die neben den langen Anfahrtswegen nach Zürich oder nach Lausanne ins Gewicht fielen. Auf Dauer hin konnte sich der finanzschwache Dorfverein diese Kosten nicht mehr leisten, und so folgte nach den glorreichen Zeiten eine Phase des sportlichen Niedergangs, der bis in die Nationalliga B, ja bis in die erste Liga führen sollte. Einheimische Talente konnten kaum mehr gehalten werden, bis in den frühen 1980er Jahren eine eigentliche Renaissace des Aroser Eishockeys mit zwei Meistertiteln erdolgte. Doch hatte man mit allzu goldenem Löffel angerührt: Nach den sportlichen Triumphen erfolgte der schändliche Konkurs und der Zwangsabstieg in die Tiefen der unteren Ligen, wo Arosa auch heute noch spielt und von einem Wiederaufstieg träumt.

Eine überragnde Rolle bei den Triumphen der 1950er Jahren spielte der „Poltera-Trepp-Poltera“-Sturm. Die drei talentierten, schnellen und technisch einwandfreien Stürmer waren allesamt überragende Akteure jener Nationalmannschaft gewesen, die im Jahre 1948 an den Olympischen Spielen von St. Moritz Bronze gewonnen hatte. Die Poltera-Brüder waren die Torjäger, Center Hans Martin Trepp der geniale Vorlagengeber. Alle drei sollen Angebote aus der NHL gehabt haben und wären somit die ersten Ausländer im nordamerikanischen Hockey gewesen.

„Gebi“ Poltera, der Topskorer jener Jahre, war äusserst populär in der gesamten Schweiz, ähnlich beliebt wie der legendäre Davoser Richard „Bibi“ Torriani. Als lupenreiner Amatauer ging er jedoch weiterhin einem Beruf nach und gewann vielleicht einmal eine Uhr als Prämie. Immerhin winkten Reisen ins Ausland zu internationalen Spielen als Belohnung, sei es mit dem EHC, sei es mit der Nationalmannschaft.

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