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Nach dem Spiel lobte Jari Pasanen sein Team, das nun die rote Laterne nach Augsburg weiter gereicht hat und auf den vorletzten Tabellenplatz geklettert... Roosters: Viele Lichtblicke beim Sieg gegen den Meister! Erneut Gerüchte um Ashton Rome
Aktivposten: Blair Jones - © by Eh.-Mag. (JB)

Aktivposten: Blair Jones – © by Eh.-Mag. (JB)

Iserlohn. (MK) Gefühlt war der 2:1 Sieg der Iserlohn Roosters gegen den deutschen Meister aus München ein bisschen wie ein „Re-Start“ in die Saison. Auf jeden Fall war es der erste „echte“ Hockeyabend in dieser Saison, der den heimischen Fans so richtig Laune machte.

Die Roosters hatten in den letzten Wochen einige berechtigte Kritik einstecken müssen. Bei allem Verständnis für nicht auskurierte Verletzungen und Fitnessrückstände zweifelten doch einige Fans, gerade nach der klaren Niederlage in Köln, die Qualität des Teams an. Gegen München war sicherlich noch längst nicht alles Gold was glänzt, aber gegen den ersatzgeschwächten Meister lieferten die Sauerländer, die selbst ohne Caporusso, Rome, Bettahar und Pickard antraten, ihr bislang bestes Spiel ab. Von Beginn an agierten die Pasanen-Schützlinge kämpferisch und mit viel Leidenschaft. Im zweiten Drittel belohnten sich die Gastgeber mit einer 2:0 Führung durch einen Doppelschlag (24./25.), den Kapitän Jaspers und „Comebacker“ Jones innerhalb von nur 35 Sekunden besorgten. Abeltshausers Anschlusstreffer (35.) verdeutlichte die Münchner Effektivität. Die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt hatten nach dem Anschlusstreffer mehr Spielanteile und trotz Champions League Einsatz unter der Woche offensichtlich auch noch etwas mehr Benzin im Tank, als die Roosters. Allerdings verteidigten die blau-weißen den Vorsprung geschickt und hatten in Mathias Lange einen Torhüter, der einmal mehr einen „Sahnetag“ erwischt hatte.

Nach dem Spiel lobte Jari Pasanen sein Team, das nun die rote Laterne nach Augsburg weiter gereicht hat und auf den vorletzten Tabellenplatz geklettert ist.

Am Sonntag treten die Roosters bereits um 14 Uhr in Schwenningen an. Aufgrund der langen Anreise, der kurzen Zeit zwischen den beiden Spielen und mit Weitblick auf die kommenden sieben Spiele in den nächsten zwei Wochen, stand nach dem München-Spiel in erster Linie Regeneration an.

Das Match gegen den Meister offenbarte viele Lichtblicke aus Sicht der Sauerländer. Neuzugang Johan Larsson zeigte ein gutes erstes Spiel und fiel praktisch kaum auf, was für einen Verteidiger ein gutes Zeugnis darstellt. Die zuletzt anfälligen Troy Milam und Hannu Pikkarainen machten ihr bis Dato bestes Spiel im Iserlohner Dress. Ärgerlich, dass Pikkarainen an der Hand mit vier Stichen genäht werden musste und dadurch voraussichtlich für das Match bei seinem Ex-Klub am Sonntag in Schwenningen keine Option sein wird. Ob Chet Pickard die Reise antreten wird ist ebenfalls noch nicht sicher. Er befindet sich seit Freitagmittag mit seiner hochschwangeren Frau im Krankenhaus und unterstützt sie bei der Geburt des Babys. Das Comeback von Blair Jones, der nach seiner Kieferverletzung mit einem Vollvisierhelm auflief, war vielversprechend. Der Trainingsrückstand war sicherlich bei ihm unübersehbar, aber der 30- jährige Kanadier hängte sich mächtig rein und konnte nicht nur mit seinem Tor Akzente setzen.

Ob und wann Stürmer Ashton Rome wieder eine Option sein kann ist unklar, weil sich die Roosters derzeit nicht mehr zu Verletzungen und der Fitness einzelner Spieler äußern möchten. Im „Fall“ von Ashton Rome machten vor dem Spiel Gerüchte die Runde, dass sein Fehlen disziplinarische Gründe haben könnte. Dem widersprach Trainer Jari Pasanen aber nach dem Spiel. Eigentlich wäre damit das Thema „durch“ und endgültig vom Tisch. Erneut angeheizt wurden die Gerüchte allerdings durch einen Eintrag, den die Ehefrau des Stürmers am späten Freitagabend in den sozialen Netzwerken verfasste. Darin heißt es sinngemäß übersetzt: „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Oder 3 oder 4“. Wer mag da noch an einen „blöden Zufall“ glauben? Die kommenden Tage werden hier sicherlich für mehr „Klarheit“ sorgen können.

Die Iserlohner Freude über den Sieg und die daraus zu ziehende Hoffnung soll das aber nicht trüben. Trainer Jari Pasanen ordnete die Frage, ob der Sieg nun die Wende gewesen sei, dann auch gleich völlig richtig ein: „Das waren heute drei Punkte, mehr nicht“!

Die Gäste aus München verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Verteidiger Richie Regehr, der nach einem harten Check von Dave Dziurzynski verletzt vom Eis musste. Am Sonntag erwarten die Münchner den ERC Ingolstadt, der auf eigenem Eis von den Eisbären Berlin mit 4:7 abgewatscht wurde.

Iserlohn Roosters – EHC Red Bull München 2:1 (0:0/2:1/0:0)
Tore:
1:0 (23:27) Jaspers (Milam/Periard), 2:0 (24:02) Jones (Ross/Milam), 2:1 (34:11) Abeltshauser (Wolf/Karhun) 5-4PP
Strafminuten: Iserlohn 8; München 16+10 Christensen
Zuschauer: 4 048
Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Steinecke (Erfurt)

Roosters: Lange – Button, Fischer; Milam, Périard; Larsson, Pikkarainen; Orendorz; Bassen, Dziurzynski, Kahle; Wruck, Down, Rallo; Jones, Jaspers, Ross; Shevyrin, Friedrich, Blank
München: Leggio – Quint, Smaby; Regehr, Seidenberg; Abeltshauser, Quaas; Wolf, Matsumoto, Christensen; Macek, Aucoin, Jaffray; Flaake, Kahun, Kastner; Wörle, Eder, Postel

Die Pressekonferenz nach dem Spiel


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