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Iserlohn. (MK) Weihnachtliche Stimmung will in diesem Jahr am Seilersee einfach nicht einkehren. Zu weh tat die 2:5 Heimniederlage am Vor-Heiligabend gegen den ERC... Roosters: Letzte Auswärtsaufgaben des Jahres in Düsseldorf und München  – Gerüchte um weiteren Coach und Center

Brad Tapper (Cheftrainer Iserlohn ), und Jamie Bartman (Co-Trainer),- © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Weihnachtliche Stimmung will in diesem Jahr am Seilersee einfach nicht einkehren. Zu weh tat die 2:5 Heimniederlage am Vor-Heiligabend gegen den ERC Ingolstadt.

Was sich die Mannschaft mit ihrem einfachen und konzentrierten Spiel im ersten Drittel aufbaute, das riss sie spätestens nach dem 2:2 Ausgleich in der 25. Minute allmählich wieder ein. Unkonzentriertheiten, zu einfache Fehler in der Rückwärtsbewegung und eine mehr und mehr verkrampfende Truppe machten es dem Gegner am Ende viel zu einfach die Punkte mitzunehmen. Trainer Bard Tapper war nach dem Spiel auf der Pressekonferenz sichtlich über das zweite Drittel seines Teams angefressen: „Ich weiß nicht, für wen sich die Mannschaft im zweiten Drittel gehalten hat. Die Harlem Globetrotters? Wir hatten viele Turnover. Es ist nicht zu akzeptieren, was die älteren Spieler mit der Scheibe machen.“

Kapitän Torsten Ankert wirkte auch weit nach Spielende noch frustriert und suchte im Interview bedächtig nach den passenden Worten für die Niederlage. Sein Teamkollege John Broda bewertete es zumindest positiv, dass man nach dem 2:2 alles versucht habe.

Die Bilanz der Roosters in den letzten Wochen ist schlecht. Egal, wie man es drehen will. Seit den Coronafällen Ende Oktober konnten die Iserlohner einfach nicht mehr in die Spur finden. Die vier Niederlagen mit einem „Corona-Minikader“ waren seinerzeit fast vorprogrammiert, wenngleich das Team in diesen Spielen alles nach Kräften abrief. Aber auch nach der Länderspielpause kam der Motor nicht mehr auf Hochtouren. Aus den letzten zwölf Partien sprangen lediglich acht Zähler heraus. Mittlerweile ist das Team den Abstiegsrängen bedenklich nahegekommen. Nach Pluspunkten wäre man sogar nur noch Vorletzter. Zu wenig, um den eigenen Ansprüchen zu genügen. Die Realität am Seilersee heißt Abstiegskampf. Wie groß die Hypothek der Coronafälle noch immer ist, lässt sich schwer abschätzen. Die letzten 21 Monate haben aber schon bei vielen Teams im Profisport gezeigt, dass es oft mehrere Wochen oder sogar Monate braucht, bis die Spieler wieder ihre alte Leistungsfähigkeit erreicht haben. Intern dürfte man das längst erforscht haben. Die aus dem Dezember verlegten Spiele könnten ein Indiz dafür sein, dass man die Belastung entsprechend versucht geringer zu halten.

Zuschauer sind nun vorerst ausgeschlossen

Bei vielen der 2410 Zuschauer dürfte am Donnerstagabend schon vor dem ersten Bully eine ordentliche Portion Wehmut dabei gewesen sein, denn es war das vorerst letzte Heimspiel der Sauerländer vor Zuschauern. Ab dem 28. Dezember sind in Nordrhein-Westfalen wieder Geisterspiele angesagt. Ob es nach der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar zu Lockerungen kommt, dürfte aufgrund der drohenden Omikron-Well eher unwahrscheinlich sein. Die Hoffnung aber bleibt, dass mit entsprechender Zulassung von Zuschauern der siebte Mann zumindest in dieser Saison die Roosters wieder unterstützen darf. Die Besetzung der in Sitzplätze umgewandelten Stehtribüne sorgte zumindest im Anfangsdrittel für mehr Eishockeyatmosphäre, die auch von Torsten Ankert und John Broda positiv registriert wurde.

Fotostrecke zum Spiel gegen Ingolstadt

Iserlohn Roosters - ERC Ingolstadt
© by Sporfoto-Sale (JB)
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Gerüchteküche: Kommen ein weiterer Trainer und ein neuer Center?

Durch die anhaltende Misere wird die öffentliche Kritik an Headcoach Brad Tapper nicht geringer. Der Kanadier identifiziert sich mit dem Standort Iserlohn wie kaum ein anderer Trainer in der DEL Historie der Roosters. Nachdem Co-Trainer Brad Gratton die Roosters Anfang Dezember – Gerüchte sprechen von atmosphärischen Störungen – verlassen hatte, konnte diese Position nun mit dem bestens bekannten Jamie Bartman (59) neu besetzt werden. Seine Erfahrung und seine Kenntnisse am Standort Iserlohn, wo er bereits sechs Jahre von 2013 – 2019 sehr erfolgreich tätig war, werden dem Team, aber auch Brad Tapper sicherlich helfen. Am hilfreichsten wären in der aktuellen Situation Erfolgserlebnisse in Form von Siegen, um dem Team Selbstvertrauen zu geben und den Trainer aus der Schusslinie zu bekommen. Zuletzt hatten die Verantwortlichen dem Coach das Vertrauen ausgesprochen.

Peter Holland – © NHL Media/PR

Schon seit Tagen halten sich Gerüchte, dass man nach Jamie Bartman einen weiteren Co-Trainer an den Seilersee losten wird und eventuell auch einen weiteren Stürmer gerne verpflichten würde.
Bis zum heutigen Samstag sickerten bestenfalls eher vage Vermutungen durch, um wen es sich handeln könnte. Nun aber scheinen zwei heiße Kandidaten gefunden.
Die untenstehende Quelle bringt den früheren Kölner Verteidiger Johan Akerman (49) als zusätzlichen Co-Trainer ins Spiel. Der Schwede war bis zum Sommer seit 2013 beim Linköpings HC in verschiedenen Funktionen hinter der Bande tätig. In der laufenden Saison war er der Wunschkandidat beim HC Eppan in der zweiten italienischen Liga. Allerdings rutschte der HCE mit Akerman mit nur einem Sieg auf 15 Spielen auf den letzten Platz ab.

Mit dem 30- jährigen Kanadier Peter Holland rückt ein hochinteressantes Center in den Kandidatenkreis. In der schwedischen SHL konnte er für Djurgarden in 15 Spielen lediglich sechs Beihilfen erzielen. Zuvor spielte Holland zwei Jahre lang in der russischen Topliga KHL. In Yekaterinburg war er Teamkollege des Ex-Iserlohners Brooks Macek und des nun für Mannheim spielenden Korbi Holzer. Seine Bilanz dort: 129 Spiele, 83 Scorerpunkte. In seiner Vita stehen 266 NHL Spiele für Anaheim, Toronto, Arizona und die New York Rangers. Außerdem absolvierte er 263 Spiele in der American Hockey League. Mit 188 cm Körpergröße und 88 Kilogramm würde er sicherlich auch physisch in die DEL gut passen. Wie realistisch und wirtschaftlich darstellbar diese beiden Namen sind, bleibt natürlich abzuwarten.

Roosters bis zum Jahresende noch zwei Mal auswärts gefordert

Viel Zeit das Weihnachtsfest zu genießen haben die Roosters nicht. Schon am zweiten Weihnachtsfeiertag (19 Uhr) steht das Derby bei der Düsseldorfer EG an. Bislang trafen beide Teams in der aktuellen Saison nur am Seilersee aufeinander. Einem 3:1 Sieg im September folgte vor knapp zweieinhalb Wochen eine 3:4 Niederlage. Eine Rückkehr der zuletzt fehlenden Stürmer Joe Whitney und Kris Foucault ist offen. Torwart Hannibal Weitzmann fehlt ohnehin noch. Zum Jahresabschluss reisen die Tapper-Schützlinge am 30. Dezember noch einmal gen Süden zum EHC Red Bull München. Auch mit den Bullen gab es in dieser Saison schon zwei Vergleiche im Sauerland. In Iserlohn setzten sich die Roosters im September mit 2:1 nach Verlängerung durch. Im letzten Spiel vor der Deutschland Cup Pause zog sich die durch Corona gebeutelte Iserlohner Minitruppe mit 3:6 achtbar aus der Affäre. Das allein wird in den kommenden Partien nicht genügen. Punkte müssen dringend her.

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Sollte man aufgrund der Pandemie auch in der Saison 21/22 den Abstieg aus der DEL aussetzen und nur den Aufstieg aus der DEL2 ermöglichen?

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