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Iserlohn. (MK) Die Thomas Sabo Ice Tigers sind in dieser Saison in Iserlohn vor Länderspielpausen offenbar ein willkommener Gegner. Schon im November gewannen die... Roosters – Ice Tigers: Scharfschütze MacQueen sorgt für die Entscheidung –  Erik Buschmann im Interview

Jack Skille (rechts) prallt nach Chris Rumbles Check mit dem Kopf gegen den Pfosten – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Die Thomas Sabo Ice Tigers sind in dieser Saison in Iserlohn vor Länderspielpausen offenbar ein willkommener Gegner. Schon im November gewannen die Roosters vor dem Deutschland-Cup mit 4:1. Und auch am Sonntag setzten sich die Iserlohner vor dem „Break“ in der Overtime mit 5:4 durch.

Mäßiger Start beider Teams ins Spiel

Im Anfangsdrittel sahen die 3880 Zuschauer zwei engagierte Teams, die aber insgesamt nur wenige Highlights lieferten. Die wenigen guten Torchancen, wie von Buschmann (3.) oder Lautenschlager (16.) für die Roosters, sowie von Brown (9.) für die Ice Tigers, waren zumeist eine sichere Beute der Goalies Jenike und Treutle. Eine Unachtsamkeit vor dem Iserlohner Tor nutzte Ramoser 72 Sekunden vor der Pausensirene am schnellsten zum 0:1 für die Gäste.

Rumbles Foul sorgt für Diskussionen

In den ersten Minuten des zweiten Drittels wechselten sich auf beiden Seiten die Chancen in schöner Regelmäßigkeit ab. Der nächste Treffer gelang den Roosters in der 26. Minute, als Halmo klug auf Lautenschlager ablegte und der aus dem linken Bullykreis stehend zum 1:1 Ausgleich einnetzte. Baxmann verpasste mit gleich zwei Schüssen von der blauen Linie (30.) den Iserlohner Führungstreffer. Dann schlugen die Ice Tigers wieder zu. Skille schloss einen Konter zur Nürnberger 2:1 Führung ab, wurde aber noch in derselben Szene von Iserlohns Rumble ins Tor gecheckt. Die Schiedsrichter sprachen daraufhin eine Spieldauerstrafe gegen Rumble aus. Eine Strafe, die unzweifelhaft war, aber auch nach dem Spiel noch für Gesprächsstoff sorgte. Skille prallte mit dem Kopf gegen die Torlatte und musste ins Krankehnaus gebracht werden. Während des fünfminütigen Powerplays erhöhte Fischbuch (33.) für die Ice Tigers zum 1:3 Pausenstand nach zwei Dritteln.

Siegtreffer fällt per Direktschuss aus „MacQueens Corner“

In der zweiten Pause muss Iserlohns Trainer Jason O´Leary die richtigen Worte gefunden haben, denn im Schlussdrittel konnten die Gastgeber in der 43. Minute zum 2:3 verkürzen. MacQueen hatte Maß genommen und Orendorz netzte den Abpraller zum 2:3 Anschlusstreffer gekonnt ein. Eine Hinausstellung gegen Nürnbergs Acton konnten die Roosters wenig später nicht nutzen. Die Strafe war gerade abgelaufen, als der Ausgleich zum 3:3 auf etwas kuriose Weise fiel. Ein Schuss von Grenier (46.) wurde für Nürnbergs Keeper Treutle zum unberechenbaren „Geschoss“, weil der Puck vor ihm aufsprang und der ansonsten sehr sicher agierende Goalie den Puck „durchrutschen“ ließ. Iserlohn, nun obenauf, hatte danach weitere gute Gelegenheiten durch Petan (48.) und Weiß (49.). Die Wende im Spiel deutete sich an und folgte auch fast prompt. Greniers toller Querpass wurde von Halmo (50.) zum 4:3 am linken Pfosten lauernd aus sehr spitzem Winkel verwertet und nach Videobeweis anerkannt. Völlig frei vor Treutle scheiterte erneut Grenier (53.) am Nürnberger Goalie. Glück für die Ice Tigers, dass Ramosers „Hit“ gegen Schmitz unbestraft blieb. Der junge Iserlohner Verteidiger musste vom Eis geführt werden, konnte aber später wieder mitwirken. Nürnberg schlug in der Schlussphase noch einmal zurück. In Unterzahl vollendete Eder einen Konter zum 4:4 Endstand nach regulärer Spielzeit.

In der anschließenden Overtime setzte MacQueen den Schlusspunkt. 61:59 Minuten zeigte die Stadionuhr an, als der Torjäger aus dem rechten Bullykreis (MacQueens Corner) per Direktschuss zum 5:4 Endstand traf. Der Zusatzpunkt ging somit nach einer großartigen Aufholjagd an die Roosters. Den Spielzug vor dem Treffer hatte MacQueen übrigens während der kurzen Pause vor der Verlängerung seinen Mitspielern erklärt. Raymond, Grenier & Co. hatten offenbar gut zugehört.

In der Tabelle haben die Sauerländer allerdings keinen Boden gutmachen können. Durch den „Dreier“ der Augsburger Panther beträgt der Abstand zu Platz zehn nun sogar kaum mehr erreichbare 17 Punkte. Der Verlauf des Spiels aber dürfte zumindest am heutigen Tag über Vieles hinwegtrösten. Nürnberg bleibt dagegen mit dem gewonnenen Punkt weiter in den Pre-Playoff-Rängen.
Die Roosters haben nun eine Woche frei. Erst am 10. Februar nehmen die O´Leary Schützlinge das Training wieder auf. Nach langen kräftezehrenden Wochen kommt die Pause gerade recht, denn gegen die Ice Tigers fehlte neben den Dauerverletzten Friedrich, Hoeffel und Todd auch Top-Verteidiger Ryan O´Connor.

Erik Buschmann reist nach Füssen zur Nationalmannschaft

Für Verteidiger Erik Buschmann steht allerdings keine Erholung an. Erik Buschmann wird, wie er im Videointerview verriet, mit dem „Top-Team Peking“ zwei Länderspiele in der Schweiz bestreiten und bereits am Montag nach Füssen zum Team von Bundestrainer Toni Söderholm reisen.

Tore: 0:1 (18:48) Ramoser (Buck/Summers), 1;1 (25:13) Lautenschlager (Halmo/Rumble), 1:2 (31:17) Skille (Buck), 1:3 (32:12) Fischbuch (Buck/Brown) 5-4PP, 2:3 (42:49) Orendorz (MacQueen/Petan), 3:3 (45:27) Grenier, 4:3 (49:23) Halmo (Grenier/Lautenschlager), 4:4 (57:19) Eder (Acton/Gilbert) 4-5SHG, 5:4 (61:59) MacQueen (Raymond/Grenier)
Zuschauer: 3880
Strafen: Iserlohn 25 – Nürnberg 8

Stimmen zum Spiel

Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters - Nuernberg Ice Tigers
© by Sporfoto-Sale (JB)
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