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Iserlohn. (MK) „Jetzt geht´s los, jetzt fängt es an“, so ein erleichterter Lean Bergmann nach dem 5:4 Sieg seiner Iserlohn Roosters gegen die Kölner... Roosters geben die „Rote Laterne“ nach einem 5:4 Derbysieg gegen Köln ab

Lean Bergmann – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) „Jetzt geht´s los, jetzt fängt es an“, so ein erleichterter Lean Bergmann nach dem 5:4 Sieg seiner Iserlohn Roosters gegen die Kölner Haie.

Bergmann selbst hatte als Siegtorschütze seinen Anteil am zweiten Iserlohner Saisonsieg. 3886 Zuschauer feierten ihr Team noch bis weit nach Spielende. Aber der Reihe nach.

Ausgeglichenes Anfangsdrittel

Die erste Großchance im Spiel gehörte den Roosters. Foucault zog von links kommend vors Kölner Tor, scheiterte aber an Pantkowski im Tor der Haie. Fast im Gegenzug dann die „kalte Dusche“ für Iserlohn. Chrobots Schuss konnte Weitzmann zwar klären, aber vom Fuß des vor ihm stehenden Bailey sprang der Puck nach2:33 Minuten schon ins Tor zum 0:1. Die erste Strafe im Spiel gegen Unglücksrabe Bailey (9.) überstanden die Gastgeber unbeschadet. Den gefährlichen Schuss von Kölns Austin blockte Labrie für die Roosters vorbildlich. Wieder vollzählig setzten auch die Roosters wieder offensiv Akzente. Daugavins (11.) scheiterte noch, aber einen Moment später brachte Cornel die Scheibe nach kluger Vorarbeit von O´Connor zum 1:1 im Kölner Tor unter. Abwechslungsreich dann die folgenden Minuten mit Gelegenheiten für Kammerer (14.) und Thuresson (17.) für Köln und einer weiteren „fetten“ Gelegenheit für Iserlohns Foucault (15.). Ein Spiegelbild einiger vorheriger Roosters-Gegentore dann in der 17. Minute, als Proft letztendlich einen Rebound zum 1:2 verwandelte. Bitter für Iserlohn, dass Youngster Proske in der 18. Minute nach einem Check von Mo Müller verletzt ausscheiden musste. Sills zuvor angezeigte Strafe nutzten die Iserlohner nach 12 Sekunden Powerplay. Nach klugem Pass von Foucault schoss O´Connor per Onetimer Mo Müller an, von dem dann der Puck zum 2;2 Pausenstand ins Haie-Tor sprang.

Iserlohn geht erstmals im Spiel in Führung

Eine Rest-Strafe gegen Foucault überstanden die Roosters zu Beginn des Mitteldrittels. Dann eröffnete sich für das Team von Headcoach Kurt Kleinendorst das zweite Powerplay im Spiel nach Strafe gegen Kölns Glötzl. Darin hatten aber die Domstädter die beste Torchance durch Basts Lattentreffer. Es folgten Halbchancen auf beiden Seiten bis zur 29. Minute, als Raedeke sich energisch hinter der Kölner Grundlinie die Scheibe erkämpfte und Broda im Slot bediente. Dessen Schuss parierte Pantkowski, aber gegen den Rebound zum 3:2 war der Goalie dann machtlos. Köln danach keineswegs geschockt, musste aber in der 34. Minute erneut einen Gegentreffer schlucken. Daugavins bediente von hinter dem Tor Bailey, der auf den goldrichtig stehenden Foucault passte, der dann auf 4:2 erhöhen konnte. In der Folgezeit beide Teams um eine spielerische Linie bemüht, ohne allerdings die ganz große Gefahr auszustrahlen. Iserlohn mit den zwei Toren Vorsprung etwas griffiger im Offensivspiel. Kölns Üffing bot sich in den letzten Sekunden nochmal eine gute Schussposition, aber er scheiterte und somit ging es mit einer 4:2 Führung für Iserlohn in die zweite Pause.

Aufopferungsvoller Kampf bis zur letzten Sekunde und Bergmanns Zaubertor

Im Schlussdrittel wurde das Match immer mehr durch Zweikämpfe geprägt. Sills Strafe nach Foul an Iserlohns Labrie (45.) brachte den Hausherren aber lediglich eine Schusschance durch Brown ein. Kölns Glötzl (50.) wanderte als nächster Crack auf die Strafbank. Bailey per Direktschuss und Brown gelang aber nicht der erlösende fünfte Treffer. Auf der Gegenseite verlor Üffing bei seinem Konter die Scheibe vor Weitzmann. Dann ergab sich nach Strafe gegen Broda die Powerplaygelegenheit für die Gäste. Nur 50 Sekunden folgte Ugbekile auf die Iserlohner Sünderbank. Kölns Headcoach Uwe Krupp opferte Keeper Pantkowski, um mit sechs gegen drei Feldspielern erfolgreich zu sein. Und dieses Vorhaben gelang durch Thuresson (54.), der wenig Mühe hatte einzunetzen, da Weitzmann die Sicht versperrt und damit die Orientierung verloren gegangen war. Die restliche Strafzeit gegen Ugbekile ließ nochmal die Emotionen auf dem Eis und auf den Rängen hochkochen, aber der Ausgleich gelang den druckvollen Kölner nicht mehr in diesem Powerplay. Und als viele Iserlohner Fans schon dachten, dass es auf ein spannendes Finish hinauslaufen würde, da schlug Lean Bergmann (57.) zu. Mit einem ansatzlosen Schuss verlud er Pantkowski zum 5:3. Köln zog Pantkowski 1:53 Minuten vor dem Ende erneut für einen weiteren Feldspieler. Und erneut mit Erfolg. Müllers Schuss lenkte Oblinger zum 5:4 Anschlusstreffer in die Maschen. Trotz aller Dramatik in den letzten 72 Sekunden blieb es beim extrem knappen, aber durchaus verdienten Sieg für Iserlohn.

Iserlohn verlässt den letzten Tabellenplatz

Nach reichlich Kritik aus dem Umfeld und dem Drücken des Reset-Knopfs innerhalb der Mannschaft, konnten die Roosters nach einer Durststrecke von sechs Niederlagen am Stück endlich wieder einen Sieg feiern. Freilich ist längst noch nicht alles im Fluss, aber der erste Schritt aus der Ergebniskrise ist gelungen. Erfreulich aus Iserlohner Sicht, dass neben Siegtorschütze Bergmann auch John Broda sein erstes Saisontor erzielen konnte. Mit der neu formierten Reihe um Foucault, Bailey und Daugavins könnte sich nicht nur eine sehr kreative, sondern auch durchschlagskräftige Formation gefunden haben. Durch den Sieg konnten die Iserlohner den letzten Tabellenplatz verlassen.

Die Haie lieferten eine starke Partie ab und letztendlich fehlten nur Kleinigkeiten, um zumindest am Seilersee zu punkten. Von Tabellenplatz zehn gehen die Kölner ins Wochenende, wo sie am Sonntag die Straubing Tigers auf eigenem Eis empfangen. Iserlohn hat seinen nächsten Einsatz erst wieder am Freitag in einer Woche, wenn die Reise nach Augsburg geht.

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