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Bonn. (PM MagentaSport | MediaService) Dass Schiedsrichter Fehlentscheidungen trotz Videobeweis unterlaufen, kommt vor. In der PENNY DEL zuletzt zweimal. Viel Ärger daher um Bremerhavens... Referee Benjamin Hoppe gibt interessante Einblicke in den Videobeweis und erklärt:  „Ich stehe dazu, dass ich einen Fehler gemacht habe!“

Benjamin Hoppe – © Sportfoto-Sale (DR)

Bonn. (PM MagentaSport | MediaService) Dass Schiedsrichter Fehlentscheidungen trotz Videobeweis unterlaufen, kommt vor. In der PENNY DEL zuletzt zweimal.

Viel Ärger daher um Bremerhavens Niederlage am Freitag, als das Referee-Gespann ein Tor für Iserlohn gab, das keines war. Auch beim Spiel Köln gegen Augsburg am Sonntag, gab´s einen Fehler: das korrekte 1:0 für die Haie wurde nicht gegeben. Für den international erfahrenen Referee Benjamin Hoppe war´s in Iserlohn ein schwarzer Freitag. Selten bis gar nicht kommt es vor, dass sich ein Schiedsrichter entschuldigt und in der „Eishockey Show“ von MagentaSport erklärt: „Also ich stehe dazu, dass ich einen Fehler gemacht habe. Wir müssen daraus lernen, das ist das Wichtigste, dass wir aus der Situation rausgehen und sagen ok, wir gehen jetzt mit breiter Brust in die nächsten Spiele rein und machen es definitiv besser.“

Hoppe befürwortet eine zusätzliche Instanz, die den Schiedsrichter bei kniffligen Video-Checks unterstützt: „Analog zur Situation bei IIHF-Wettbewerben. Da bekommt der Schiedsrichter ein Headset und hat Kontakt zum sogenannten Video-Operator. Dieser hilft bei der Entscheidungsfindung.“ Ein Operator „im DEL-Game-Center in Neuss wäre für uns definitiv ein weiteres Hilfsmittel.“ Den „Kölner Keller“ wie in der Fußball-Bundesliga sieht der DEL-Schiedsrichter aber nicht.

Nachfolgend Auszüge aus der Eishockey Show übermittelt durch MagentaSport.

Am Donnerstag geht es weiter mit dem EHC Red Bull München gegen die Schwenninger Wild Wings – live ab 19:15 Uhr bei MagentaSport. Am Freitag dann ab 19:00 Uhr live die Einzelspiele oder die Konferenz mit u.a. Adler Mannheim gegen die Kölner Haie und Ingolstadt gegen Düsseldorf – alles live bei MagentaSport.

Benjamin Hoppe in der Eishockeyshow von MagentaSport


Würde den Schiedsrichtern auch ein zusätzlicher Check durch Video-Schiedsrichter im Game Center der DEL in Neuss helfen, die bei Fehlern direkt eingreifen können – eine Herangehensweise wie beim VAR im Bundesliga-Fußball?
Hoppe erklärt: „Identisch wie beim Fußball mit dem „Kölner Keller“ würde ich es jetzt bei uns nicht halten. Weil ich glaube, wir sind bei uns relativ stark, was den Videobeweis angeht. Wir haben eine Quote von 97, 98 Prozent richtige Entscheidungen. Aber diese Instanz, wie das genannte Game Center in Neuss, wenn da ein Operator sitzen würde, mit dem wir Kontakt hätten, das würde uns natürlich den Druck abnehmen. Wir könnten uns mit dem unterhalten. Analog zur Situation bei IIHF-Wettbewerben. Da bekommt der Schiedsrichter ein Headset und hat Kontakt zum sogenannten Video-Operator. Dieser hilft bei der Entscheidungsfindung. Game-Center in Neuss wäre für uns definitiv ein weiteres Hilfsmittel.“

Benjamin Hoppe weiter: „Man muss schauen, was sind die technologischen Möglichkeiten der Klubs. Unterm Strich wäre so eine Instanz, die wir noch mal zu Rate ziehen können, eine Option, die uns auch den Druck nimmt. Aber das sind natürlich Zukunftspläne. Es wäre natürlich schön, wenn so was in der geilsten Sportart der Welt passieren könnte.“

„Du spürst es total, dass da drei- bis siebentausend Zuschauer im Rücken hängen“

Die Drucksituation bei der Prüfung der Video-Sequenzen sei „enorm“. In manchen Stadien können die Zuschauer direkt den Video-Check der Refs quasi hautnah mitverfolgen. „In Mannheim stehen die Monitore so, dass die Zuschauer direkt zuschauen können. Ähnlich ist es in Köln. Das ist Wahnsinn. Du spürst es total, dass da im Rücken noch drei- bis siebentausend Zuschauer hängen. Natürlich wäre es angenehmer, wenn wir separiert wären. Wenn wir in einen Raum gehen wie in Berlin, München oder Nürnberg…..Es wäre einfacher, ruhiger und ohne zusätzlichen Druck von außen, wenn wir die Szenen in einen separierten Raum ansehen könnten.“

Hoppe hatte zunächst auf „kein Tor“ für Iserlohn entschieden, die Entscheidung aber dann wieder zurückgenommen – der Fehler bei der Betrachtung der Sequenzen: „Wir haben uns da so festgefahren in unseren Vermutungen, dass wir was gesehen haben, was wir gar nicht sehen wollten.“

Wie´s ihm ging, nach dem Fehler: „Man kann sagen, dass die Gefühle Achterbahn gefahren sind nach so einer Entscheidung, die wir fälschlicherweise entschieden haben. Wir sind nicht fehlerfrei.“
Hoppe bekam viel Kritik für die Fehlentscheidung in der Öffentlichkeit und via Soziale Medien („Es kam die eine oder andere Nachricht, die nicht so nett war“): „Unterm Strich sage ich: wir sind Menschen. Wir müssen dazu stehen. Also ich stehe dazu, dass ich einen Fehler gemacht habe. Wir müssen daraus lernen, das ist das Wichtigste, dass wir aus der Situation rausgehen und sagen ok, wir gehen jetzt mit breiter Brust in die nächsten Spiele rein und machen es definitiv besser.“

Beim Sonntagsspiel der Kölner Haie gegen die Augsburger Panther (Endstand 5:2) gab der Schiedsrichter das vermeintliche 1:0 für Köln nicht, auch nicht nach dem Video-Check. In der Drittelpause äußerte sich der verletzte Kapitän der Haie, Mo Müller, zu der Situation: „Das war ein Tor und es hätte ein Tor sein müssen. Ich finde, dass hin und wieder in solchen Situationen zu schnell abgepfiffen wird. Es passiert nichts, wenn eine Sekunde länger geschaut wird, was da los ist. Der Schiedsrichter stand nicht richtig. Er ist aber dafür verantwortlich in der richtigen Position zu stehen. Fehler passieren. Das ist aber trotzdem ärgerlich.“

PENNY DEL komplett LIVE bei MagentaSport
Donnerstag, 12.01.2022
Ab 19:15 Uhr: EHC Red Bull München – Schwenninger Wild Wings
Freitag, 13.01.2022
Ab 19:00 Uhr: Adler Mannheim – Kölner Haie, Iserlohn Roosters – Nürnberg Ice Tigers, Eisbären Berlin – Augsburger Panther, ERC Ingolstadt – Düsseldorfer EG, Bietigheim Steelers – Grizzlys Wolfsburg, Straubing Tigers – Löwen Frankfurt





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