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Kitzbühel. (PM Capitals /RBS) Die spusu Vienna Capitals mussten sich auch im zweiten Spiel beim Red Bulls Salute 2020 knapp geschlagen geben. Wie schon... Red Bulls Salute: Salzburg holt sich den dritten Rang gegen Wien

Rafael Rotter (Capitals).
Photo: GEPA pictures/ Thomas Bachun

Kitzbühel. (PM Capitals /RBS) Die spusu Vienna Capitals mussten sich auch im zweiten Spiel beim Red Bulls Salute 2020 knapp geschlagen geben.

Wie schon bei der gestrigen 1:2-Halbfinal-Niederlage gegen den dreimaligen deutschen Champion EHC Red Bull München, machte auch heute, im Spiel um Platz drei, ein Treffer den Unterschied. Wien verlor gegen den EC Red Bull Salzburg mit 2:3. Die Tore für die Caps erzielten Youngster Lukas Piff und Neuzugang Colin Campbell. Am kommenden Freitag steigt in Wien-Kagran die Liga-Generalprobe gegen München (19:15 Uhr). Am Sonntag, 27. September 2020, starten die spusu Vienna Capitals dann auswärts in Bratislava in die bet-at-home ICE Hockey League.

Head-Coach Dave Cameron verändert das Line-Up der spusu Vienna Capitals im Gegensatz zur knappen 1:2-Halbfinal-Niederlage gegen den dreimaligen deutschen Meister EHC Red Bull München an zwei Positionen. Patrick Antal rückt statt Patrik Kittinger ins Aufgebot und centert die vierte Linie. Das Tor der Wiener hütet diesmal der erst 18-jährige Eigenbau-Goalie Sebastian Wraneschitz. Patrick Peter und Julian Großlercher fehlen verletzungsbedingt.

Im Spiel um Platz drei dauert es länger, bis zählbare Chancen herausschauen. Nach einem erfolgreich überstandenen Penalty-Killing (2-Min.-Strafe gegen Graham McPhee wegen hohen Stocks) muss Sebastian Wraneschitz erstmals eingreifen. Wiens 18-jähriger Goalie-Youngster klärt einen Blueliner von Taylor Chorney mit der linken Beinschiene (7. Min.). Kurz darauf haben die spusu Vienna Capitals im Powerplay die erste Top-Chance auf dem Schläger. Alex Wall zieht mit Tempo in den hohen Slot, deutet einen Schuss an, gibt die Scheibe jedoch links rüber zu Rafael Rotter. Der „Local Hero“ fackelt nicht lange und hämmert den Puck per One-Timer auf das Tor. RBS-Goalie Nicolas Wieser kann den Schuss allerdings entschärfen (8. Min.). Wenige Sekunden später, die Caps agieren noch immer in Überzahl, hat Rotter zum zweiten Mal die Führung vor Augen. Diesmal bedient ihn Benjamin Nissner mit einem Querpass durch den hohen Slot. Doch auch diesmal findet die Scheibe nicht den Weg über die Linie (8. Min.). Gegen Ende des Drittels wird der EC Red Bull Salzburg stärker. Zuerst findet ein gefährlicher Steilpass von Florian Baltram keinen Abnehmer (17. Min.). Eine Minute später steht es 1:0 für die Eisbullen. Tim Harnisch startet aus dem eigenen Drittel ein Break-Away. Im Eins-gegen-Eins mit Wraneschitz lässt die Salzburger Nachwuchshoffnung dem Caps-Goalie mit einem Schuss über die Schulter ins rechte Kreuzeck keine Chance (18. Min.).

Die spusu Vienna Capitals wollen im zweiten Drittel sofort den Ausgleich. Ty Loney kann Wieser im Tor des EC Red Bull Salzburg mit einem Wrap-Around nicht bezwingen (22. Min.). Wien übersteht eine weitere Unterzahl (2-Min.-Strafe gegen Alexander Cijan wegen Haltens) ohne grobe Probleme und bekommt später selbst eine Powerplay-Situation. Loney versucht vergeblich eine Deflection nach Dominic Hackl-Distanzschuss (28. Min.). Kaum ist Salzburg komplett, erhöhen sie auf 2:0. Thomas Raffl gibt die Scheibe an der linken Bande im Offensiv-Drittel weiter an John Hughes. Dieser sieht Alexander Pallestrang und der Verteidiger bezwingt Wraneschitz aus dem hohen Slot per Backhander (29. Min.). Die spusu Vienna Capitals versuchen trotz des Rückschlags weiterhin ihren Game-Plan durchzuziehen, stören früh, fahren einen aggressiven Forecheck und kommen so auch weiter zu Chancen. Ein Wrap-Around von Routinier Phil Lakos und ein anschließender Distanz-Hammer von Hackl bringen nichts ein (35. Min.), wie auch das darauffolgende Wiener Powerplay. Praktisch in der letzten Spielsekunde des zweiten Drittels ist die Scheibe dann endlich über der Linie. Lukas Piff trifft von den linken Hashmarks zum 1:2 (40. Min.). Für den 20-jährigen Wiener aus der vereinseigenen Vienna Capitals Hockey Academy ist es der erste Profi-Treffer.

Der Schlussabschnitt beginnt für die spusu Vienna Capitals mit einer kalten Dusche. Statt des angepeilten Ausgleichs stellt der EC Red Bull Salzburg die Zwei-Tore-Führung wieder her. Layne Viveiros, über links kommend, sieht am rechten, langen Eck seinen Teamkollegen John Hughes. Der Pass quer durch den Wiener Slot kommt an und Hughes stellt per Tip-In auf 3:1 für die Eisbullen (42. Min.). Die Capitals wollen gleich kontern. Rotter bringt die Scheibe mit einer scharfen Hereingabe in den Slot. Youngster Patrick Antal, der heute die vierte Linie centert, hält den Schläger rein. Doch der Puck ist – wie schon so oft an diesem Nachmittag – eine Beute von Salzburg-Schlussmann Wieser (43. Min.). In Minute 49 hat Rotter, der davor eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Hakens absitzen musste, selbst die Möglichkeit auf den zweiten Wiener Treffer. Aus rechter Position, der Winkel ist schon recht spitz, scheitert er im Eins-gegen-Eins an Wieser (49. Min.). Nachdem Cijan mit einem Wristhot von den rechten Hashmarks an Wieser eine gute Möglichkeit vergibt (50. Min.), macht es dann Campbell eine Minute später besser. Der Neuzugang aus der nordamerikanischen AHL setzt sich an der blauen Linie im Duell mit einem Eisbullen durch, hat freie Bahn und schlenzt den Puck elegant halbhoch ins rechte, lange Eck (51. Min.). Nissner hat in der nächsten Aktion aus ähnlicher Position den Ausgleich auf dem Schläger, findet jedoch in Wieser seinen Meister (51. Min.). In der Schlussphase nimmt Head-Coach Dave Cameron Goalie Wraneschitz vom Eis. Wien drückt mit einem Mann mehr auf den Ausgleich. Die beste Chance vergibt Vause wenige Sekunden vor dem Ende, bei einem Gestocher aus kurzer Distanz (60. Min.).

Die spusu Vienna Capitals verlieren somit auch das zweite Spiel beim Red Bulls Salute 2020 mit nur einem Tor Unterschied, nach dem gestrigen 1:2 gegen den EHC Red Bull München nun heute 2:3 gegen den EC Red Bull Salzburg. Damit beendet Österreichs Hauptstadtklub seinen ersten Auftritt beim Einladungsturnier in Kitzbühel auf Rang vier.

EC Red Bull Salzburg – spusu Vienna Capitals 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)

Tore RBS: Tim Harnisch (18. Min.), Alexander Pallestrang (29. Min.), John Hughes (42. Min.)

Tore CAPS: Lukas Piff (40. Min.), Colin Campbell (51. Min)

Line-Up spusu Vienna Capitals

Goalies: #33 Sebastian Wraneschitz | #29 Bernhard Starkbaum

1. Linie: #50 Mario Fischer, #8 Jérôme Leduc – #23 Fabio Artner, #25 Colin Campbell, #27 Ty Loney

2. Linie: #42 Alex Wall, #2 Lukas Piff – #9 Ali Wukovits, #70 Benjamin Nissner, #6 Rafael Rotter

3. Linie: #5 Dominic Hackl, #4 Phil Lakos – #81 Marco Richter, #91 Taylor Vause, #96 Niki Hartl

4. Linie: #60 Timo Pallierer, #11 Sascha Bauer – #55 Graham McPhee, #10 Patrick Antal, #12 Alexander Cijan

Statement Dave Cameron, Head-Coach spusu Vienna Capitals: „Mein Team zeigte auch heute eine gute Leistung. Allerdings agierte es zu wenig hart in der Offensiv-Zone. Hier müssen wir aggressiver werden, für mehr Verkehr vor dem Tor sorgen und auch mehr Pucks auf das Tor bringen. Das Red Bulls Salute war für uns eine gute Standortbestimmung, eine Woche vor dem Ligastart. Es zeigte aber auch, dass uns derzeit das Toreschießen schwer fällt und wir verbissener in die „dirty areas“ gehen müssen.“

Salzburgs Kapitän Thomas Raffl: „Es war enorm anstrengend, sowohl wir als auch die Wiener hatten noch das gestrige Spiel in den Beinen. Aber wir haben uns konstant an unseren ‚game plan‘ gehalten und freuen uns umso mehr über den Sieg.“

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Sollte man, um ein Wettrüsten zu vermeiden, in der kommenden Saison kein Team aus der DEL absteigen lassen und den DEL2 Meister in der Saison 21/22 in die DEL aufnehmen?

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