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Bremerhaven. (PM) Für viele Fans der Fischtown Pinguins dürfte die Verpflichtung des deutschstämmigen Stürmers Tim Miller vielleicht ein wenig überraschend kommen, scheint aber bei...
Tim Miller bei der Einkleidung mit Equipment-Manager Eugen Witthohn und Betreuer Franz Jackl - © by Pinguins - Media

Tim Miller bei der Einkleidung mit Equipment-Manager Eugen Witthohn und Betreuer Franz Jackl – © by Pinguins – Media

Bremerhaven. (PM) Für viele Fans der Fischtown Pinguins dürfte die Verpflichtung des deutschstämmigen Stürmers Tim Miller vielleicht ein wenig überraschend kommen, scheint aber bei näherer Betrachtung nicht mehr als logisch zu sein.

Miller, mit einem deutschen Pass ausgestattet steht seit längerem auf dem Wunschzettel der Seestädter. Da aus unterschiedlichen Gründen die Verpflichtung zu Saisonbeginn jedoch nicht realisiert werden konnte, wird dies jetzt, nachdem sich kurzfristig die Gelegenheit für einen Transfer ergab, nachgeholt. „Da Tim in unseren Planungen für die neue Saison bereits einen festen Platz eingenommen hatte, war es von unserer Seite nur logisch, den Vertrag ebenfalls auch für die nächste Saison zu fixieren, gibt Teammanager Prey auf Nachfrage zu Protokoll. Erfreut zeigt sich auch Trainer Mike Stewart, der davon überzeugt ist, dass Miller eine echte Verstärkung sein wird. „Wir haben uns mit der Personalie seit langem sehr intensiv auseinandergesetzt und sind davon überzeugt, dass uns Tim weiterhelfen kann.“ Wichtig für das Management des Seestadtclubs war vor allen Dingen die Tatsache, dass mit der Verpflichtung des Spielers kein Eingriff in den vorhandenen Pool der Kontingentspieler vorgenommen werden musste. Geschäftsführer Hasselbring: „Wenn man einen Spieler dieser Klasse mit einem deutschen Pass verpflichten kann, dann sollte man nicht zu lange zögern!“

Nicht lange gezögert hat aber auch Tim Miller, der nachdem das Angebot der Pinguine konkret vorlag, mit einer schnellen Entscheidung signalisierte, dass Bremerhaven für ihn die richtige Adresse sei. Vielleicht hat dabei Dustin Friesen ein wenig mitgeholfen, mit dem er zusammen kurz bei den Chicago Wolves gemeinsam auf dem Eis stand.

Tim Miller, der aus der Eishockeyschule der Universität Michigan entspringt (166 Spiele) kann mit seiner Größe von 185 cm und 85 kg Gewicht ideale Eishockeymaße nachweisen. Diese alleine dürften aber nicht dafür verantwortlich gewesen sein, dass der Linksschütze direkt nach seiner Uni-Zeit (2009/2010) in die AHL zu Syracuse Crunch wechselte, wo er mit einem Zwei-Wege-Vertrag ausgestattet zusammen mit Spielern wie Matt Siddal (Ritten/Innsbruck) und Matt Caruana (Rosenheim) in Gwinnett bereits in seiner ersten Saison satte 35 Scorerpunkte sammeln konnte. Auch in der Folgesaison blieb er in Syracuse und Gwinnett, um ab der Saison 10/11 für vier Spielzeiten nach Chicago zu den dort beheimateten Wolves zu wechseln. An der Seite von Darren Haydar (München/Zagreb/Villach), entwickelte es sich zu einem der gefährlichsten Stürmer der Wolves und zu einem idealen Komplementär für Haydar. Nach seiner Zeit in Chicago spielte Miller noch für San Antonio Rampage, die Springfield Falcons und Abbotsford Heat in der AHL. Insgesamt kann Miller 239 AHL Spiele mit erreichten 83 Scorerpunkten vorweisen.

Besonders wichtig für den neuen Arbeitgeber sind aber auch die Defensivqualitäten des Stürmers. Miller, der in der Saison 2008/2009 zum besten Defensiv-Stürmer der CCHA gewählt wurde, gilt als typischer Zwei-Wege-Spieler, der auch im Backchecking wertvolle Arbeit zu leisten im Stande ist.

Miller ist ab sofort für die Fischtown Pinguins spielbereit und wird mit der Rückennummer #81 für den Seestadtclub auflaufen. Gefragt in welcher Reihe Miller zum Einsatz kommen soll, gibt sich Trainer Mike Stewart gewohnt zurückhaltend: „Zunächst muss Tim seinen Trainingsrückstand nachholen und dann werden wir sehen, wann und wo er zum Einsatz kommen wird. Wir haben keine Eile und wollen für das Team und den Spieler immer die besten Voraussetzungen.“

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