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Memmingen (mfr). Der ECDC Memmingen hat weiter mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Wenige Wochen vor dem ursprünglichen Saisonstart sind noch immer viele... Oberligisten hoffen auf Unterstützung: Abgeordneter Pohl zu Gast in Memmingen

Samir Khartoubli beim Bully – © Alwin Zwibel

Memmingen (mfr). Der ECDC Memmingen hat weiter mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Wenige Wochen vor dem ursprünglichen Saisonstart sind noch immer viele Dinge unklar.

Der Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Berhard Pohl, wirbt nun für eine bayernweite Förderung von Sportvereinen, die auf Zuschauer angewiesen sind und von den Programmen des Bundes nicht profitieren können. Am Mittwochnachmittag besuchte er, im Rahmen eines Pressegesprächs, die Verantwortlichen der Memminger Indians.

Wenige Wochen vor dem ursprünglichen Saisonstart steht die neue Spielzeit noch immer in den Sternen. Auch wenn der Liga-Auftakt mittlerweile terminiert ist, an eine Austragung vor regulärer Zuschauer-Kulisse ist nicht zu denken. Nachdem die Profi-Ligen in Deutschland mittlerweile finanzielle Hilfen von Förderprogrammen erhalten, sollen nun auch Teams der Ober- und Bayernliga unterstützt werden. Dafür wirbt der Abgeordnete des Bayerischen Landtags Bernhard Pohl, der am vergangenen Mittwoch die Maustadt besuchte. Der Politiker reist gerade von Verein zu Verein, um die Stimmungslage einzufangen und für sein Vorhaben zu werben. Der langjährige Präsident des ESV Kaufbeuren schlägt vor, analog zum Modell des Bundes für die Clubs der DEL und DEL2, die ausbleibenden Zuschauereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr mit Förderungen in Höhe von 80 Prozent der Summe auszugleichen. Gültig wäre dies für den Fall, dass weiterhin große Beschränkungen vorliegen. Das gleiche gilt auch für andere Hallensportarten wie Handball, Basketball oder Volleyball.

Die Indians begrüßen diesen Vorschlag, wie die Vorstände Helge Pramschüfer und Sven Müller auf der einberufenen Pressekonferenz klarstellen. Die Verantwortlichen beziffern das Minus, das ihnen aufgrund fehlender Zuschauerzahlen entstehen würde, auf mindestens 250.000€. Im Moment, das bedeutet nach den Vorgaben des aktuellen Tages, wären lediglich 360 Zuschauer in der Memminger Eissporthalle erlaubt. Das würde einer Differenz von über 1500 Personen zum letztjährigen Schnitt entsprechen. Als „katastrophal“ bezeichnet Sven Müller diese Voraussetzungen und gibt an, dass der ECDC rund 2/3 seiner Einnahmen durch Zuschauer generiert. „Die Fans sind unser größter Sponsor, diesen kann man einfach nicht kompensieren“, so der Sportliche Leiter, der den Pressevertretern sämtliche Zahlen aller möglichen Szenarien vorlegte. Mit einer Förderung durch den Freistaat könnten die Vereine wieder seriös planen, da mögliche Ausfälle zumindes großteils aufgefangen werden könnten.

Auch Pohl, der diese Angelegenheit in den kommenden Wochen noch einmal forcieren will, sieht die absolute Notwendigkeit dieses Themas. Da der Saisonstart nicht allzu sehr verschoben werden könne, sei hier auch besondere Dringlichkeit geboten, so der haushaltspolitische Sprecher der Freien Wähler. Er rechnet mit rund 50 Millionen Euro, die für die Rettung der betroffenen Sportvereine benötigt werden würden. Diese Summe könnte, laut Pohl, aus dem Nachtragshaushalt zur Krisenbewältigung stammen. Die zahlreichen Traditionsvereine und mehrere tausend Kinder in Bayern, die in ihren Sportarten aktiv sind, würden es danken, wie auch der anwesende BEV-Obmann Frank Butz bestätigte.


Abgang in die DEL: Kharboutli wechselt nach Augsburg

Memmingen (mfr). Der ECDC Memmingen gibt den Abgang seines Kontingentspielers Samir Kharboutli bekannt. Der 21 Jahre alte Stürmer ist mittlerweile im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft und wird im kommenden Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse auflaufen.

Es ist ein Abgang, der stolz macht: Von den Memminger Indians wechselt Samir Kharboutli in die DEL, genauer gesagt nach Augsburg, wie die Panther aus der Fuggerstadt am Freitag bekannt gaben. Die Verantwortlichen des ECDC verpflichteten den läuferisch hervorragend ausgebildeten Angreifer im vergangenen Jahr direkt aus dem Nachwuchs des ERC Ingolstadt und ernteten damit auch einige verwunderte Blicke. Kharboutli, der als großes Talent gilt, startete furios in seine erste Saison im Seniorenbereich und machte mit einer starken Punkteausbeute auf sich aufmerksam. Die etwas riskante Verpflichtung auf der Kontingentspielerposition zahlte sich aus. Mit seiner unbekümmerten Spielweise gelangen ihm bis zu seiner schweren Verletzung 11 Punkte in 7 Partien.

Nach wochenlanger Leidenszeit kam er sogar noch einmal zum Comeback, als er in Weiden noch einen weiteren Treffer beisteuern konnte. Nun folgt der Wechsel in die beste Spielklasse Deutschlands, wo sich Kharboutli für einen Stammplatz bei den Augsburger Panthern empfehlen will. „Wir wünschen Samir dabei viel Erfolg und sind uns sicher, dass er sich früher oder später durchsetzen wird“, so der Sportliche Leiter des ECDC, Sven Müller.

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