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Köln. (EM) Wenn die Kaderplaner der Klubs aus der Deutschen Eishockey Liga auf bewährte Kräfte setzen wollen, dann müssen sie sich seit Jahren schon... Nur noch wenige „Perlen“ in der Free Agent List der DEL – Kommt Reinke in Berlin für Ellis?

Straubings Jason Dunham (links, leicht verdeckt), Ingolstadts Tim Regan (mitte) und Nürnbergs Stefan Ustorf während des Spiels zwischen Deutschland gegen Schweden während der WM – © Moritz Eden / City-Press

Köln. (EM) Wenn die Kaderplaner der Klubs aus der Deutschen Eishockey Liga auf bewährte Kräfte setzen wollen, dann müssen sie sich seit Jahren schon sehr früh um die Topspieler auf dem Transfermarkt bemühen.

Speziell der Kampf um die deutschen Top-Spieler ist Jahr für Jahr spätestens kurz nach Saisonbeginn, im Herbst, voll entbrannt. Wer Spitzengehälter bieten kann, der hat auch gute Chancen aktuelle und kommende Nationalspieler an sich zu binden. Und wer gute Importspieler in seinen Reihen hat, bemüht sich ebenso frühzeitig, diese weiter an sich zu binden.

Anfang Juli hat die „Free Agent List“ der DEL nicht mehr wahnsinnig viel zu bieten. Mit Kenny Agostino haben sich die Panther aus Ingolstadt eine der letzten „Perlen“ an Land gezogen. Der 32- jährige US-Amerikaner verbuchte in der letzten Saison in 48 Spielen 48 Scorerpunkte für Düsseldorf.

Schaut man in die aktuelle „Free Agent List“ der DEL, dann sind da nur noch wenige Spieler zu finden, die in der vergangenen Saison Leistungsträger in ihren Klubs waren. Einer von ihnen ist zum Beispiel Tyler Gaudet, dessen Abgang im April bei den Adlern Mannheim verkündet wurde. Der 31- jährige sammelte in 132 Ligaspielen 90 beachtliche Scorerpunkte, wobei die letzten beiden Spielzeiten in Mannheim punktemäßig nicht annähernd an seine Premierensaison in Wolfsburg reichten.

Offen ist auch nach wie vor, ob und wo Routinier David Wolf (34) nach acht Jahren in Mannheim seine Karriere fortsetzen wird. Vor Wochen stand auch mal ein Wechsel in die multinationale ICEHL gerüchteweise im Raum.

Für Qualität stehen sicherlich auch der letztjährige Augsburger Jere Karjalainen (32) und der zuletzt für Düsseldorf spielende Phil Varone (33), der durch seine schwere Verletzung (Kreuzband und Innenbandriss) monatelang als „schwer vermittelbar“ galt, nun aber in Wolfsburg angeheuert hat.

Phil Varone – © Sportfoto-Sale (DR)


Chris Wilkie ist mit 27 Jahren im besten Hockeyalter und hat mit 34 Scorerpunkten in 51 Partien durchaus abgeliefert. Teamintern war er nach der Hauptrunde fünftbester Scorer im Team der Grizzlys Wolfsburg. Der VW-Klub äußerte sich vor knapp einem Monat nur kurz zu Wilkie, dass sein Verbleib noch offen sei.

Offiziell noch nicht vollzogen ist der Wechsel von Verteidiger Morgan Ellis, der seit Wochen nach zwei Jahre in Berlin zurück nach Ingolstadt gerüchtet wird.

Inwiefern bei einigen Spielern private Gründe zu einer Neuorientierung oder sogar zum Karriereende führen, wird die breite Öffentlichkeit meistens erst gewahr, wenn die Entscheidung schon längst getroffen wurde.

Da die etablierten Kräfte aus der DEL kaum noch vorhanden sind, orientiert sich die weitere Kaderplanung längst auf Spieler, die in den kommenden Wochen in Nordamerika durchs Raster fallen und ihren NHL-Traum begraben müssen. Europa ist dann eine sportlich durchaus gute Alternative. Geduld ist allerdings gerade bei den Klubs mit geringerem Budget gefordert.

Einer, der Europa als neue sportliche Heimat bezeichnen könnte, soll Verteidiger Mitch Reinke sein. Der 28- jährige rechtsschießende US-Amerikaner könnte laut DEL-Insider RinkRat bald bei Meister Eisbären Berlin anheuern.


Gerade auf den Importpositionen haben einige Klubs noch Platz in ihren Kadern.

Bislang vergebene Importplätze (ohne Gewähr):
Mannheim 5
Augsburg 8
Berlin 7
Bremerhaven 10
Düsseldorf 5
Frankfurt 7
Ingolstadt 7
Iserlohn 7
Köln 9
München 6
Nürnberg 9
Schwenningen 9
Straubing 10
Wolfsburg 7

Die von vielen befürchtete „Schwemme“ an eingebürgerten Spielern ist bislang ausgeblieben. Mannheim hat sich mit Kristian Reichel in diesem Sektor einen Hochkaräter gesichert. Spieler wie beispielsweise Skyler McKenzie (von Fischtown nach Straubing), Abbott Girduckis (von DEL2 Meister Regensburg nach Ingolstadt) oder Matt Puempel (von Augsburg nach Schwenningen) tragen in dieser Kategorie aber auch sicherlich das Prädikat wertvoll.

Interessant ist auch zu beobachten, dass man die vakanten Managerposten in Frankfurt (Daniel Heinrizi), Mannheim (Dallas Eakins in Doppelfunktion) und Iserlohn (Axel Müffeler) mit in dieser Funktion ligaunerfahrenen Leuten besetzt hat. In Augsburg vertraut man hingegen wieder auf die Kontakte von Larry Mitchell. Sebastian Furchner (Bremerhaven) und Matthias Baldys (Köln) sollen nun nach den Lehrjahren hauptverantwortlich ihr Gesellenstück machen.

Man darf gespannt sein, mit welchen Mosaiksteinchen die Manager ihre Kader in den kommenden Wochen noch vervollständigen. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen.

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