Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos seit 25 Jahren

Pfaffenhofen (oex) Es gibt Tage, an denen einfach nichts gelingen will und die man deshalb am liebsten aus dem Gedächtnis streichen würde. Genau einen... Nur noch ein Wimpernschlag fehlt – EC Pfaffenhofen zeigt nach Debakel gegen Dingolfing in Dorfen die richtige Reaktion

Pfaffenhofen (oex) Es gibt Tage, an denen einfach nichts gelingen will und die man deshalb am liebsten aus dem Gedächtnis streichen würde.

Genau einen solchen erwischte der EC Pfaffenhofen am Freitag in seinem Heimspiel gegen den EV Dingolfing. Mit sage und schreibe 0:8 (0:2; 0:4; 0:2) mussten sich die Pfaffenhofener den Gästen geschlagen geben, die man zwei Wochen zuvor noch auf deren Eis bezwungen hatte.

„Wir haben von der ersten Minute an nicht die Energie auf das Eis gebracht, die nötig ist, um einen solch kompakt stehenden Gegner in Verlegenheit zu bringen,“ redete Stefan Teufel auch gar nicht lange um den heißen Brei herum. „Im letzten Drittel haben wir das wenigstens zum Teil wieder deutlich besser gemacht,“ konnte er dem Debakel zumindest noch etwas Positives abgewinnen. An der deutlichen Abfuhr sollte dies allerdings nichts mehr ändern. Sehr zufrieden war natürlich sein Kollege Dustin Whitecotton. „Das haben wir heute sehr gut hinbekommen, wobei ich das erste Drittel sogar besser fand als das zweite, wo wir bei einigen Toren auch etwas Glück hatten,“ lobte Dingolfings Coach seine Mannschaft.

Die hatte von Anfang an mehr vom Spiel, wirkte viel bissiger und zielstrebiger als die Gastgeber und ließ diese kaum zur Entfaltung kommen. Zu wenig Tempo, unpräzise Pässe und jede Menge falscher Entscheidungen prägten deren Auftritt, sodass man zwar zu einigen Halbchancen kam, die aber EVD-Keeper Justin Köpf vor keine größeren Probleme stellte. Viel mehr gefordert war Jonathan Kornreder, weil die Gäste jede sich bietende Schusschance nutzten, während sich die Hausherren immer wieder in Einzelaktionen verzettelten. In der 10. Minute brachte Daniel Schander die Niederbayern in Führung, die Torjäger Anthony Gagnon nur drei Minuten später ausbauen konnte und damit für die verdiente 2:0 Pausenführung sorgte.

Auch nach dem Wechsel wurde es nicht besser. Immer wieder profitierten die Gäste von den Fehlern der im Gegensatz zu den letzten Spielen unkonzentriert wirkenden Hausherren. So gingen allen vier Gegentoren im Mittelabschnitt individuelle Fehler der ECP-Spieler voraus. „Wenn, dann haben bei uns nicht nur einzelne Spieler einen schlechten Tag, sondern gleich alle,“ kommentierte Teufel die Aussetzer launisch. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Verteidiger Quirin Oexler bei einem Foul so schwer, dass die Saison für ihn gelaufen ist.

Nachdem Kornreder gleich zu Beginn des Schlussabschnitts einen Gegentreffer aus unmöglichem Winkel hinnehmen musste, machte er Platz für Patrick Weiner, der jedoch nur wenige Minuten später die Scheibe ebenfalls aus dem Netz holen musste. Bei diesem einen Gegentor sollte es aber bleiben, weil die Gastgeber danach trotz des deprimierenden Rückstandes bemüht waren, das Ergebnis etwas erträglicher zu gestalten. Chancen dazu waren jetzt auch mehrere vorhanden, aber selbst der Ehrentreffer sollte ihnen an diesem gebrauchten Abend nicht mehr vergönnt sein.

ECP: Kornreder, Weiner, Oexler, Hätinen L., Eckl A.. Eckl C., Wolf, Münzhuber, Leonhardt, Neubauer, Gebhardt, Eckl O., Strobel, Vrana, Pfab M., Hätinen K.,Tlacil, Felsöci D., Weber, Guft-Sokolov

Tore: 0:1 (10.) Schander (Geiger, Theberge); 0:2 (13.) Gagnon (Schander, Endres); 0:3 (25.) Schander (Janzen S., Gagnon); 0:4 (31.) Janzen S. (Wolfgramm, Endres); 0:5 (33.) Detterer (Geiger 5:4); 0:6 (40.) Gagnon (Janzen A., Janzen S. 5:4); 0:7 (42.) Geiger (König, Schander); 0:8 (45.) Schander (König)

Strafen: ECP 14 EVD 10

Zuschauer: 265

EC Pfaffenhofen hat Klassenerhalt in der Bayernliga nach 5:2-Sieg bei Schlusslicht Dorfen so gut wie sicher

Christoph Enzmann (Pfaffenhofener Kurier)

Die Eishockeyspieler des EC Pfaffenhofen haben das Debakel gegen Dingolfing gut wegsteckt: Das Team von Trainer Stefan Teufel zeigte am Sonntagabend in der Bayernliga-Abstiegsrunde eine starke Reaktion und bezwang Schlusslicht ESC Dorfen klar mit 5:2 (2:0, 1:0, 2:2). Da Dorfen am Freitag überraschend in Geretsried gewann und der ECP zeitgleich gegen Dingolfing verlor, ist der Klassenerhalt für Pfaffenhofen damit noch nicht perfekt.

„Rechnerisch können wir noch absteigen, aber dafür müsste Dorfen jetzt alles gewinnen und das glaube ich nicht. Außerdem liegen ja auch noch ein paar weitere Mannschaften hinter uns, die es theoretisch auch noch erwischen könnte“, sagte ECP-Abteilungsleiter Robert Huber, der mit dem Auftritt der Mannschaft sehr zufrieden war. „Wir hatten von Beginn an die Kontrolle und haben uns viele gute Chancen herausgespielt“, lobte er. „Dorfen war mit dem 0:2 nach dem ersten Drittel gut bedient.“ Bereits nach drei Minuten brachte Jan Tlacil die Gäste nach Vorlage von Jakub Vrana in Führung. Das Duo zeichnete sich kurz darauf auch für das 2:0 verantwortlich. Wieder traf der Tscheche auf Vorarbeit seines Landsmannes (8.). Auf der Gegenseite tauchte ein Dorfener Angreifer nach einem Alleingang vor Patrick Weiner auf, der stark parierte. „Wir haben es taktisch gut gemacht und ansonsten nichts zwingendes zugelassen“, sagte Huber.

Auch in das zweite Drittel erwischte der ECP einen Traumstart. Michael Wolf erhöhte nach Vorlage von David Felsöci auf 3:0 (22.). „Danach hatte zwar auch Dorfen noch ein, zwei Möglichkeiten, grundsätzlich hatten wir aber weiter alles im Griff und haben es gut gemacht“, beschrieb Huber.

Kurz durften die Dorfener im dritten Drittel noch einmal hoffen, als Sandro Schröpfer 20 Sekunden nach dem Bully in Überzahl auf 3:1 verkürzte. Im direkten Gegenzug stellte Liam Hätinen mit seinem Tor zum 4:1 für Pfaffenhofen den alten Abstand wieder her. Als Oliver Eckl, wieder nach Vorarbeit von Vrana, nur 19 Sekunden später auf 5:1 für den ECP stellte, war die Partie so gut wie entschieden. „Wir haben es dann sehr gut zu Ende gespielt. Insgesamt war es ein starker Auftritt von uns“, lobte Huber. Das 2:5 durch Josef Folger war für das Schlusslicht nur noch Ergebniskosmetik.

Sollte Dorfen am kommenden Freitag nicht gegen Buchloe gewinnen, steht der Klassenerhalt des ECP dann auch rechnerisch fest – unabhängig davon wie das Spiel der Pfaffenhofener in Geretsried endet.

EC Pfaffenhofen: Weiner, Kornreder, Hätinen L., Eckl A.. Eckl C., Wolf, Münzhuber, Leonhardt, Neubauer, Gebhardt, Eckl O., Strobel, Vrana, Pfab M., Hätinen K.,Tlacil, Felsöci D., Weber, Guft-Sokolov.
Tore: 0:1 (3.) Tlacil (Eckl O., Eckl C.), 0:2 Tlacil (9.) (Vrana, Eckl O.) 0:3 (22.) Wolf (Felsöci D., Gebhardt), 1:3 (41.) Schröpfer (Hradek, Kosman); 1:4 (42.) Hätinen L. (Eckl O., Strobel); 1:5 (42.) Eckl O. (Vrana, Tlacil); 2:5 (57.) Folger (Rappolder).
Strafen: ESC 6 ECP 10
Zuschauer: 133.




Eishockey-Magazin

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert