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Nürnberg. (STM) Es war ein hartes Stück Arbeit für die Nürnberg Ice Tigers so kurz vor Silvester. Am Ende aber bejubelten 7044 begeisterte Zuschauer... Nürnbergs Coach Tom Rowe nach dem Sieg gegen Köln: „Unser Anspruch muss es sein, so eine Leistung jeden Abend abrufen zu können“

Neben Goalie 27-Niklas Lunemann kaempfen 25-Daniel Schmoelz (NIT) und 17-Jan Luca Sennhenn um den Puck
– © ISPFD

Nürnberg. (STM) Es war ein hartes Stück Arbeit für die Nürnberg Ice Tigers so kurz vor Silvester. Am Ende aber bejubelten 7044 begeisterte Zuschauer einen verdienten 4-2 Heimsieg gegen die Kölner Haie.

Die Tore erzielten Lobach, Fox und Daniel Schmölz, der doppelt traf. Einzig das verletzungsbedingte Ausscheiden von Marcus Weber nach einem Kniecheck trübte die Nürnberger Freude.

Es waren zwei schlechte Auswärtsauftritte der Nürnberg Ice Tigers, anders kann man die beiden Spiele in Schwenningen und Bietigheim nicht beschreiben. Bei der 0-4 Niederlage im Schwarzwald blieben die Ice Tigers zum ersten Mal in dieser Saison ohne eigenen Torerfolg, die 5-6 Niederlagen in Bietigheim war eine Aneinanderreihung von Unzulänglichkeiten einer Nürnberger Mannschaft, die es beim abgeschlagenen Schlusslicht der DEL nicht schaffte, eine zweimalige Führung mit zwei Toren über die Zeit zu bringen.

Es gab also deutlich Raum für Verbesserungen vor dem letzten DEL-Spiel in diesem Kalenderjahr. Personell änderte sich erstmal nichts für die Nürnberg Ice Tigers, die zumindest mit dem Comeback von Charlie Jahnke geliebäugelt hatten, der sich bereits im dritten Saisonspiel gegen die Kölner Haie am Arm verletzt hatte. So blieb es bei einer sehr kurzen Nürnberger Bank, Niklas Treutle bekam den Start im Tor.

Bei den Gästen aus der Domstadt stand heute erstmals in der DEL Niklas Lunemann zwischen den Pfosten, Uwe Krupp schenkte dem 20-jährigen Torhüter zum ersten Mal das Vertrauen. Und Lunemann hatte wenig Zeit, sich in der Liga zu akklimatisieren, bereits den zweiten Schuss aufs Tor musste Lunemann passieren lassen. Dennis Lobach kam an den Puck und traf sehenswert aus der Drehung zur frühen 1-0 Führung (2.).

Die nächsten Minuten waren deutlich ruhiger für den Torhüter der Haie, beide Teams neutralisierten sich und es gab wenig spektakuläre Szenen vor beiden Toren, Dane Fox scheiterte bei einem Konter an Lunemann (14.), auf der Gegenseite entschärfte Treutle einen Schuss von Baptiste (18.), ehe beide Teams in die Drittelpause gingen.

Im Mitteldrittel zunächst ein ähnliches Bild, ehe ein Geniestreich von Gregor Macleod das zweite Tor der Ice Tigers einläutete. Gekonnt legte sich Macleod den Puck selber vor, nutzte seine Geschwindigkeit und bediente im richtigen Moment den mitgelaufenen Dane Fox, der mühelos zum 2-0 vollendete (24.). In der Folgezeit waren die Nürnberger dem dritten Treffer näher als die Haie dem Anschlusstreffer, ehe Bodnarchuk seinen Torhüter mit einer Bogenlampe überwand. Nick Bailen hatte den Puck in den Slot gebracht, der Schläger von Bodnarchuk fälschte den Puck anhaltbar ab (34.).

Faustkampf von 25-Daniel Schmoelz (NIT) gegen 22-Maximilian Gloetzl der zuvor Marcus Weber unfair niedergestreckt hat.
– © ISPFD


Beinahe wäre den Gästen noch der Ausgleich gelungen, aber Baptist scheiterte alleine vor Treutle, nachdem die Defensive der Ice Tigers zum ersten Mal an diesem Abend zu weit aufgerückt war (38.). So transportierten die Nürnberger die knappe Führung in den Schlussabschnitt, der es gleich zu Beginn in sich hatte. Baptiste hatte zum dritten Mal ein Tor auf dem Schläger, scheiterte aber am Pfosten (41.), ehe Daniel Schmölz im direkten Gegenzug auf 3-1 erhöhte (42.)

Danach wurde es hektisch auf dem Eis, ein Kniecheck von Glötzl an Weber erhitzte die Gemüter, für beide war der Abend beendet. Weber musste von seinen Mitspielern vom Eis gebracht werden, Glötzl wurden von den Schiedsrichtern völlig zu Recht zum Duschen geschickt. „Köln ist eine physisch sehr starke Mannschaft, die Haie haben harte Zweikämpfe geführt, aber meine Mannschaft hat körperlich über die komplette Spielzeit dagegen gehalten und hat hart gearbeitet“, so Tom Rowe.

Das anschließende Powerplay konnten die Ice Tigers nicht zur Vorentscheidung nutzen, es sollte eine spannende Schlussphase werden.
Etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss beendete Uwe Krupp das gute DEL-Debut von Lunemann und versuchte es mit einem sechsten Feldspieler, das Tor aber erzielten die Ice Tigers. Daniel Schmölz traf von der eigenen blauen Linie zum 4-1 (58.). doch damit nicht genug, nach einer Strafzeit gegen Lobach nahm Krupp Lunemann erneut vom Eis und Baptist konnte im Powerplay auf 4-2 verkürzen (59.). Zu Mehr sollte es für die Haie nicht mehr reichen.

Nürnbergs Trainer Tom Rowe. – © ISPFD


„Nürnberg hatte einen guten Start, aber ab dem zweiten Drittel waren wir gut im Spiel, haben uns gute Chancen erspielt, aber Treutle hat ein starkes Spiel gemacht. Nürnberg hat die Treffer zum richtigen Zeitpunkt gemacht und so das enge Spiel für sich entschieden. Der Einsatz von Lunemann war eine bewusste Entscheidung, wir haben aktuell viele Spiele und ich wollte meinen anderen beiden Torhütern eine kurze Verschnaufpause gegen“, so Uwe Krupp.

So konnte sich die Ice Tigers über drei wichtige Punkte freuen, einzig der Ausfall von Weber wird die schon angespannte Personalsituation noch weiter verschlimmern. „Meine Mannschaft hat die richtige Antwort nach den Niederlagen in Schwenningen und Bietigheim gegeben. Es war eine gute Leistung aller Spieler, wir haben sehr hart gearbeitet und uns diesen Sieg verdient. Unser Anspruch muss es sein, so eine Leistung jeden Abend abrufen zu können“, so das Fazit von Tom Rowe.





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