
Nürnberg (STM) – Erstes Spiel nach der Länderspielpause, erster Sieg für die Thomas Sabo Ice Tigers. Im Derby gegen die Augsburger Panther hielt Tyler Weiman zum zweiten Mal in dieser Saison seinen Kasten sauber. Am Ende gewannen die Ice Tigers verdient mit 3-0 gegen die Gäste aus der Fuggerstadt. Für die Nürnberger Treffer sorgten Evan Kaufmann, Yan Stastny und Connor James.
Die Ice Tigers waren von Beginn an die tonangebende Mannschaft vor 5323 Zuschauern in der Arena Nürnberger Versicherungen. Mit viel Elan kamen die Nürnberger, bei denen heute der Schwede David Printz sein erstes Spiel absolvierte, aus der Länderspielpause. Die Gäste aus Augsburg hatten in den ersten Minuten sichtlich Probleme mit dem druckvollen Spiel der Ice Tigers und mussten einen frühen Rückstand hinnehmen.
Neuzugang Jeff Woywitka hatte kaum auf der Strafbank Platz genommen, da dürfte er selbige auch schon wieder verlassen. Evan Kaufmann hatte einen Schuss von Pollock unhaltbar für Markus Keller abgefälscht (4.). Auch in der Folgezeit spielten nur die Ice Tigers, einzig der allzu schlampige Umgang mit den zahlreichen Torchancen verhinderte eine höhere Führung.
Gegen Ende des ersten Drittels kamen auch die Gäste zu ihrer ersten Chance. Sebastian Uvira scheiterte an Tyler Weiman (16.). Das zweite Drittel war ganze 48 Sekunden alt, als Yan Stastny für den zweiten Treffer der Ice Tigers sorgte. Ein Augsburger Verteidiger fälschte den scharfen Pass von Stastny unglücklich ins eigene Tor ab (21.). Nach dem 2-0 waren die Panther aber dann auf einmal im Spiel. Nach einem Fehler von Ehliz vergab Connolly frei vor Weiman (23.), Neu-Nationalspieler Daryl Boyle traf nur den linken Pfosten (32.).
Im Schlussabschnitt passierte zunächst reichlich wenig. Nürnberg hatte das Spiel im Griff, ohne selbst für offensive Akzente zu sorgen. Einzig in Überzahl wurde es gefährlich, Kaufmann scheiterte mit seinem Nachschuss am Außenpfosten (47.). Irgendwie hatte Kaufmann sein Pulver schon mit dem Führungstreffer an diesem Abend verschossen, auch in Unterzahl brachte er den Puck frei vor Keller nicht im Tor unter (55.).
Bei den Gästen wartete man lange vergeblich auf eine Schlussoffensive, Ivan Ciernik hatte noch die beste Möglichkeit für die Panther. Seinen abgefälschten Schuss kratzte Weiman mit der Beinschiene aus dem langen Eck (57.). Mitchell nahm nach einer Strafzeit gegen David Printz seinen Torhüter vom Eis, aber auch mit zwei Feldspielern mehr wollte der Anschlusstreffer nicht gelingen. Ganz im Gegenteil, Connor James traf aus dem eigenen Drittel ins leere Tor der Panther (58.).
Thomas Sabo Ice Tigers – Augsburger Panther 3:0 (1:0/0:0/2:0)
Tore: 1-0 (03:14) Kaufmann (Pollock, Jaspers), 2-0 (20:48) Stastny (Reinprecht), 3-0 (57:52) James
Strafen: Nürnberg 8 – Augsburg 8
Schiedsrichter: Roland Aumüller, Daniel Piechaczek
Zuschauer: 5323
Nürnberg: Weiman – Caldwell, Pollock; Eriksson, Printz; Festerling, Schüle; Weber – Reimer, Stastny, Reinprecht; James, Kaufmann, Pföderl; Pfleger, Jaspers, Ehliz; Rupprich, Krüger.
Augsburg: Keller – Boyle, Forrest; Reiß, Woywitka; Brown, Seifert; Kindl – Breitkreuz, Zeiler, Uvira; Ciernik, Connolly, Bayda; MacArthur, Werner, Trevelyan; Farny, Morrison, Schäffler.
Three Stars:
1. Star: Tyler Weiman
2. Star: Evan Kaufmann
3. Star: Connor James
Stimmen:
Tray Toumie (Thomas Sabo Ice Tigers): Im ersten Drittel waren wir einen Tick besser, hatten die besseren Chancen. Nach dem 2-0 kam Augsburg wesentlich besser in die Partie und hatte gute Chancen, aber Tyler Weiman hat uns zum Glück im Spiel gehalten. Im letzten Drittel war das Spiel dann sehr offen, zum Glück haben wir das dritte Tor geschossen. Wir sind sehr froh über den guten Start nach der Pause. Mit David Printz war ich heute zufrieden, er hatte gute Aktionen und gerade für das körperbetonte Spiel haben wir ihn auch geholt.
Larry Mitchell (Augsburger Panther): Nürnberg hat unterm Strich verdient gewonnen. Wir hatten keinen guten Start, haben einige falsche Entscheidungen getroffen und viele unnötige Scheiben verloren. Im Mitteldrittel sind wir besser ins Spiel gekommen, aber Tyler Weiman war für mich der beste Mann auf dem Eis. Auch im Schlussdrittel haben wir es versucht, aber Weiman war immer zur Stelle. Jeff Woywitka hat ein solides erstes Spiel gemacht, uns viel im Unterzahl geholfen. Er muss sich noch etwas an das Spiel und die andere Regelauslegung in der DEL gewöhnen.


