Straubing. (EM) Nun ist es also amtlich: Henrik Haukeland verlässt nach nur einer Saison den Straubinger Pulverturm schon wieder.
Sein Vertrag für die neue Saison wurde aufgelöst. Haukelands Ziel ist offiziell noch nicht bestätigt, aber alles deutet darauf hin, dass er in die russische KHL wechseln wird. Genauer gesagt zu Traktor Chelyabinsk. (wir berichteten)
Bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz im Mai war Haukeland der starke Rückhalt im norwegischen Tor und maßgeblich am Gewinn der Bronzemedaille beteiligt. Dadurch wurden auch ausländische Klubs wieder auf ihn aufmerksam.
Rein wirtschaftlich kann Henrik Haukeland in Russland ein Vielfaches mehr verdienen, als bei seinen letzten Stationen in der DEL (München, Düsseldorf, Straubing).
Moralisch ist solch ein Wechsel aufgrund des Überfalls von Russland auf die Ukraine sicherlich kritischer zu betrachten. Die Verbände Schwedens und Finnlands haben schon vor längerer Zeit beschlossen, dass in der KHL tätige Spieler nicht mehr für die Nationalmannschaft berufen werden.
In der Kontinental Hockey League (KHL) wäre Haukeland aktuell der einzige norwegische Spieler in der Liga. Wie also will es der norwegische Verband mit einer zukünftigen Nominierung halten, falls Haukeland zu Traktor wechselt?
Patrick Thoresen, Generalmanager des Verbandes, hat sich dazu geäußert und klargemacht, dass Haukeland dann nicht mehr für sein Heimatland auflaufen kann. Dazu gäbe es einen Präsidiumsbeschluss.
Thoresen selbst (42) spielte in seiner aktiven Karriere nicht nur in der NHL (120 Spiele für Edmonton, Philadelphia), sondern auch in der KHL mit Unterbrechung von 2009 – 2015 und 2017/2018 für Ufa und St. Petersburg.
Haukeland (31) muss also abwägen zwischen Geld oder Nationalmannschaftskarriere. Er scheint sich für das Geld und einen Zweijahresvertrag entschieden zu haben.
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