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Nürnberg (STM) Den zweiten Sieg in Folge feierten die Nürnberg Ice Tigers heute beim knappen 4-3 Heimsieg gegen die Straubing Tigers. Nach einer scheinbar... Nichts für schwache Nerven: Ice Tigers feiern ersten Heimsieg

Nürnbergs 21-Max Kislinger (links) und Straubings 27-Sandro Schönberger (re.).
Foto: ISPFD

Nürnberg (STM) Den zweiten Sieg in Folge feierten die Nürnberg Ice Tigers heute beim knappen 4-3 Heimsieg gegen die Straubing Tigers. Nach einer scheinbar beruhigenden 4-0 Führung im zweiten Drittel wurde es Ende noch einmal eng, aber mit Glück und Leidenschaft brachten die Nürnberger den Sieg über Ziellinie. Die Treffer für die Ice Tigers erzielten Schmölz, Pollock, Brown und Adam.

Es war Ende April 2019 als die damaligen Thomas Sabo Ice Tigers in einer Pressemitteilung ihr neues Konzept vorstellten. Neben der Trennung von Martin Jiranek sollte von nun an der Fokus auf der Aus- und Weiterbildung junger Spieler liegen. Im Januar 2021 sind die Nürnberg Ice Tigers auf dem besten Weg, den angekündigten Worte auch Taten folgen zu lassen.

Mit dem erst 16-jährigen Stürmer Roman Kechter gab heute ein Spieler aus dem Nachwuchs des EHC 80 Nürnberg sein Debut im Trikot der Ice Tigers. Der gebürtige Weilheimer gilt in seinem Jahrgang als eines der größten Talente in Deutschland. Nach seiner Zeit in Nürnberg wechselte Kechter für eine Saison nach Regensburg, ehe er nach Schweden zu Rögle BK ging, wo er aktuell im Nachwuchs spielt. Nach dem die Saison dort wegen Corona unterbrochen wurde, entstand die Möglichkeit, Kechter bis zum Ende der laufenden Spielzeit auszuleihen, vorausgesetzt, der Spielbetrieb in Schweden wird nicht wiederaufgenommen.

Nürnbergs 73-Roman Kechter.
Foto: ISPFD

Profitieren werden beide Seiten davon, Kechter kann DEL spielen und lernen, die Ice Tigers bekommen einen sehr talentierten Spieler, der heute auf der für ihn ungewohnten Position als Verteidiger agierte. An der Seite des erfahrenen Tom Gilbert zeigte Kechter sein enormes Potential, agierte ruhig und abgeklärt, musste aber nach einer Verletzung am Ende des zweiten Drittels in der Kabine bleiben. Frank Fischöder wurde zu dieser ungewohnten Maßnahme gezwungen, weil ihm mit Bodnarchuk und Weber kurzfristig zwei Verteidiger verletzungsbedingt fehlten.

Wenigstens kehrte Patrick Reimer nach seiner Rückenverletzung auf Eis zurück, während Hessler, Kurth und Ramoser weiter passen mussten. Reimer rückte zu McLellan und Fox in die Reihe, im Tor bekam Niklas Treutle den Start. Die Ice Tigers hatten den besseren Start, aber Schmölz verpasste die frühe Führung (2.). Auf der Gegenseite war es der ehemalige Nürnberger Andy Eder, der Treutle mit einem Direktschuss prüfte (5.).

Die Ice Tigers hatten etwas mehr von der Partie und gingen Mitte des ersten Drittels in Führung. Daniel Schmölz verlud einen Straubinger Verteidiger und traf trocken aus dem Handgelenk (10.).
Ähnlich sehenswert war auch der zweite Nürnberger Treffer. Bei einem Konter wartete Pollock geduldig, ehe er Matt Robson über die Schulter genau in den Torwinkel überwand (15.).

Im zweiten Drittel erwischten die Ice Tigers einen Blitzstart. Nach einem Straubinger Scheibenverlust lief Chris Brown auf und davon und überwand Robson zum dritten Mal an diesem Abend (21.).
Und es kam noch besser für Nürnbergs beste Eishockeyspieler. Bei eigener Unterzahl schnappte sich Luke Adam im eigenen Drittel den Puck, nahm unwiderstehlich Fahrt auf und traf per Bauerntrick sehenswert zum 4-0 (26.).

Tom Pokel nahm direkt im Anschluss eine Auszeit und erlöste den unglücklichen Robson. Und der Trainer der Straubing Tigers schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Im Anschluss traf Marcel Brandt von der blauen Linie zum 4-1 und läutete damit die Aufholjagd der Gäste im zweiten Drittel ein (28.). Zuerst war Williams im Powerplay mit einem platzierten Direktschuss zum 4-2 erfolgreich (32.), ehe es Marcel Brandt Luke Adam nachmachte, das komplette Eis überquerte und unter die Latte zum 4-3 traf (37.). Zum Glück erlöste die Drittelsirene die Ice Tigers von schlimmen zehn Minuten.

Mit viel Einsatz und Leidenschaft überstanden die Ice Tigers die ersten Minuten im Schlussdrittel und wirkten wieder deutlich geordneter und stabiler. Frank Fischöder hatte etwas umgestellt, Reimer und Timo Walther tauschten die Sturmreihen und die Ice Tigers agierten nur noch mit 5 Verteidigern. Tyson McLellan hatte die Chance auf den fünften Treffer, scheiterte aber an der Latte (53.)
So ging es mit der knappen Führung der Ice Tigers in die letzten Minuten. Tom Pokel nahm den guten Sebastian Vogl vom Eis, aber es sollten nicht mehr reichen für die Gäste, auch weil sich Oliver Mebus kurz vor Schluss furchtlos in einen Schuss warf. So feierten die Ice Tigers einen glücklichen, aber nicht unverdienten 4-3 Heimsieg, den ersten in dieser Saison. Bereits am Donnerstag geht es für die Ice Tigers beim Rückspiel in Straubing weiter.

Nürnbergs 39-Brett Pollock (vorne) klatscht nach seinem Treffer zum 2-0 an der Bank mit 5-Arturs Kulda (links) ab.
Foto: ISPFD

Stimmen zum Spiel

„Wir haben vier unnötige Gegentore bekommen, gerade bei Kontern sind wir aktuell recht anfällig. Unser Start war ganz gut, aber dann wurden wir zu ungeduldig. Trotzdem war ich mit der Reaktion meiner Mannschaft nach dem Rückstand zufrieden, wir haben uns Stück für Stück zurückgekämpft, auch unser Powerplay hat gut funktioniert. Wir wollten das Spiel in den letzten zwanzig Minuten drehen, aber für meinen Geschmack waren wir dann wieder zu kompliziert, haben zu wenig Pucks aufs Tor gebracht und zu wenig Druck erzeugt“, so das Fazit von Tom Pokel.

Frank Fischöder war über weite Strecken einverstanden mit dem Spiel seiner Mannschaft: „Unser Start war etwas schwierig, da waren wir zu weit weg vom Gegner. Dann haben wir das aber bis zum 4-0 sehr gut gemacht, dann aber das Spielen aufgehört, die Checks nicht mehr zu Ende gefahren und die wichtigen Zweikämpfe verloren. Im letzten Drittel war der Wille und der Einsatz wieder da, wir haben das dann sehr gut gemacht und am Ende sind wir auch mit den drei Punkten belohnt worden.

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