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Neuwied. (PM EHC) Der EHC „Die Bären“ 2016 hat im dritten Spiel unter der Leitung seines neuen Trainers Leos Sulak das Eis zum ersten... Neuwied: Das fünfte Gegentor ist zu viel

Jeff Smith war mit zwei Toren nur zweiter Sieger. © EHC Neuwied Media/PR

Neuwied. (PM EHC) Der EHC „Die Bären“ 2016 hat im dritten Spiel unter der Leitung seines neuen Trainers Leos Sulak das Eis zum ersten Mal ohne Punkte verlassen.

Bei den Hammer Eisbären verloren die Neuwieder am Freitagabend ihr Auswärtsspiel in der Eishockey-Regionalliga West mit 3:6. Zweimal holte man einen Rückstand auf, als Hamm ein drittes Mal davonzog, war das zu viel.

Die Anfangsphase gehörte dem EHC, der zwei 2:1-Situationen nicht in Zählbares ummünzte. Hamm, im Speziellen Kevin Thau, präsentierte sich da kaltschnäuziger. Der Torjäger nutzte Zuordnungsfehler in der EHC-Defensive zur 2:0-Führung für die Eisbären (9., 15.). Das 1:0 per Rückhand und das 2:0 mit dem vor die Kelle fallenden Abpraller verschafften dem Tabellenzweiten einen Vorteil. Wichtig aus Sicht der Neuwieder, dass Jeff Smith kurz vor der Pause verkürzte. Sein Sturmpartner Kevin Wilson behielt die Übersicht, bediente den am rechten Pfosten lauernden US-Amerikaner, der sich nicht zweimal bitten ließ (19.).

Als Frederik Hemeier kurz nach Wiederaufnahme des Spiels auf die Strafbank musste – für sein Beinstellen an Sam Aulie hätte Schiedsrichter Daniel Todam durchaus auch auf Penalty entscheiden können – witterte das Sulak-Team seine Chance. Aber das Tor fiel hinten. Ex-DEL-Profi Kevin Orendorz legte für Kevin Trapp vor, und der Namensvetter des ehemaligen Fußball-Nationaltorwarts stellte den alten Abstand wieder her (22.). Das hinterließ Spuren bei den Deichstädtern, die den Schock noch nicht richtig verdaut hatten, als sie gleich den nächsten Nackenschlag über sich ergehen lassen mussten. 121 Sekunden nach Trapps 3:1 markierte Routinier Igor Furda das 4:1. „Schade, weil wir in den Minuten zuvor eigentlich ordentlich gespielt hatten. Aber in der Defensive müssen wir uns besser verhalten. Durch individuelle Fehler kassierten wir zu viele Gegentore. Daran müssen wir arbeiten“, machte Trainer Sulak deutlich, was ihm nicht gefiel.

Dass Neuwied Comeback-Qualität und Moral besitzt, hatte die Mannschaft zum Beispiel schon mit der starken Aufholjagd im Derby gegen Diez-Limburg gezeigt, und auch diesmal steckte der EHC noch lange nicht auf. Noah Bruns erzielte in der 29. Minute das 2:4. Die nächsten Herausforderungen kamen von der Strafbank: Schahab Aminikia erhielt zunächst 2+2 Minuten wegen eines hohen Stocks und kurz nach seiner Rückkehr aufs Eis eine Matchstrafe wegen Checks von hinten gegen Marvin Cohut, der ein Krankenhaus gebracht werden musste. Die Unterzahl überstanden, setzten die Bären ihre Aufholjagd fort. Wieder tankte sich die Reihe mit Wilson, Aulie und Smith durch – Letzterer erzielte den Anschlusstreffer (42.). Doch die Begegnung blieb weiterhin ein Wechselbad der Gefühle. Just in dem Moment, als eine Strafe gegen Maximilian Herz abgelaufen war, netzte Trapp mit einem abgefälschten Schuss zum 5:3 ein (46.). Das war zu viel und nicht mehr aufzuholen. Die Neuwieder übten in der Endphase noch einmal Druck aus, die letzten knapp zwei Minuten mit sechs Feldspielern, konnten die Niederlage aber nicht mehr abwenden. Dass Orendorz noch ins leere Tor traf, hatte nur noch statistischen Wert.

Hamm: May (Nickel) – Hoppe, Ehlert, Köchling, Hemeier, Reckers, Ortwein – Demuth, Trapp, Cohut, Lichnovsky, Polter, Furda, Orendorz, Kraft, Thau.
Neuwied: Köllejan (Grams) – Hellmann, D. Schlicht, Klingsporn, Morys, S. Schlicht, Neumann – Fröhlich, Bruns, Asbach, Wilson, Litvinov, Aminikia, Herz, Wasser, Smith, Aulie.
Schiedsrichter: Daniel Todam.
Zuschauer: 502.
Strafminuten: 6 : 12 + Matchstrafe gegen Aminikia.
Tore: 1:0 Kevin Thau (Orendorz, Lichnovsky) 9‘, 2:0 Kevin Thau (Reckers, Trapp) 15‘, 2:1 Jeff Smith (Wilson, Klingsporn) 19‘, 3:1 Kevin Trapp (Orendorz, Thau) 22‘, 4:1 Igor Furda 24‘, 4:2 Noah Bruns (Asbach, Neumann) 29‘, 4:3 Jeff Smith (Wilson, Aulie) 42‘, 5:3 Kevin Trapp (Orendorz, Thau) 46‘, 6:3 Kevin Orendorz 60‘.

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