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Nach dem Bayernliga-Abstieg: So geht es beim EC Pfaffenhofen jetzt weiter

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Pfaffenhofen. (PM ECP / Christoph Enzmann, Pfaffenhofener Kurier) Beim EC Pfaffenhofen ist am Dienstagabend eine Ära zu Ende gegangen: Fast 40 Jahre lang hat der Pfaffenhofener Verein der Eishockey-Bayernliga angehört, nur unterbrochen von drei Jahren in der 2. Liga Süd und einem Jahr in der Landesliga.

Anders als im Vorjahr, als der ECP nach dem Aufseg von Meister Erding noch in der Liga bleiben konnte, „wird es dieses Mal nicht in der Bayernliga weitergehen“, sagt Abteilungsleiter Robert Huber.

„Dadurch, dass es keinen Oberliga-Aufsteiger gibt und der Landesliga-Meister aufsteigen wird, ist kein Platz mehr in der Bayernliga frei und wir werden absteigen.“ Die 0:3-Niederlage am Dienstagabend, wodurch der ECP das Play-down-Finale gegen den EHC Waldkraiburg mit 1:4 verlor, war damit voraussichtlich für lange Zeit das letzte Bayernliga-Spiel für den ECP. Das sportliche Schicksal der Pfaffenhofener war damit besiegelt, doch dass der Verein in der vierthöchsten deutschen Liga an seine Grenzen stößt, war schon länger absehbar. Bereits im vergangenen Jahr waren die Pfaffenhofener als sportlicher Absteiger festgestanden und letztlich nur in der Bayernliga geblieben, weil Meister Erding in die Oberliga aufgesegen war.

Die Bayernliga wird zum Haifischbecken

„Natürlich bin ich traurig über den Abseg, der Dino verlässt die Liga. Doch so, wie sich die Bayernliga in den vergangenen Jahren entwickelt hat, war klar, dass es für einen Verein wie den EC Pfaffenhofen immer schwieriger wird, sportlich mitzuhalten“, sagt Huber. „Für mich hat diese Liga nicht mehr viel mit einer Amateurliga zu tun.“ Der Abteilungsleiter nennt als Beispiel die hohen Summen, die andere Vereine in ihren Kader stecken. „Es spielen Halb- und sogar Vollprofis in dieser Liga.“ Spieler, die sich der ECP nicht leisten kann. „Man muss leider sagen, dass wir seit Jahren keine Fanbase mehr haben. Folglich haben wir so auch weniger Zuschauer-Einnahmen.“ Dabei habe der Verein in seiner Amtszeit einiges versucht, um Fans (zurück) zu gewinnen. „Wir haben einen Tag für Vereine und eine Blaulichag gemacht, haben – vor allem für die Kinder –das Maskochen Hopfi organisiert – und darüber hinaus viele Feste veranstaltet. Die Fans blieben seiner Meinung nach aber vor allem wegen der vielen Niederlagen aus. Die Chancen, dass in einer niedrigeren Liga deutlich mehr Erfolgserlebnisse werden, stehen zumindest gut, wobei es wohl auch in der Landesliga ohne Verstärkung von außerhalb schwierig werden düre.

Über 50 Spiele pro Saison

Ein weiterer Punkt, den Huber an der Bayernliga krisch sieht: der volle Spielplan. „Nimmt man die Vorbereitungsspiele dazu, dann hat die Mannscha in dieser Saison über 50 Spiele bestrien und stand fünfmal die Woche auf dem Eis.“ Das Team sei an die Belastungsgrenze gekommen. „Noch dazu bei dem Verletzungspech, das wir haen.“ Darin sieht der Abteilungsleiter auch den Hauptgrund für den Abseg: „Wenn dir Woche für Woche vier, fünf Leistungsträger fehlen – und das über eine so langen Zeitraum – dann ist das für einen Verein wie den EC Pfaffenhofen nicht zu kompensieren.“ Huber zählt die langen Ausfälle von Marlon Wolf, David Felsöci, Oliver Eckl und Alexander Eckl auf. Folglich habe Trainer Markus Muhr auf die jungen Spieler, teilweise aus der 1b, zurückgreifen müssen. „Die haben es auch gut gemacht und sich voll reingehängt, aber auf Dauer reicht es dann einfach nicht. Im abschließenden Spiel der Absegsrunde in Buchloe haben uns sage und schreibe zehn Leistungsträger gefehlt.“

Im Play-down-Finale gegen Waldkraiburg sah es personell – auch dank der Rückholakon von Robert Gebhardt und Vasilij Gu-Sokolov – zwar wieder etwas besser aus, „letztlich muss man sagen, dass Waldkraiburg aber einfach eine Nummer zu groß für uns war“, gestand Trainer Muhr.

Die große Frage lautet nun natürlich: Wie geht es weiter? Bleibt der Trainer? Bleiben die Spieler? In welcher Liga tri der ECP in der neuen Saison an? Dem Vernehmen nach gibt es im Verein Smmen, die einen Neustart in der Bezirksliga für die beste Lösung halten. Dies wollte Huber auf Nachfrage nicht weiter kommeneren, nur so viel: „Fakt ist, dass wir der Absteiger in die Landesliga sind und dass es einen kompleen Neustart geben wird.“

Entscheidungen fallen wohl erst nach den Wahlen

Wie dieser aussieht, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. „Wir werden jetzt Gespräche mit den Trainern und der Mannscha führen. Voraussichtlich werden die Entscheidungen aber erst nach den Abteilungswahlen Ende April fallen.“ Huber stellt zwar klar, dass er bereit ist, das Amt als Abteilungsleiter weiter auszuüben, „aber falls es doch einen Gegenkandidaten geben sollte und dieser gewählt wird, dann tri der natürlich diese Entscheidungen.“ Mit der Arbeit von Trainer Muhr war Huber übrigens „sehr zufrieden“, wie er betont. Der Coach selbst erklärt auf Nachfrage, dass er sich noch keine Gedanken über seine Zukun gemacht habe. „Aber natürlich wird es eine Rolle spielen, in welcher Liga wir spielen oder welches Personal mir zur Verfügung steht. Wir werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen“, sagt Muhr.

Dank an die freiwilligen Helfer

Auch wenn es sportlich nicht lief, hat Abteilungsleiter Huber aus den vergangenen Jahren auch Posives zu berichten: „Wir haben es zum Beispiel gescha, einen Großteil der Schulden, die wir bei meiner Übernahme vor vier Jahren haen, abzubauen.“ Zum Schluss richtet er noch einen Dank an die ehrenamtlichen Helfer im Verein: „Was sie Woche für Woche leisten, damit wir unsere Spiele austragen können, verdient große Anerkennung.“

„Geil, dabeigewesen zu sein“ – Trio des EC Pfaffenhofen schwärmt von seiner Paralympics-Premiere mit dem Naonalteam

Pfaffenhofen. (PM ECP, Christoph Enzmann Pfaffenhofener Kurier) Die deutsche Para-Eishockey-Naonalmannscha um ein Trio vom EC Pfaffenhofen hat bei den Paralympics in Mailand den sechsten Platz (von acht) erreicht. Aus sportlicher Sicht haben die Deutschen ihr gestecktes Ziel – Rang fünf – in Mailand also knapp verpasst. Dennoch waren die Spiele für das Team ein einmaliges Erlebnis.

„Es ist geil, dabeigewesen zu sein. Wir sind trotzdem stolz und sehr zufrieden“, sagt Veit Mühlhans. Der 29-Jährige trainiert mit seinen Naonalmannschas-Kollegen Hugo Rädler und Ingo Kuhli-Lauenstein seit zwei Saisons einmal wöchentlich in der Stadtwerke-Arena in Pfaffenhofen. Alle drei sind inzwischen auch Mitglied beim ECP. Stefan Koppitz, Nachwuchstrainer im Verein, leitet die Einheiten. „Darüber sind wir sehr froh, es sind top Bedingungen“, sagt Mühlhans.

Beflügelt von der einzigargen Kulisse

Mit den Paralympics stand für das ECP-Trio nun „das Highlight ihrer Karriere“ auf dem Programm, wie Mühlhans beschreibt. Was hat die Drei am meisten beeindruckt? „Definiv die einzigarge Kulisse im Stadion. „Bei unserem Gruppenspiel gegen Italien waren ungefähr 9000 Zuschauer, das kennen wir so nicht. Bei normalen Ligaspielen haben wir maximal 50“, schildert Mühlhans. „Die Fans haben auch richg mitgefiebert, sobald eine Mannscha in der Angriffszone war, ging ein Raunen durchs Publikum.“

„ Bei unserem Gruppenspiel gegen Italien waren ungefähr 9000 Zuschauer, das kennen wir so nicht.
Bei normalen Ligaspielen haben wir maximal 50“ECP-Spieler Veit Mühlhans

Hat das die Deutschen eher verunsichert oder beflügelt? „Klar war es ungewohnt, aber es hat uns auf jeden Fall gepusht“, sagt der deutsche Keeper, der sich mit seinen Teamkollegen auch über Unterstützung aus Pfaffenhofen freute. Trainer Koppitz war beim ersten Spiel gegen China im Stadion dabei, außerdem war das ECP-Maskochen „Hopfi“ stets an der Seite des Pfaffenhofener Trios. „Es hat uns im entscheidenden vierten Spiel gegen die Slowakei, in dem es um die Plätze fünf und sechs ging, dann auch Glück gebracht“, sagt Mühlhans und schmunzelt. Überdies berichtete der ECP fast täglich über die Sozialen Medien von den Paralympics.

Zwischen Deutschland und den Top-Teams liegen Welten

Aus sportlicher Sicht begann das Turnier für die Deutschen wie erwartet: Gegen China (0:12) und den späteren Goldmedaillen-Gewinner USA (0:13) setzte es zweistellige Niederlagen. „Gegen China häen wir es einstellig halten können, trotzdem war klar, dass wir gegen beide Naonen nicht den Hauch einer Chance haben. Das sind Vollprofis, die jeden Tag trainieren, aus sportlicher Sicht kommen sie von einem anderen Planeten“, beschreibt Mühlhans. Auf Augenhöhe verlief dann das abschließende Spiel gegen Italien. „Auch wenn wir 1:2 verloren haben, waren wir mit unserer Leistung zufrieden.“

Deutschland wurde somit zwar nur Vierter in Gruppe A, größere Bedeutung hae aber ohnehin das anschließende Überkreuzspiel gegen die Slowakei, Drier der Gruppe B. „Da haben wir im ersten Driel super gespielt und 2:1 geführt, dann leider den Faden verloren, uns im Schlussabschni und in der Verlängerung aber nochmal berappelt und am Ende mit 4:3 gewonnen. Danach war der Jubel sehr groß“, schildert Mühlhans. Alle vier deutschen Tore erzielte Felix Schrader. Damit war trotz der drei Auaktniederlagen das selbstgesteckte Ziel, Platz fünf, weiter möglich. Im Platzierungsspiel gegen Italien setzte es dann allerdings eine 2:5-Niederlage. „Leider war das zu wenig von uns, wir haben die Vorgaben des Trainers nicht gut umgesetzt“, hadert Mühlhans. So wurde es am Ende nur Rang sechs.

Große Wertschätzung im Sportlerdorf

Was bleibt dem ECP-Trio ansonsten von diesen Paralympics im Kopf? Mühlhans spricht von einer „großen Wertschätzung und Gasreundscha“, die das Naonalteam in Italien erfahren habe. „Wir haben von den freiwilligen Helfern in unserem Sportlerdorf in Mailand extrem viel Unterstützung erhalten, sei es beim Tragen des Gepäcks oder bei Fragen aller Art.“ Schade sei gewesen, dass nur die Eishockey-Spieler in Mailand untergebracht waren „und wir dadurch keinen Austausch mit Athleten aus anderen Sportarten haen“.

Ein Höhepunkt war für das Naonalteam der Besuch der deutschen Botscha. „Nach einer Begrüßung wurden wir für unsere Teilnahme beglückwünscht und nach einem gemeinsamen Essen haben wir dann noch sehr lange über unseren Sport gesprochen. Wir waren posiv überrascht, wie groß das Interesse der Mitarbeiter war“, sagt Mühlhans. Dabei sei auch die Frage aufgekommen, warum die sportlichen Unterschiede zwischen den Naonalteams so groß sind, worauf die Deutschen antworteten, dass der Para-Sport in anderen Ländern deutlich mehr gefördert werde. „Wir fanden es aber sehr posiv, dass heuer so ausführlich über die Veranstaltung berichtet wurde, das Spiel gegen die Slowakei wurde sogar live in der ARD übertragen“, erklärt der 29-Jährige. „Dadurch hoffen wir, dass unser Sport bekannter wird und wir mehr Spieler sowie Sponsoren dafür begeistern können.“

Auch ECP-Trainer Koppitz betont: „Wichger als die Ergebnisse waren die Erfahrungen bei den Paralympics und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Behindertensport.“

Enäuschung über Verpassen der Eröffungsfeier

Gab es auch etwas, was dem deutschen Team negav in Erinnerung ist? „Ja, dass wir nicht bei der Eröffnungsfeier in Verona dabei sein konnten. Die ist meiner Meinung nach mit das Highlight einer solchen Veranstaltung.“ Die Arena in Verona sei aber nicht barrierefrei, „und außerdem wären es über 3,5 Stunden Anfahrt gewesen, es war also unmöglich.“

Trotzdem überwiegen für die Deutschen klar die posiven Erlebnisse: „Mit der Qualifikaon haen wir unser Ziel schon erreicht. Wir waren hier und haben paralympisches Eis berührt. Alle reden immer von Medaillen, aber die legt man sich nach den Spielen in die Schublade. Was im Kopf bleibt, das sind die Erinnerungen“, fasste Bundestrainer Peter Willmann zusammen

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