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Iserlohn. (MK) Auch am Tag nach der ärgerlichen 3:2 „Last-Minute-Niederlage“ in Bremerhaven war die Enttäuschung bei Iserlohns Headcoach Jason O´Leary noch immer groß. Viel... Nach Bremerhaven ist vor Köln: Iserlohn Roosters wollen den zweiten Saisonsieg gegen die Kölner Haie

In Bremerhaven stark: Keeper Andreas Jenike – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Auch am Tag nach der ärgerlichen 3:2 „Last-Minute-Niederlage“ in Bremerhaven war die Enttäuschung bei Iserlohns Headcoach Jason O´Leary noch immer groß.

Viel Zeit das Spiel an der Nordseeküste aufzuarbeiten bleibt seinen Roosters nicht, denn schon am morgigen Dienstag steht das Westderby gegen die Kölner Haie am heimischen Seilersee auf dem Spielplan.

„Sie sind eine gute Mannschaft und sie setzen das neue System von Mike Stewart immer besser um“, hat der Kanadier den Gegner schon vor Augen. Noch nicht vergessen ist der letzte Vergleich (4:1) vor zweieinhalb Wochen in der Domstadt, als die Sauerländer das Spiel schon im ersten Drittel durch drei Gegentore binnen vier Minuten frühzeitig aus der Hand gaben. Das soll sich natürlich am Dienstagabend nicht wiederholen.

Personell zeichnet sich zumindest auf der Torwartposition eine leichte Entspannung ab. In Bremerhaven feierte Andy Jenike ein gutes Comeback und hielt sein Team lange Zeit mit guten Paraden im Spiel. Anthony Peters ist zudem wieder im Trainingsbetrieb auf dem Eis. Ein Einsatz könnte aber noch zu früh kommen. Mit Jonas Neffin hat man zudem eine talentierte Alternative in der Hinterhand. Nach seinem sensationellen Shutout am Freitag gegen München saß er auch in Bremerhaven auf der Bank. Und so zeichnet sich für das Köln-Match auf dieser Position keine Veränderung zu Sonntag ab. „Andy Jenike hat ein super Spiel gemacht. Wir haben viel Vertrauen zu beiden. Wir wollen Jonas langsam weiterbringen und haben einen Plan im Tor für Dienstag.“ Ansonsten steht hinter einem Einsatz von drei Spielern zumindest ein Fragezeichen. Man wird also möglicherweise, wie auch schon im Spiel am Sonntag, wieder etwas improvisieren müssen.

Gegner Köln konnte die letzten beiden Partien in Augsburg (5:1) und gegen Ingolstadt (2:3) nicht gewinnen und steht damit wieder mehr unter Druck. „Unser Ziel ist es, noch vor Weihnachten in die Erfolgsspur zurückfinden. In Iserlohn wollen wir an die guten Auswärtsspiele vor der Niederlage gegen Augsburg anknüpfen“, so Kölns Trainer Mike Stewart.
Die Bilanz zwischen den beiden Westrivalen ist in dieser Saison fast ausgeglichen. Am ersten DEL-Spieltag gewannen die Roosters in Köln mit 2:3 nach Verlängerung. Und am 1. Dezember siegten die Haie mit 4:1 in der Kölner LanxessArena.

Mit dem Spiel gegen die Haie befinden sich die Roosters nun voll in der stressigsten Phase der DEL Hauptrunde. Den eng gestrickten Spielplan will Jason O´Leary aber keinesfalls als Ausrede zählen lassen. „Für mich ist das nur eine Ausrede. Alle Mannschaften haben den gleichen Spielplan und dieselbe Anzahl an Spielen. Wir müssen in dieser Phase besonders gut auf unsere Gesundheit achten und regenerieren. Gegen Köln ist es wie gegen München. Wir müssen sehr konsequent spielen und unsere Chancen nutzen.“

Positiv bewertet der Iserlohner Coach die Veränderungen und Entwicklungen in der Defensive. „Ich bin ein Perfektionist. Wir spielen noch nicht so gut, wie wir es brauchen. Wir haben Schritte vorwärts gemacht, müssen aber auch einige Dinge immer wieder korrigieren. Es ist ein Prozess. Ich glaube es ist nun besser für die Torhüter und die Spieler, wenn sie es so umsetzen. Es braucht aber auch immer den Fokus von den Jungs“, gibt Jason O´Leary einen kleinen Einblick in das verbesserte Defensivverhalten seines Teams.

Ob die Suche nach einem Ersatz für den nach Ingolstadt abgewanderten Brett Findlay kurz vor dem Abschluss steht, wollte der Iserlohner Bandenchef nicht beurteilen. „Ich kümmere mich um die Spieler, die ich hier zur Verfügung habe“, so Jason O´Leary. Wie in einem „Schneeballsystem“ verbreitet sich der Name des „Noch-Schwenningers“ Jamie MacQueen in der Gerüchteküche. Allerdings gibt es keinerlei belastbare Belege für einen Wechsel des 31- jährigen Kanadiers an den Seilersee. Iserlohns Sportchef Christian Hommel hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass er auf einen schnellen Vollzug bei der Suche nach einem neuen Stürmer hofft. Noch aber gibt es keine Vollzugsmeldungen zu einem neuen Goalgetter aus der Schaltzentrale am Seilersee.

Einer der noch bis fast Mitte Januar fehlen wird, ist Tim Fleischer. Der Stürmer der Roosters hat den Sprung in den WM-Kader von U20 Bundestrainer Tobias Abstreiter geschafft und wird an der U20 WM teilnehmen. „Ich freue mich sehr und bin stolz auf ihn. Es ist kein einfacher Schritt in den Profibereich. Wir haben als Trainerstab am Anfang immer gesagt, dass er sich seine Eiszeit verdienen muss, er härter arbeiten muss und sich weniger auf Punkte und Eiszeit konzentrieren soll. Das hat er sehr gut gemacht. Er hört gut zu und ist immer sehr daran interessiert, wie er sein Spiel verbessern kann. Das hat ihm geholfen, dieses Ziel zu erreichen“, fasst Jason O´Leary die Entwicklung des 19- jährigen in den letzten Monaten zusammen.

Erstes Bully gegen die Haie ist am Dienstagabend um 19:30 Uhr. Laut Roosters Ticketshop sind aktuell (Stand Montag 16 Uhr) in fast allen Blöcken sogar noch Sitzplatzkarten erhältlich.

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