
Essen. (EM) Die Saison ist für Eishockey Oberligist ESC Moskitos Essen seit elf Tagen beendet.
Sportlich war für den Ruhrpott-Klub im Achtelfinale gegen die Tölzer Löwen nach vier Spielen in der best of Five Serie Endstation. Am 13. März folgte der nächste Paukenschlag: Trainer Danny Albrecht beendete seine Tätigkeit am Westbahnhof, obwohl sein Vertrag erst im Januar verlängert wurde.
Nun berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), dass die Moskitos finanzielle Probleme haben. Am Mittwoch hatten die Stechmücken in die Eissporthalle unter dem Motto „Sei der sechste Mann – gemeinsam für die Zukunft der Moskitos!“ geladen. Rund 1000 Interessierte waren gekommen und mussten die nächste bittere Pille verdauen. Den Moskitos e. V. plagen Altlasten aus der Zeit des vorherigen Vorstandes. Eine Steuernahzahlung im vergangenen Jahr für die Zeit von 2015 – 2020 wurde mit rund 150.000 Euro fällig. Auf die Moskitos warten noch Nachzahlungen an die Sozialversicherungsträger und an die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, sowie Mahnungskosten ans Finanzamt und die Rückzahlung von Coronahilfen. Wieviel Geld nun in der Kasse fehlt kann noch nicht exakt beziffert werden.
Durch das frühe Playoff-Aus wurde ein Einnahmeverlust pro Heimspiel von bis zu 45.000 Euro beziffert. Das wirft natürlich an den aktuellen Vorstand die Frage auf, ob und wenn ja, wieso man Einnahmen einplant, die sportlich nicht planbar sind.
An die Fans, Partner, Gönner und Sponsoren wurde appelliert sich finanziell zu engagieren. Platin-Dauerkarte und lebenslange Mitgliedschaft lauteten hier die Schlagworte in Richtung der Fans. Spenden und eine Tombola mit Ausrüstungsgegenständen sollen helfen das Loch zu stopfen.
Mit Blick auf die kommende Saison wurde kommuniziert, dass sich der Vertrag von Ralf Rinke automatisch verlängert hat.
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