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Düsseldorf. (PM) Die Gesellschafter der DEG Eishockey GmbH haben sich in einer offenen Mitteilung zur sportlichen Professionalisierung wie folgt geäußert: Liebe DEG-Familie, die DEL-Saison... Mitteilung der Gesellschafter der  DEG Eishockey GmbH  zur sportlichen Professionalisierung

Geschäftsführer Stefan Adam zwischen Peter Völkel und Stephan Hoberg (re.) – © by Eh.-Mag. (DR)

Düsseldorf. (PM) Die Gesellschafter der DEG Eishockey GmbH haben sich in einer offenen Mitteilung zur sportlichen Professionalisierung wie folgt geäußert:

Liebe DEG-Familie,

die DEL-Saison 2016/17 ist in sportlicher Hinsicht für uns alle enttäuschend verlaufen. Das muss man in aller Deutlichkeit festhalten, da gibt es nichts zu beschönigen. Nach zwei tollen Spielzeiten, die über den Erwartungen lagen, waren die Ergebnisse in dieser Saison in vielerlei Hinsicht nicht zufriedenstellend.

Umso größer ist der Dank an unsere treuen Fans und Sponsoren, die auch in dieser schwierigen Zeit in vorbildlicher Weise an der Seite der DEG Eishockey GmbH standen.

Vor Beginn der Spielzeit haben wir im Gesellschafterkreis weitreichende Änderungen im administrativen Bereich beschlossen, um den Anforderungen an ein professionelles Umfeld genügen zu können. Die Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen durch die neue Geschäftsführung ist äußerst erfreulich verlaufen. Es konnten – ungeachtet des sportlichen Saisonverlaufes – beachtliche Fortschritte in nahezu allen Bereichen erzielt werden. Hier sind wir auf sehr gutem Wege.

Die negative sportliche Entwicklung in dieser Saison hat uns hingegen auf dem falschen Fuß erwischt. Hiermit hatten wir, ehrlich gesagt, in dieser Form nicht gerechnet. Die Zuweisung von Verantwortlichkeiten in der Öffentlichkeit liegt uns fern, unerwartet schlechte Spielzeiten haben auch schon andere qualitativ starke Mannschaften und Trainer erlebt. Dennoch liegt es in unserer Verantwortung, sich mit der Situation in der gebotenen Weise auseinanderzusetzen. Wir haben daher gemeinsam mit der Geschäftsführung bereits vor einiger Zeit begonnen, die Strukturen innerhalb des sportlichen Bereichs der DEG und die möglichen Ursachen des unbefriedigenden Saisonverlaufes sorgfältig zu analysieren. Dabei haben wir uns bewusst die erforderliche Zeit genommen, Schnellschüsse halten wir nicht für sachdienlich und angemessen.

Auch wenn die Evaluierung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, so sind wir bereits zum jetzigen Zeitpunkt einhellig zu dem Ergebnis gelangt, dass nunmehr nach dem administrativen in einem zweiten Schritt auch der sportliche Bereich in seiner Professionalisierung weitreichend vorangetrieben werden soll und muss, damit der Anschluss gehalten werden kann. Hierzu sind verschiedene Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen (Scouting, Leistungsdiagnostik, Trainingssteuerung, Athletiktraining, Sommertraining, individuelle Spielerentwicklung, Mentaltraining, Sprachunterricht usw.) erforderlich, die in der Vergangenheit, teils auch mit Blick auf wirtschaftliche Fragestellungen, nicht oder noch nicht ausreichend umgesetzt wurden.

Nach endgültiger Auswertung der Handlungsalternativen werden wir jetzt schnellstmöglich Entscheidungen zur künftigen personellen und inhaltlichen sportlichen Struktur der DEG treffen.

Ungeachtet dieses Prozesses hat die vorläufige Kaderplanung für die kommende Saison bereits begonnen, da Verzögerungen auf dem Transfermarkt Nachteile haben könnten. Wir sind zuversichtlich, hier zeitnah erste Vollzugsmeldungen veröffentlichen zu können. Es wird einen weitreichenden Umbruch im Team geben. Die Mannschaft wird ein neues Gesicht erhalten. Neben einer deutlichen Verjüngung werden wir auch versuchen, die Qualität im Bereich der ausländischen KontingentSpieler gezielt anzuheben.

Wir wünschen uns eine DEG-Mannschaft, die attraktives Eishockey spielt, wir erwarten aber in jedem Fall eine Mannschaft, die kämpferisch alles gibt und die Fans mitnimmt.

Bei all den vorstehend skizzierten Aspekten bitten wir jedoch zu berücksichtigen, dass der finanzielle Rahmen der DEG limitiert ist und auch noch verschiedene juristische und wirtschaftliche Altlasten abzuarbeiten sind. Nicht jede einzelne Maßnahme, die wir uns wünschen, werden wir vermutlich auch kurzfristig umsetzen können. Aber nicht zuletzt die laufende Saison hat gezeigt, dass Herz zu einem gewissen Teil auch Geld aufwiegen kann.

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