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Rosenheim. (PM Starbulls) Starbulls Angreifer und Mannschaftskapitän Michael Baindl beendet zum Ende der laufenden Spielzeit 2020/2021 seine aktive Eishockeykarriere. Diesen Entschluss fasste der 34-jährige... Michael Baindl beendet seine aktive Eishockeykarriere

Michael Baindl – © by Eh.-Mag.

Rosenheim. (PM Starbulls) Starbulls Angreifer und Mannschaftskapitän Michael Baindl beendet zum Ende der laufenden Spielzeit 2020/2021 seine aktive Eishockeykarriere. Diesen Entschluss fasste der 34-jährige Stürmer nach reiflicher Überlegung in den vergangenen Tagen.

Der gebürtige Wolfratshausener Michael Baindl hängt mit dem Ende der Saison 2020/2021 seine Schlittschuhe an den viel zitierten Nagel und stößt damit für sich die Tür in einen neuen Lebensabschnitt auf.

Starbulls-Mannschaftskapitän und stetiger Leistungsträger

Michael Baindl, von vielen auch einfach nur „Dino“ gerufen, trug während seiner beeindruckenden Laufbahn sieben Spielzeiten das Trikot der Starbulls Rosenheim, davon drei Jahre lang als Kapitän seiner Mannschaft. In dieser Zeit absolvierte der 184cm große und 88 kg schwere Baindl bislang 312 Partien für das Team von der Mangfall. Dabei erzielte er 83 Tore und legte weitere 182 Treffer für seine Mannschaftskollegen auf.
Michael Baindl stammt aus den Nachwuchsabteilungen des ESC Geretsried sowie des EC Bad Tölz und wurde während seiner Ausbildungsjahre in der Kurstadt auch mehrfach für Nachwuchs-Nationalteams des Deutschen-Eishockey-Bundes (DEB) berufen.

Aufstieg mit der DEB U18-Nationalmannschaft in die Eliteklasse

Eines seiner Karrierehighlights war dabei sicherlich der Aufstieg aus der IIHF-Division 1 in die Top-Division bei der Eishockey U18-Weltmeisterschaft im Jahr 2004 im italienischen Asagio. Damals stand Baindl mit deutschen Eishockey-Größen wie Moritz Müller und Daniel Pietta auf dem Eis und trug einen gehörigen Teil dazu bei, dass das DEB-Team den Wiederaufstieg in die höchste U18-Division feiern konnte.

In seiner langen und erfolgreichen Laufbahn absolvierte „Dino“ auch 72 Partien in der höchsten deutschen Eishockey-Spielklasse (DEL). Dabei gelangen ihm in drei Spielzeiten für die Straubing Tigers drei Tore und ein Assist.

Bachelorstudium zum Fitness- und Athletiktrainer

Neben seiner aktiven Karriere im Starbulls-Dress absolvierte Baindl ein duales Bachelorstudium zum Fitness- und Athletiktrainer und war in diesem Bereich in den vergangenen Jahren bereits für „seine Starbulls“ tätig. Im Rahmen dessen betreute er seit dem Jahr 2019 die Starbulls-Nachwuchsteams sowie die erste Mannschaft im Bereich Athletik und Fitness und steuerte dabei viele neue und wertvolle Impulse für die grün-weißen Sportler bei.

Große Dankbarkeit bei allen Weggefährten

„Diese Entscheidung, die mir alles andere als leichtgefallen ist, habe ich in den letzten Wochen nach reiflicher Überlegung für mich getroffen. Ich blicke auf eine lange und für mich sehr erfüllende Karriere im Eishockeysport zurück. Die letzten Jahre hier in Rosenheim waren für mich persönlich wunderschön und ich bin unglaublich stolz darauf, dass ich die erste Mannschaft in den vergangenen drei Spielzeiten als Kapitän aufs Eis führen durfte. Meine Arbeit als Athletiktrainer bei den Starbulls war für mich ein perfekter Einstieg in mein weiteres Berufsleben und für diese Chance bin ich den Verantwortlichen der Starbulls sehr dankbar. Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei allen meinen Mitspielern, Trainern und Betreuern, die mich in meiner Laufbahn begleitet haben, sowie ganz speziell auch bei meinen „Lehrmeistern“ in den Nachwuchsschmieden des EC Bad Tölz und des ESC Geretsried. Auch meinen Eltern und meiner Familie gilt mein Dank. Ohne ihren Einsatz und ihre Hingabe für meinen Sport wäre ich nie Eishockeyprofi geworden und hätte damit einen großartigen Teil meines Lebens verpasst. Abschließend möchte ich mich noch ganz besonders bei allen Starbulls-Fans bedanken. Egal wie gut oder egal wie schlecht die Zeiten waren, euer Support war immer wieder großartig. Damit habt ihr mir und meinen Teamkollegen stets den Rücken gestärkt und seid wie ein Fels hinter uns gestanden“, sagt Michael „Dino“ Baindl zur Bekanntgabe seines Karriereendes.

„Das Herz am rechten Fleck“

„Wir Starbulls verlieren mit Michael Baindl nicht nur unseren Mannschaftskapitän, sondern auch einen ganz besonderen Menschen auf und neben dem Eis. „Dino“ war jederzeit ein absoluter Musterprofi und stellte sich stets in den Dienst der Mannschaft. Michael hat das Herz am rechten Fleck, ging mit offenen Ohren durch den Verein und handelte in jeder Situation immer zum Wohl seines Teams und des ganzen Vereins. Baindls Verdienste für die Starbulls können gar nicht hoch genug geschätzt werden. Er ging mit unserem Verein durch dick und dünn, feierte Erfolge aber auch sportliche Niederlagen wie z.B. den Abstieg aus der DEL2. Aber egal wie schwer die Zeiten waren, Michael ging immer als Führungsspieler voran und bewies auch abseits der Eisfläche menschliche Größe. In den letzten Jahren war „Dino“ als Athletiktrainer bei der ersten Mannschaft und im Nachwuchs tätig und war auch hierbei für uns eine große Unterstützung. Ich bedanke mich recht herzlich im Namen des gesamten Teams bei Michael Baindl für seine Verdienste bei den Starbulls und wünsche ihm persönlich und auch beruflich alles erdenklich Gute“, sagt Ingo Dieckmann, sportlicher Leiter des Starbulls Rosenheim e.V.

„Von Herzen alles Gute für die Zukunft“

„Auch ich möchte mich im Namen des gesamten Vereins bei Michael Baindl für seine aktive Zeit im Starbulls-Trikot bedanken. „Dino“ war hier in Rosenheim nicht irgendein Spieler, sondern ein Sportler und Mensch, der immer mit positivem Beispiel vorangegangen ist und stets ein Vorbild an Kampfgeist und Einsatz war. Wir alle werden Michael im grün-weißen Trikot schmerzlich vermissen, aber heute überwiegt bei uns ganz klar die Dankbarkeit. Danke lieber „Dino“ für alles, was du für unseren Verein getan hast. Wir wünschen dir von Herzen alles erdenklich Gute für deinen weiteren beruflichen und privaten Werdegang“, sagt Marcus Thaller, erster Vorstand des Starbulls Rosenheim e.V.

„Danke Starbulls, Danke Rosenheim!“

Abschließend sagt ein sichtlich gerührter Michael Baindl: „Mit der Bekanntgabe meines Karriereendes habe ich nun den Kopf frei und kann mich voll und ganz auf die noch vor uns liegenden Herausforderungen konzentrieren. Schließlich möchte ich zum Abschluss noch einmal eine Playoff-Runde spielen, die es in sich hat. In diesem Sinne freue ich mich auf ganz besondere letzte Wochen mit meinen Jungs und im Herzen auch mit unseren Fans.
Danke Starbulls, Danke Rosenheim!“

Gegen Riessersee „einfach weitermachen“!

Nur ein Spiel bestreiten die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd am Wochenende: Am Sonntag treffen die Grün-Weißen im Olympia-Eissportzentrum Garmisch-Partenkirchen auf den SC Riessersee (17 Uhr, Liveübertragung auf www.sprade.tv). Für den Gegner geht es um wichtige Punkte im Hinblick auf die Sicherung des Heimvorteils im Playoff-Achtelfinale – für die Starbulls darum, das Vertrauen in die eigenen Stärken zu stärken, die Inhalte einer intensiven Trainingswoche unter Wettkampfbedingungen umzusetzen und das gute Gefühl eines Auswärtssieges zu bekommen.

Wegen der ausgefallenen Spiele in Deggendorf (neuer Termin 14. März) und in Peiting (diese Partie wird aller Voraussicht nach nicht mehr stattfinden) erlebten die Starbulls Rosenheim eine intensive Trainingswoche. Dass die Grün-Weißen als Tabellendritter in die Playoffs gehen werden steht fest. In den drei noch ausstehenden Spielen – das „Hauptrundenfinale“ bestreiten die Starbulls am 16. März zuhause gegen Weiden – fordert Cheftrainer John Sicinski, dass sich sein Team auf die eigenen Stärken besinnt: „Die Situation ist natürlich komisch. Wir müssen uns jetzt einfach auf unser Eishockeyspiel konzentrieren, uns verbessern, einfach weitermachen. Wir haben gut und intensiv trainiert und wir wollen uns am Sonntag gegen Riessersee mit einem Auswärtssieg schon einmal Selbstvertrauen für die Playoffs holen“.

Für den Gegner geht es im Gegensatz zu den Starbulls um wichtige Punkte. Der SC Riessersee balgt sich bei identischem Punktequotienten mit dem Höchstadter SC (beide 1,69 Zähler je Partie) um den vierten Tabellenrang, der den Heimvorteil im Playoff-Achtelfinale bedeuten würde. Der Deggendorfer SC lauert mit einem fast identischen Ausbeutewert (Punkteschnitt 1,68) hauchdünn hinter dem Duo, scheint mit der jüngst kommunizierten, zumindest temporären Suspendierung von insgesamt sieben Spieler aber nun plötzlich extrem gehandicapt zu sein.

In den beiden bisherigen Saisonvergleichen mit dem SC Riessersee behielten die Starbulls zweimal die Oberhand. Zuhause gelang am 1. Advent in einer spektakulären Begegnung ein 6:5-Erfolg im „Shout out“, auswärts gewannen die Grün-Weißen am zweiten Weihnachtsfeiertag mit 5:3, wobei der Sieg nach 5:0-Führung zur zweiten Drittelpause im Schlussabschnitt fast noch einmal in Gefahr geraten wäre.

John Sicinski kann am Sonntag auf das gleiche Personal zurückgreifen wie beim letzten Pflichtspielauftritt der Starbulls am Freitag der Vorwoche gegen Passau, den sein Team ungefährdet mit 7:2 für sich entschied. Allerdings wird statt Jonas Stettmer in Garmisch-Partenkirchen wieder Andreas Mechel das Rosenheimer Tor hüten. Mit im Rosenheimer Spieltags-Kader wird außerdem Nachwuchsstürmer Quirin Spies sein.

Michael Baindl und Florian Krumpe stehen wie erwartet nach ihren Verletzungen noch nicht zur Verfügung: „Beide sind auf einem guten Weg, ob es für einen Einsatz in den letzten beiden Hauptrundenspielen noch reicht weiß ich nicht, aber ich gehe davon aus, dass zum Playoff-Start beide Spieler wieder mit dabei sein“, so John Sicinski.

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Nord oder Süd? Welche Division ist sportlich in der DEL die Stärkere?

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