Lauterbach. (PM Luchse) Die Lauterbacher Luchse stehen im Play-Off-Halbfinale unter Druck.
In den ersten beiden Partien mussten sich die Vogelsberger dem amtierenden Meister FASS Berlin jeweils knapp geschlagen geben – und doch haben die Auftritte vom Wochenende gezeigt: Diese Serie ist noch lange nicht entschieden.
Mit lediglich 13 Feldspielern und zwei Torhütern reiste das Team von Trainer Dieter Reiss nach Berlin. Verletzungs- und berufsbedingt stark dezimiert, stellten sich die Luchse defensiv kompakt auf – und machten dem Favoriten das Leben schwer. Offensiv setzte man gezielt Nadelstiche, doch immer wieder war am stark aufgelegten Berliner Schlussmann Eric Steffen Endstation. Auf der anderen Seite stand Benjamin Dirksen seinem Gegenüber in nichts nach und zeigte über das gesamte Wochenende hinweg zahlreiche starke Paraden. In der 24. Minute brachte Thielsch die Berliner in Führung. Noch im selben Drittel gelang Lehtonen der Ausgleich. Im Schlussabschnitt drehten die Luchse die Partie sogar – Demitrio traf zur Führung für die Vogelsberger. Doch diese hielt nur drei Minuten, ehe erneut Thielsch ausglich. In der Verlängerung war es schließlich wieder Thielsch, der mit seinem dritten Treffer des Abends den Siegpunkt setzte und die erste, denkbar knappe Niederlage für die Luchse besiegelte.
Das Rückspiel am Sonntag zeigte ein anderes Gesicht der Luchse. Reiss konnte wieder auf mehr Spieler zurückgreifen, unter anderem auf die Kranz-Brüder – und das machte sich bemerkbar. Lauterbach agierte deutlich offensiver und setzte die Berliner von Beginn an unter Druck. Dennoch gingen die Gäste bereits in der zweiten Spielminute durch Henry Haase mit 0:1 in Führung. Die Luchse ließen sich davon nicht beirren und erspielten sich im weiteren Verlauf zahlreiche Chancen. Doch auch an diesem Abend schien der Berliner Goalie kaum zu überwinden. Erst in der 39. Minute erlöste Mika Junker die Fans und traf zum verdienten 1:1-Ausgleich. Im Schlussabschnitt arbeiteten sich die Hausherren weiterhin Chance um Chance heraus – doch die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie. Stattdessen nutzte FASS-Spieler Balzer in der 46. Minute eine Gelegenheit zur erneuten Führung. Kurz vor Ende setzte Trainer Reiss alles auf eine Karte und nahm Torhüter Dirksen zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Der Mut wurde nicht belohnt – Tom Fiedler traf ins leere Tor zum 1:3-Endstand.
Nach zwei Niederlagen stehen die Lauterbacher nun mit dem Rücken zur Wand. Am Freitag, den 06.03., um 19 Uhr geht es im Erika-Heß-Eisstadion in Berlin um alles. Ein Sieg ist Pflicht, sonst droht das vorzeitige Saisonende. Doch eines hat das Wochenende klar gezeigt, mit dieser Einstellung, dieser Hingabe, diesem Kampfgeist und diesem starken Mannschaftszusammenhalt brauchen sich die Luchse vor dem Meister nicht zu verstecken.
Sollte es gelingen, die Serie noch einmal zurück in den Luchsbau zu holen, würde ein mögliches Heimspiel am 08.03. um 18 Uhr in der Eissportarena Lauterbach stattfinden.
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