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Frankfurt (StA) Den Löwen Frankfurt reichte am 3. Advent ein gutes Drittel, um mit 6:2 gegen die Kassel Huskies zu gewinnen. Die Nordhessen fanden...
Frankfurts Christian Wichert trifft gegen die Huskies - © by Eishockey-Magazin (JS)

Frankfurts Christian Wichert trifft gegen die Huskies – © by Eishockey-Magazin (JS)

Frankfurt (StA) Den Löwen Frankfurt reichte am 3. Advent ein gutes Drittel, um mit 6:2 gegen die Kassel Huskies zu gewinnen. Die Nordhessen fanden während der gesamten 60 Minuten kaum zu ihrem Spiel. Tim Kehler lobte nach dem Spiel die Stimmung der Fans, die seiner Mannschaft den Einstieg in die Partie erleichtert hatte.  

Die Hauptrunde in der Oberliga-West endete heute mit dem Hessenderby zwischen dem Ersten, die Löwen Frankfurt, und dem Zweiten, die Kassel Huskies. Mit über 6.000 Zuschauern bildete sich ein perfektes Bild. Wegen Verletzungen mussten die Löwen auf Schaub und Mayr verzichten. Marc Schaub verletzte sich im Training, wird aber nächste Woche wieder zur Verfügung stehen. Ex DEL-Profi Cespiva vermutete vor dem Match ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gäste hatten vor kurzem den Trainer gewechselt, wodurch sich seiner Meinung nach die Spielweise der Huskies ändern würde, denn Jürgen Rumrich lässt die Checks gerne zu Ende fahren. Dieses hätten die Kasseler in ihrem  Heimspiel nicht getan.

Frankfurt legte dann los wie die Feuerwehr und überrannte die Gäste. Doyle musste bereits nach 81 Sekunden auf die Strafbank wegen Hakens. Das Powerplay nutzten die Hausherren nach gerade einmal 9 Sekunden. Cespiva setzte einen Schlagschuss von der blauen Linie, durch Freund und Feind hindurch, zur frühen Führung der Frankfurter in das Gehäuse. Die Frankfurter blieben auch in der Folge dran und so dauerte es nur bis zur 6. Minute ehe die Männer vom Main erneut jubeln durften. Martens eroberte den Puck im Drittel der Huskies und ging allein auf Ackers zu. Er legte dann uneigennützig quer auf Schmid, der keine Probleme hatte den Puck am Goalie vorbei zu schieben. Allmählich gewöhnten sich die Huskies an das hohe Tempo in diesem Spiel, so dass Braeden Johnson, im 1. Powerplay für die Gäste, sein ganzes Können aufbieten musste. Eigentlich war er schon geschlagen, doch schaffte es irgendwie den Puck mit der Fanghand kurz vor der Linie aufzuhalten. Ein Strahl von Vas leutete die letzten zwei Minuten im 1. Drittel ein, doch Ackers reagierte sicher. Kurz darauf hatte Jarvis noch mit einem Handgelenksschuss an den Pfosten Pech und so stand es nach 20 Minuten nur 2:0 für die Löwen.

Das zweite Drittel begann besser für die Gäste, doch wirklich gefährlich wurden sie nicht. Dafür schlugen die Löwen eiskalt zu. Mueller zog an, passte hinterm Tor zurück in den Slot und fand dort Wichert, der zum 3:0 traf. Die Huskies gaben sich aber nicht geschlagen. Kurz nach einer Strafzeit gegen Vas gelang Engel der Anschlusstreffer für die Nordhessen. Johnson konnte den Puck, nach einem Schuss von Doyle, mit dem Schoner nur nach vorne abprallen lassen und Engel hatte keine Probleme ins leere Tor zu treffen. Knapp zwei Minuten später stellten jedoch die Frankfurter den alten Abstand wieder her. Liesegang ging einfach durch die Abwehr, sah den freistehenden Breitkreuz und dieser schob locker ein. Wie effektiv die Löwen in diesem Drittel agierten zeigte ein Blick auf die Torschuss-Statistik, denn die fiel mit 4:13 relativ deutlich für die Huskies aus.

Frankfurter Siegesjubel nach dem Derbysieg gegen Kassel - © by Eishockey-Magazin (JS)

Frankfurter Siegesjubel nach dem Derbysieg gegen Kassel – © by Eishockey-Magazin (JS)

Dass die Nordhessen weiterhin an sich glaubten, zeigte der Beginn des letzten Drittels. Snetsinger  dribbelte durch mehrere Löwen hindurch und ließ auch Johnson keine Chance. Die Kasseler waren nun wieder dran, doch ihnen fehlte an diesem Abend die Tiefe im Kader. Abgesehen von Klinge, Doyle und dem eben erwähnten Snetsinger fielen die anderen Spieler deutlich ab. Häufiger liefen gerade diese drei Spieler ins Abseits, weil sie gedanklich ihren Mitspielern ein, zwei Schritte voraus waren. So hatten die Löwen leichtes Spiel und die Gäste konnten sich bei Boris Ackers bedanken, dass es am Ende nur 6:2 für die Löwen ausging. Zweimal Wittfoth und einmal Mueller scheiterten dabei aus bester Position an dem Goalie. Lanny Gare war der Torschütze der beiden restlichen Tore für die Löwen erzielte.

Zum Abschluss gab Tim Kehler noch einen Ausblick auf die kommenden Wochen. Heute feiert seine Mannschaft noch den ersten Platz, aber ab morgen müssen sie sich auf die nächsten Spiele vorbereiten, denn es geht für alle Teams bei null los. Möglicherweise werden sie noch einen Torwart und einen Feldspieler verpflichten. Dazu stehen sie im Kontakt mit mehreren Spielern, allerdings müssen diese ihnen sofort weiterhelfen und es gibt keine Möglichkeit sie zu testen. Angesprochen auf den Grund der möglichen Verpflichtungen erklärte er, dass es eine lange Zeit von Januar bis April ist und wenn sich ein Spieler verletzt müsse er reagieren können. Sein Ziel in der Endrunde ist der erste Platz, weil sie dadurch die bestmögliche Ausgangssituation für die anschließende Verzahnung mit der Oberliga-Ost und Nord haben. Der Titel des Oberliga-West-Meisters ist ihm dabei nicht so wichtig, denn sein großes Ziel ist der Aufstieg in die DEL2.

Starten wird die Endrunde am Freitag für die Löwen mit einem Heimspiel gegen die Füchse aus Duisburg. Die Huskies beginnen mit einem Heimspiel gegen die Hammer Eisbären, spielen aber bereits am Dienstag daheim im Hessencup gegen den EC Bad Nauheim.

Fotostrecke zum Spiel

 

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 6:2 (2:0, 2:1, 2:1)

Tore:

1:0 (01:30) David Cespiva (Pascal Schoofs, Clarke Breitkreuz) PP1

2:0 (05:45) Patrick Schmid (Norman Martens, Landon Gare) EQ

3:0 (24:08) Christian Wichert (Richard Mueller, Manuel Neumann) EQ

3:1 (25:02) Alexander Engel (Kyle Doyle, Branislav Pohanka) PP1

4:1 (27:12) Clarke Breitkreuz (Nils Liesegang; Marton Vas) EQ

4:2 (41:19) Brad Snetsinger  (Semen Glusanok) EQ

5:2 (47:27) Landon Gare (Pascal Schoofs, Nils Liesegang) EQ

6:2 (56:55) Lanny Gare (James Jarvis, Christian Wichert) EQ
Strafen: Frankfurt 10 – Kassel 8

Schiedsrichter:  Hurtik; Marrone, Paracki

Zuschauer: 6339

 

Löwen Frankfurt: Johnson (Linda); Jarvis – Vas, Schoofs – Cespiva, Neumann – Kreuzmann, Ansink, Opree; Stanley – Liesegang – Breitkreuz, Martens – Gare – Schmid, Wittfoth – Wichert – Mueller, Gradl

Kassel Huskies: Ackers (Kristian); Engel, Gulda, Valenti, Stein, Glusanok, Heinrich; Klinge, Christ, Kostryrev, Wycisk, Pohanka, Schwab, Snetsinger, Billich, Doyle, Haaf

 Stimmen nach dem Spiel


 

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