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Lindau: Erfahrener Goalie erhält einen vierwöchigen Try-Out-Vertrag

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Philip Lehr - © Sportfoto-Sale (DR)
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Philip Lehr – © Sportfoto-Sale (DR)

Lindau. (EVL) Für die EV Lindau Islanders geht es nach dem verlorenen Heimspiel gegen den SC Riessersee und nur einem Tag Pause direkt weiter.

Am Freitag (09. Dezember / 19:30 Uhr) gastieren die Lindauer erstmals in dieser Saison beim EC Peiting. Auf der Goalie-Position hat sich bei den Lindauern auch etwas getan. So bekommt der erfahrene und bis dato vertragslose Philip Lehr, bei den Islanders vorerst einen vierwöchigen Try-Out Vertrag. Mit Goalie Dominik Hattler gab zudem ein Lindauer Urgestein sein Comeback im Oberligateam und sichert somit die aktuellen Torhütersorgen der Lindauer ab. Das Spiel kann natürlich, wie gewohnt, auch bei Sprade verfolgt werden.

Um vorerst durch die Verletzungen von Matthias Nemec, Leon Doubrawa und Timo Polzer auf der Torhüterposition wieder abgesichert zu sein, statten die EV Lindau Islanders den erfahrenen und bis dato vertragslosen Philip Lehr mit einem vierwöchigen Try-Out-Vertrag aus. Dies bedeutet, dass sich Lehr in den nächsten vier Wochen bei den Islanders beweisen und kann man zum Ende des Try-Outs entscheidet ob es für beide Parteien weitergeht oder man den Vertrag auslaufen lässt. Der 29 Jahre alte Philipp Lehr ist Berlin geboren und macht dort bei den heimischen Jungeisbären seine ersten Schritte im Eishockey. Mit seinen 146 Partien in Deutschlands dritthöchster Liga für die verschiedensten Vereine, verfügt Lehr auch über die Erfahrung von 35 Partien in der DEL2 und 5 Partien in der DEL. Philip Lehr wird am Freitag in Peiting auch erstmals im Kader der Lindauer stehen.

Aufmerksamen Fans und Zuschauern wird beim vergangenen Heimspiel am Mittwoch gegen den SC Riessersee aufgefallen sein, dass Dominik Hattler als Goalie im Kader der Lindauer stand. Der waschechte Lindauer, der alle Jugendmannschaften der Islanders durchlief und vor allem lange Zeit Teil der ersten Mannschaft war, hängte im Sommer seine „Oberligakarriere“ eigentlich an den Nagel. In der aktuell angespannten Goalie-Situation der Inselstädter war es anfangs der Woche, nach einem Gespräch zwischen Hattler und den Verantwortlichen keine Frage für den Goalie, „seinem Verein“ in dieser Notlage auszuhelfen. Die Lösung mit Dominik Hattler ist zudem für die Islanders sehr wichtig, da es sein kann, dass wie vergangene Woche Dieter Geidl kurzfristig nach Kaufbeuren berufen wird.

Beim nächsten Auswärtsgegner der EV Lindau Islanders gab es im Sommer einen großen Umbruch. Unüblich für die Oberbayern verpflichtete man in diesem Sommer neun neue Spieler. Das ist in Peiting deshalb etwas ungewöhnliches, da man diese Anzahl an neuen Spielern üblicherweise in zwei oder drei Spielzeiten verpflichtet und meist auf Kontinuität setzt. Dies hing aber auch mit einigen namhaften Abgängen und Karriereenden wie z.B. der von Ty Morris zusammen. Der Umbruch ist den Oberbayern aber bisher gut gelungen, man steht mit aktuell Platz 7 gesichert im Mittelfeld der Tabelle.

Im ersten Aufeinandertreffen in der Lindauer Eissportarena Ende Oktober, konnten die Lindauer den ECP zwar mit 8:1 besiegen, aber dieses deutliche Ergebnis, täuschte ein wenig über den eigentlichen Spielverlauf hinweg. Denn den Islanders gelang mit fast jedem Torschabschluss an diesem Abend ein Treffer und den Oberbayern, trotz mehr Schüssen im gesamten Spiel, fast gar nichts.

Genau deshalb wird es auch gegen den ECP wieder darum gehen, aus einer gesicherten Defensive heraus in der Offensive die sich bietenden Möglichkeiten direkt zu nutzen. Die Peitinger selbst wissen nämlich auch ganz genau, wo das gegnerische Tor steht. Dies mussten auch schon die Topklubs aus Garmisch, sowie zweimal Deggendorf und auch die Tölzer Löwen, zuletzt am Dienstag, schmerzlich erfahren. Die Lindauer sind daher gewarnt und wollen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dagegenhalten.

Die Duelle mit dem EC Peiting waren in den vergangenen Spielzeiten, bis auf wenige Ausnahmen, stets enge Spiele mit knappen Ergebnissen. Ein solches Spiel ist auch für den Freitagabend wieder zu erwarten, wenn sicher wieder einige Privatfahrer und auch der Fanclub, die Bodensee Fighters, auf den Weg nach Peiting machen, um das Team lautstark zu unterstützen.

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