Köln. (MR) Nach der deutlichen 5:1 Niederlage der Haie am Freitag in Mannheim sollte heute natürlich wieder ein Sieg her. Auf der anderen Seite hatten die Eisbären etwas dagegen, benötigen sie doch jeden Punkt, um im Fernduell mit den Pinguins aus Bremerhaven den sechsten Tabellenplatz zu festigen.
Vor dem Spiel wurde Kölns Verteidiger-Eigengewächs Jan Luca Sennhenn für 300 DEL-Spiele geehrt. Dann ging es los vor erneut ausverkaufter Halle, davon per Sonderzug ca. 800 Fans der Gäste. Die Eisbären legten druckvoll los, auch wenn sich zunächst weniger im Kölner Drittel abspielte. Früh konnten die Haie Powerplay üben, doch Berlin verteidigte stark, dass es schließlich nur zu einem einzigen guten Torschuss kam. Die Haie mit gutem Forecheck, so blieb Hördler an Russell hängen, und hinten stand Juvonen stabil. Mit 6 Mann versuchten sich die Haie und wurden prompt erwischt. Aber auch sie verteidigten die Unterzahl gut. In der Schlussphase passierte es dann doch: eng wurde vor Juvonen um das Tor gearbeitet, Vikingstad legte auf Eder, dessen Schläger einen Moment nicht blockiert war zum 0:1 (19.). Und wenig später versuchte auch die Ronning-Reihe, dieses Gewühl um das Tor zu produzieren, doch diesmal konnten die Haie Verteidiger den Puck aus der Gefahrenzone schießen.
Der zweite Durchgang brachte vor allem viel Laufarbeit. Und wieder hatten die Gäste etwas die Nase vorn. Niemand gab die Scheiben verloren, doch die Eisbären gewannen mehr Zweikämpfe und gefühlt auch mehr wichtige Bullys. Die Haie kamen über weite Strecken nicht gut aus der eigenen Zone, kaum kontrolliert ins Angriffsdrittel, und die Eisbären zwangen sie immer wieder zu Fehlern. Doch wer auch immer sich versuchte, weder Noebels, Ronning oder Jonas Müller auf Seiten der Eisbären, noch Storm, Kammerer, Tyrväinen oder MacLeod auf der anderen Seite – es sollte kein Tor fallen. So blieb es bei dem minimalen Vorsprung für die Bundeshauptstädter auch zur zweiten Pause.
Stettmer „mauert“ sein Tor zu
Im Schlussabschnitt erhöhten die Domstädter den Druck, auch wenn zwischendurch Ronning und Kirk ihre Möglichkeiten hatten. Auch die Kombination Ronning und Tiffels scheiterte. Spätestens ab dem Powerbreak drückten die Haie, hatten einige sehr gute Phasen, in denen sie sich erstmals in diesem Spiel wirklich lange und immer wieder im Angriff festsetzen konnten. Doch die Schüsse kamen letztlich nicht durch, auch als die Hausherren den Goalie für den 6. Feldspieler gezogen hatten. Somit schließen die „Rekord-Haie“ dieses Wochenende punktlos ab, es war die zweite Partie dieser Saison, in denen den Haien kein einziges Tor gelang – im Vergleich dazu hatten sie in 30 Partien mindestens 4 Tore geschossen! Am Ende des Tages konnte Eisbären Goalie Jonas Stettmer einen verdienten Shutout feiern.
Für Berlin hat sich in der Tabelle und im Kampf um den 6. Tabellenplatz nichts geändert, da auch Verfolger Bremerhaven heute einen „Dreier“ bei den Iserlohn Roosters eingefahren hat. Jetzt stehen noch zwei komplette Spieltage vor den Playoffs an, in denen es für alle Mannschaften heißt, sich auch mental bestmöglich für die anstehenden Ausscheidungsspiele zu präsentieren. Beide Trainer lobten, dass man sich mannschaftlich an den Spielplan gehalten hatte und vor allem die Goalies bestens aufgelegt waren.
Es spielten:
KEC – 30 Janne Juvonen – 7 Oliwer Kaski, 57 Brady Austin – 63 Patrick Russell, 89 Gregor MacLeod, 10 Tanner Kero; 13 Valtteri Kemiläinen, 47 Veli-Matti Vittasmäki – 78 Dominik Bokk, 15 Louis-Marc Aubry, 19 Frederik Storm; 91 Moritz Müller, 17 Jan Luca Sennhenn – 46 Kevin Niedenz, 21 Juhani Tyrväinen, 9 Maximilian Kammerer; 22 Maximilian Glötzl – 5 Robin van Calster, 77 Ryan MacInnis, 62 Parker Tuomie
EBB – 1 Jonas Stettmer – 6 Kai Wissmann, 18 Jonas Müller – 9 Ty Ronning, 93 Leo Pföderl, 95 Frederik Tiffels; 12 Eric Mik, 56 Markus Niemeläinen – 94 Liam Kirk, 17 Jean-Sébastien Dea, 92 Marcel Noebels; 4 Adam Smith, 83 Moritz Kretzschmar – 43 Andreas Eder, 37 Markus Vikingstad, 38 Yannick Veilleux; 74 Les Lancaster, 21 Manuel Wiederer, 77 Eric Hördler
Die Tore erzielten:
0:1 (18:34) Eder (Vikingstad, Veilleux)
Schiedsrichter: 20 Andris Ansons, 17 Kilian Hinterdobler (85 Kai Jürgens, 86 Tom Giesen)
Strafen: KEC – 2 Min.; EBB – 4 Min.
Zuschauer: 18.600
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