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Lebenszeichen aus dem Tabellenkeller: Iserlohn Roosters schlagen „Frankfurter Küken“ mit 4:0 – Klubchef Brück äußert sich zu den weiteren Planungen

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Andreas Jenike im Iserlohner Tor - © Sportfoto-Sale (JB)
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Andreas Jenike im Iserlohner Tor – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Nur 22 Tage nach dem 5:2 Sieg der Iserlohn Roosters gegen die Löwen Frankfurt trafen beide Teams erneut am Iserlohner Seilersee aufeinander.

Klar war, dass eines der beiden Teams seine Negativserie beenden wird. Die Löwen hatten sechs Pleiten im Rucksack und Iserlohns sogar sieben Niederlagen zuletzt am Stück produziert.
Vor 4967 Zuschauern in der ausverkauften Eissporthalle gelang den Roosters ein am Ende verdienter 4:0 Sieg.
Löwen-Headcoach Tiilikainen sprach nach dem Spiel davon, dass auf dem Eis Hähne gegen Küken gespielt hätten.

Guter Start der Roosters, Frankfurt im Powerplay glücklos, Jenike mit Shutout

Im Anfangsdrittel legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Iserlohns Brustlöser war der Führungstreffer (4.) durch Broda, der das so oft beschworene Scheibenglück hatte. Gormleys Schuss prallte von Brodas Schlittschuh ins Tor zum 1:0. Die Referees nahmen den Videobeweis zur Hilfe und sahen keine Kickbewegung, der Treffer wurde somit korrekt erzielt. Iserlohns blieb das wachere Team. Shinkaruk (10.) verzog aber genau so wie Frankfurts Kunyk (12.) auf der anderen Seite. Besser machte es Schiemenz, der Seboks Schuss vor dem Tor zum 2:0 Pausenstand abfälschte.
Frankfurt kam zum zweiten Drittel deutlich engagierter aus der Kabine. McNeill (22.), Lajunen und Bokk (24.) im Powerplay oder beispielsweise Brace (32.) scheiterten aber alle am starken Jenike im Iserlohner Tor. Die Gastgeber überstanden drei Überzahlsituationen der Löwen in diesem Drittel schadlos und schlugen dann in der 36. Minute erneut zu. Jentzsch reagierte bei einem Abpraller von Frankfurts Goalie Cüpper am schnellsten und netzte zum 3:0 ein.

Gerade einmal 94 Sekunden waren im letzten Abschnitt gespielt, als die Sauerländer erneut jubeln konnten. Nach Gormleys Schuss reagierte dieses Mal LeBlanc blitzschnell, als auch er einen Abpraller einnetzen konnte. Kunyk (44.) hätte in Unterzahl verkürzen können, aber Jenike verhinderte den Anschlusstreffer. Apropos Unterzahl: Die Löwen kassierten im Schlussdrittel drei Strafen, woraus die Roosters aber kein Kapital mehr schlagen konnten. Ziegler (55.) verpasste es unter anderem das Ergebnis höher zu schrauben. Am Ende blieb es beim verdienten 4:0 Sieg und dem Ende der Iserlohner Negativserie.

Ein Sonderlob verdienten sich an diesem Abend einmal mehr die Iserlohner Anhänger, die ihr Team lautstark und fast ununterbrochen von der ersten Sekunde an unterstützten.

Frankfurts Polster schmilzt, nach Neujahr geht es direkt weiter

In der Tabelle schmilzt Frankfurts Polster nach sieben Pleiten am Stück auf nur noch zwei Punkte zu den Verfolgern Augsburg, Düsseldorf und Nürnberg. Iserlohn bleibt weiter mit elf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer Letzter. Ob der dritte Sieg im dritten Spiel gegen die Hessen den Roosters Auftrieb zu weiteren Erfolgserlebnissen geben kann, bleibt abzuwarten.

Im neuen Jahr starten beide Teams direkt weiter durch. Die Iserlohner treten am 2. Januar zum Derby bei den Kölner Haien an, Frankfurt empfängt einen Tag später die Grizzlys Wolfsburg.

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Iserlohns Klubchef Wolfgang Brück äußert sich zu den weiteren Planungen

Wolfgang Brück – © Sportfoto-Sale (MK)

Im Vorfeld der Partie gegen die Löwen Frankfurt äußerte sich Iserlohns Klubchef Wolfgang Brück bei MagentaSport zur aktuellen Situation bei den Roosters. Hier die interessantesten Passagen:

„Es hapert am Toreschießen. Entscheidend ist, dass die Mannschaft nicht den Glauben an sich verliert. Natürlich bedarf es einer sehr sehr positiven Entwicklung in diesem Moment. Wir haben auch nur noch zwanzig Spiele. Aber man sagt ja immer so schön ´Abgerechnet wird am Schluss´. Es ist meine und auch die Aufgabe des ganzen Vereins positiv zu bleiben. Die Spieler geben Gas, das kann man ihnen nicht absprechen. Sie bemühen sich, sie spielen strukturiertes Eishockey, aber es kommen eben die Ergebnisse nicht dabei raus.“ Und weiter: „Nach dem Trainerwechsel, finde ich, spielen wir strukturiertes Eishockey. Natürlich ist jeder einzelne Spieler zu hinterfragen, ob er die Leistung bringt, wie er eingeschätzt worden ist. Ich will es mir nicht immer so einfach machen und sagen, dass der Spieler schuld ist. Es gibt viele Gründe. Es wäre jetzt sehr leicht für mich auf die Spieler einzuhauen. Ich finde aber auch, als Chef einer solchen Truppe ist es nicht korrekt einfach draufzuhauen.“

Zur noch letzten offenen Importlizenz sagte Brück: „Wir sondieren den Markt. Natürlich würde es sich anbieten, wenn wir vorne im Sturm noch etwas machen würden. Wir beobachten den Markt, aber er ist eben gerade über den Jahreswechsel sehr trocken. Es ist nicht einfach da zu reagieren.“

Zu den weiteren Planungen: „Es ist ja immer die Frage wie wir uns strukturieren. Gerade auch bei der Thematik der vakanten Stelle des sportlichen Leiters. Wir haben vor einigen Tagen darüber informiert, dass Axel Müffeler diese Aufgaben in Verbindung mit Doug Shedden übernimmt. Da werden auch Gespräche über den zukünftigen und den aktuellen Kader geführt. Auf der anderen Seite mache ich das jetzt seit 1994, bin Gründungsmitglied Nummer drei, als wir das mit sieben Freunden gegründet haben. Wir sind in 29 Jahren nicht einmal Letzter geworden. Es ist deswegen nicht alles in der Vergangenheit richtig gemacht worden, aber es ist auch jetzt nicht alles falsch gemacht worden, wenn es uns jetzt im dreißigsten Jahr als Letzter mal erwischen sollte. Auf der anderen Seite ist es jetzt nicht meine Rolle in der Öffentlichkeit große Szenarien für die DEL2 aufzuzeigen. Unter Hinweis auf die früheren 29 Jahre sind wir sicherlich in der Lage unsere Schlüsse zu ziehen und auch wieder vorausschauend zu planen.“ Und ergänzend: „Wir planen alles, wir sind vorbereitet, aber wir müssen nicht alles kommunizieren.“


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