Weißwasser. (MR) Im zweiten Saisonspiel der Traditionsvereine gegeneinander konnten die Füchse zwar zwei Male einen Rückstand ausgleichen, doch Punkte holten sie nicht beim 4:5.
Nach 730 km Anreise aus dem Rheinland in die Lausitz kassierte die Düsseldorfer EG bereits in der ersten Minute eine Strafe. Und das sollte eigentlich schon ein Hinweis auf den Spielverlauf zeigen: es wurde ein ziemlich hitziges Match! Die Hausherren konnten derwil aus der Überzahl nichts Zählbares kreieren. Es ging zügig hin und her – hatte die Verkündung, dass ein neuer Trainer kommt, den Düsseldorfern Beine gemacht? Es waren noch keine 10 Minuten gespielt, da füllten sich bereits auf beiden Seiten die Strafbänke, und natürlich waren es die „üblichen Verdächtigen“, die hier vorangingen: Clarke Breitkreuz auf der einen und Michael Clarke auf der anderen Seite zogen gar die Handschuhe aus und durften darüber 5 Minuten nachdenken. Eishockey wurde aber neben diesen Querelen und weiteren harten Checks auch gespielt, und in der 13. Spielminute stopfte Leon Niederberger den Querpass ins Tor. Das war der Startschuss für insgesamt 9 Tore. Ganze zwei Minuten später gab Lucas Lessio die Vorlage für einen 1 auf 0 Konter der Lausitzer, und Alexis D’Aoust überwand DEG Keeper Niklas Lunemann zum 1:1 Ausgleich. Und erneut zwei Minuten später konnte Kevin Marx-Norén, der wieder als Verteidiger eingesetzt war, die Scheibe in der eigenen Zone aus dem Bandenzweikampf gewinnen und den Kollegen auf die Reise schicken. Das Ergebnis war das 1:2 durch Luca Tosto (18.).
Auch der zweite Durchgang blieb hart und umkämpft. Vor nahezu ausverkaufter Eisarena wanderte immer mal wieder ein Spieler auf das Sünderbänkchen, doch die Goalies in letzter Instanz sagten „Nein“. Der Torerfolg ließ bis zur 37. Spielminute auf sich warten, als sich Eric Hjorth unbemerkt und ungehindert über links ins Drittel geschlichen hatte und Lunemann über die Fanghand überwinden konnte. Die heimischen Fans intonierten derweil „nie mehr erste Liga, nie mehr“ auch mit Blick auf die letzten Spielergebnisse der DEG. Doch der Gleichstand überstand das Drittel nicht, denn ein vermeintlicher Catch von Füchse Goalie Anthony Morrone war doch hinter dem Strich gelandet (Niederberger, 40.). So wurden die Seiten erneut mit einem Tor Unterschied gewechselt.
Auch der letzte Abschnitt bot Spannung pur
Den dritten Durchgang starteten die Füchse druckvoll, fanden aber keinen Weg vorbei an Lunemann. Auf der anderen Seite schubste Simon Thiel das Spielgerät um den Goalie herum zum 2:4 (44.). Die Lausitzer, die in dieser Woche ihren 93. Geburtstag gefeiert hatten, verloren offenbar ein wenig die Konzentration hier im Spiel, und hatten Mühe zum nächsten Torerfolg zu finden. Allerdings stand im DEG-Kasten ja mit Lunemann auch jemand, der den Namen „Torhüter“ verdient und den Job entsprechend erledigt, und die Abpraller wurden weggeräumt. So auch in der 48. Minute, als Lunemann den ersten Schuss fing, die Scheibe aber wohl wieder frei war und nachgestochert wurde. Der Treffer wurde John Broda erst nach Studium der Videobilder gutgeschrieben. Doch noch immer lag Weißwasser mit einem Tor hinten. Und im Powerplay stellte Düsseldorfs Yushiroh Hirano wieder auf zwei Tore (50.), ehe Broda mit schönem Move drei Minuten später wieder auf ein Tor Abstand stellte (4:5, 53.). Die Rheinländer versuchten jetzt, die Füchse vom eigenen Tor fernzuhalten, fuhren selbst aber eigentlich keine Angriffe mehr. Drei Minuten vor der finalen Sirene nahm Christof Kreutzer seine Auszeit, aber noch nicht den Goalie vom Eis. Als Doppeltorschütze Broda vom hohen Stock im Gesicht getroffen wurde und die DEG dafür – natürlich – bestraft wurde (59.), fuhr auch Morrone vom Eis, doch auch mit 6 gegen 4 Feldspieler schafften es die Lausitzer Füchse nicht mehr, noch einmal den Ausgleich zu erzielen. So stoppte die Düsseldorfer EG ihre Negativserie von 5 Niederlagen in Folge pünktlich zum Ausscheiden ihres Headcoaches Rich Chernomaz.
Es spielten:
LFX – 31 Anthony Morrone – 27 Eric Hjorth, 95 Markus Freis – 71 Clarke Breitkreuz, 25 Lennard Nieleck, 23 Lane Scheidl; 5 Nils Elten, 7 Kyle Havlena – 34 Alexander Dosch, 11 Charlie Jahnke, 24 John Broda; 19 Tim Sezemsky, 42 Tim Heyter – 17 Alexis D’Aoust, 67 Tom Knobloch, 10 Georgiy Saakyan; 86 Nikita Knaus – 13 Hannu Tripcke, 26 Christopher Theodore, 14 Louis Anders
DEG – 27 Niklas Lunemann – 21 Emil Quaas, 63 Max Faber – 78 Kevin Orendorz, 71 Ture Linden, 91 Yushiro Hirano; 6 Kevin Maginot, 14 Kevin Marx-Norén – 17 Leon Niederberger, 9 Lucas Lessio, 32 Joel Hofmann; 8 Kristian Blumenschein, 5 Nick Geitner – 96 Simon Thiel, 18 Michael Clarke, 11 Luca Tosto; 51 Daniel Assavolyuk
Die Tore erzielten:
0:1 (12:58) Niederberger (Linden)
1:1 (14:56) D’Aoust (Saakyan)
1:2 (17:51) Tosto (Thiel, Clarke)
2:2 (36:34) Hjorth (Nieleck, Breitkreuz)
2:3 (39:38) Niederberger (Orendorz)
2:4 (43:10) Thiel (Clarke, Tosto)
3:4 (47:18) Scheidl (D’Aoust, Nieleck)
3:5 (49:13) Hirano (Blumenschein, Linden) PP1
4:5 (52:11) Broda (Jahnke, Sezemsky)
Schiedsrichter: Sirko Hunnius, Bastian Steingross (Kenneth Englisch, Marcus Höfer)
Strafen: LFX – 11 Min.; DEG – 15 Min.
Zuschauer: 2758
DEL2: Lausitzer Füchse – Düsseldorfer EG (19.12.2025)
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