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Köln, (HHK) Tom Thornbury, der in den 1980er Jahren zweimal mit den Haien Deutscher Meister wurde und nun als einer der vielen Teilnehmer am...

Ex-Haieverteidiger Tom Thurnbury führte das Eröffnungsbully aus – © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Köln, (HHK) Tom Thornbury, der in den 1980er Jahren zweimal mit den Haien Deutscher Meister wurde und nun als einer der vielen Teilnehmer am Jubiläumsspiel der Haie in Köln weilt, erwies sich als schlechter Prophet. „2:1 für die Haie“ tippte er in der Drittelpause über das Hallenmikrophon. Sicher kannte der Kandier nicht die erstaunliche Bilanz der Grizzly Adams Wolfsburg, die sechs der letzten acht Begegnungen in der Lanxess-Arena gewonnen hatten und heute beim 4:2-Erfolg einen weiteren „Dreier“ hinzufügten.

Für die Haie war dies die dritte Niederlage hintereinander nach dem 4:6 am Mittwoch in Nürnberg und dem 1:2 am Freitag gegen Straubing. Keine Frage: die erste Krise dieser Saison ist da und es ist wohl ganz gut, dass nun einen kurze Pause wegen des Deutschland-Cups ansteht.

Die Gäste traten ohne  den Kanadier Nicolas Dimitriakos an, was Trainer Pavel Groß auf Befragen in der Pressekonferenz nicht näher erläutern mochte: „Stimmet, er hat gefehlt, aber das müssen sie selbst interpretieren.“ Dafür setzte sich der Neuzugang Justin Mercier schon nach wenigen Sekunden gut in Szene, scheiterte aber an Youri Ziffzer, der erneut den verletzten Danny aus dem Birken vertrat. Danach dominierten aber weitgehend die Haie, die aber wie gegen die Straubing Tigers aus ihrer Überlegenheit kein Kapital schlagen konnten. Alles in allem: es war ein eher lahmes erstes Drittel, die Haie konnten nie an die Brillanz vergangener Heimspiele erinnern.

Zu Beginn des zweiten Drittels sorgten dann die Gäste für einen ersten Paukenschlag: Alexander Polaczek schoss von der blauen Linie ein. Bei einem gleich danach folgenden Powerplay übten die Haie Dauerdruck auf das Wolfsburger Tor aus, kamen auch zu einem Treffer, der aber wegen einer vorangegangenen Abseitsstellung nicht gegeben werden konnte. Regulär war dagegen das 0:2 von Kai Hospelt, der aus größerer Distanz dem Kölner Goalie Youri Ziffzer durch die Schienen schoss.

Das Kölner Publikum haderte mit den Unparteiischen, als auch ein Tor von Charlie Stephens nicht anerkannt wurde. Aber auch hier lagen die Herren Aumüller und Krawinkel richtig, denn mindestens ein Kölner Spieler befand sich bei Stephens‘ Schuss im Torraum. Diese Aktion war die letzte Erfolg versprechende im zweiten Drittel, auch während einiger Wolfsburger Strafzeiten lief das Spiel der Haie nicht überzeugend.

Kapitän John Tripp sorgte in der 44. Minute für neue Hoffnung im Haie-Lager, als er von der blauen Linie traf. Die Hoffnung währte 34 Sekunden, dann stellte Christoph Höhenleitner den 2-Tore-Abstand wieder her. Spannend wurde es danach erst wieder ab der 57. Minute. Es gab zunächst eine Strafzeit gegen den Wolfsburger Benedikt Kohl und prompt ersetzte Haie-Coach Uwe Krupp seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspier. Die Maßnahme hatte Erfolg: John Tripp fälschte einen Schuss von Daniel Tjärnquist zum 2:3 ein. Noch waren fast drei Minuten zu spielen, und es boten sich jetzt gute Chancen zum Ausgleich für die Haie. Ziffzer wurde ein weiteres Mal aus dem Tor geholt, doch diesmal ging der Schuss im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los. Einen fatalen Querpass an der Mittellinie von Nathan Robinson fing Gregory Moore ab und der Schuss des Wolfsburgers fand den Weg zum entscheidenden 2:4 ins leere Kölner Tor.

Erleichterung und Freude bei Dainar Dshunussow und Christoph Höhenleitner (rechts) nach dem Sieg – © by ISPFD (sportfotocenter.de)

Trotz der drei Niederlagen in dieser Folge bleiben die Haie klarer Tabellenführer, weil auch die Konkurrenten schwächelten. So sorgte die Bekanntgaben der Mannheimer Niederlage gegen Hannover doch noch für Jubel in der Lanxess-Arena.

 

 

Trainerstimmen:

Pavel Groß: Ich bin glücklich und erleichtert. Gegen Ingolstadt haben wir ein gutes Drittel gespielt, gegen Berlin waren es zwei und heute haben wir 60 Minuten lang gut gespielt. Vor allem in den letzten Minuten hat unser Torwart hervorragend gehalten. Wir haben gekämpft und Zweikämpfe gewinnen. Darauf kommt es in dieser Liga an, hier gewinnt man nicht nur mit Talent.

Uwe Krupp: Ich stimme Pavel zu. Wir haben viel geschossen, aber wir uns tun uns im Augenblick schwer, aus den Chancen Tore zu machen. Die gegnerischen Mannschaften nehmen uns sehr ernst! Nach dem Break werden wir  neu anfangen!

Kölner Haie – Grizzly Adams Wolfsburg  2:4 (0:0/0:2/2:2/)

Tore: 1:0 (21:19) Aleksander Polaczek (Patrick Pohl, Gregory Moore); 0:2 (25:40) Kai Hospelt (Sean Blanchard, Norman Milley);  1:2 (43:42) John Tripp (Rok Ticar, Charles Stephens); 1:3 (44:16) Christoph Höhenleitner (Vincenz Mayer, Sebastian Furchner); 2:4 (57:07) John Tripp (Daniel Tjernqvist, Andreas Falk) 5:4 ÜZ;  2:4 (58:34) Gregory Moore (Kai Hospelt, Aleksander Polaczek) empty net

Strafen: Köln 6 – Straubing 16

Torschüsse: Köln  37 – Straubing 32

Schiedsrichter: Aumüller, Krawinkel

Zuschauer: 11.284

 

Aufstellungen:

Köln: Ziffzer – Tjärnqvist, Holmqvist; Kranjc, Müller; Krupp, Ankert; Lüdemann – Falk, Robinson, Minard; Schütz, Gogulla, Weiß; Stephens, Ticar, Tripp; Breitkreuz, Claaßen, Riefers

Straubing: ‚Dshunussov – Brocklehurst, Kohl; Wurm, Bina; Schopper, Blanchard; Keller – Mercier, Hospelt, Milley; Polaczek, Pohl, Moore; Furchner, Mayer, Höhenleitner; Grygiel

Three Stars:

*** Moore

**  Tripp

*   Schopper

 

Fotostrecke zum Spiel

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