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Krefelder EVSaale Bulls Halle

Krefelder EV’81 kann sich nicht belohnen und zieht gegen Halle den Kürzeren

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Patrick Klein klärt gegen Erik Golombek – © Sportfoto-Sale (DR)
Patrick Klein klärt gegen Erik Golombek – © Sportfoto-Sale (DR)
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Patrick Klein klärt gegen Erik Golombek – © Sportfoto-Sale (DR)
Patrick Klein klärt gegen Erik Golombek – © Sportfoto-Sale (DR)

Krefeld. (MR) Für den Krefelder EV’81 stand ein weiteres Spiel „David gegen Goliath“ an: der MEC Saale Bulls Halle gastierte zum zweiten Mal in dieser Saison in der Rheinlandhalle. Halle begann erst spät mit dem Spiel und drehte einen 0:3 Rückstand, um 5:3 zu gewinnen.

Im Startabschnitt kamen die Hausherren aggressiv und entschlossen nach vorne. In seinem letzten Spiel „hinter Gitter“ zimmerte Luca Hauf, der heute eigentlich für die Profis der Pinguine hatte auflaufen sollen, deren Spiel aber abgesagt wurde, bereits in der ersten Minute die Scheibe aufs gegnerische Gehäuse. Es ging schnell hin und her mit mehr Spielanteilen für Krefeld. Auf der anderen Seite ungewohnte Scheibenverluste des Favoriten oder Querpässe vor dem Tor, die beim Krefelder Verteidiger landeten. Spät im Drittel gab es die erste Strafe, lange war der Arm des Schiedsrichters oben. Als die Strafe dann ausgesprochen war, musste Gästegoalie Urbisch einmal weit seitlich aus seinem Kasten, konnte dort die Scheibe aber nicht festhalten. Kolle sagte artig danke, zog um das Tor und den Puck um den Pfosten ins noch immer leere Tor zum umjubelten 1:0 für den Underdog. Auch im zweiten Abschnitt blieb es bei dem Druck der Niederrheiner, der erste locker vorgetragene Angriff traf gleich ins Schwarze, als noch nicht eine Minute gespielt war. Die erste Strafe konnten die Hausherren gut verteidigen und hatten hinten mit Patrick Klein einen sicheren Rückhalt. Die Bulls kassierten zwei Strafen kurz nacheinander, und in doppelter Überzahl traf Kolle zur 3:0 Führung.

Auszeit legt den Schalter um

Gästetrainer Foster nahm daraufhin seine Auszeit. Und fast konnte man es von seinen Lippen ablesen, er muss etwas gesagt haben wie „Jungs, es wird Zeit, dass ihr jetzt mal ernst macht“, vielleicht war es auch ein „wenn ihr jetzt nicht mit Eishockey anfangt, könnt Ihr zu Fuß und ohne Abendessen nach Hause laufen“… Zwar konnten die Gastgeber in der verbleibenden Überzahlzeit noch zwei Schüsse aufs Tor bringen, doch dann übernahmen die Hallenser. Selbst bei ihrer nächsten Strafzeit konnten sie lange Zeit das Spielgerät in den eigenen Reihen halten. Und auf einmal beherrschten sie auch das Passspiel, Krefeld wurde teilweise im Verteidigungsdrittel eingeschnürt. Und dann klappte es für die Gäste plötzlich auch mit dem Toreschießen. Erst konnte Hildebrand aus kurzer Distanz die Scheibe über den Schoner heben, dann überwand Niemelä nach Bauerntrick Goalie Klein zum Pausenstand von nur noch 3:2. Krefeld nahm ein Powerplay mit in den Schlussabschnitt, konnte dies jedoch nicht nutzen. Anschließend drückten die Gäste stark aufs Gaspedal, immer wieder schnell und gefährlich tauchte Vihavainen im Angriffsdrittel auf. Focks versuchte einen Konter, Hauf schickte Mahkovec auf den Weg, doch mehr Chancen hatten die Gäste, und in Überzahl traf Schmid zur Drittelmitte zum 3:3 Ausgleich. Für die Bullen kam es noch besser, denn Krefeld kassierte gleich darauf die nächste Strafe, die aber keine Veränderung brachte. Es dauerte, bis die Gastgeber aus dem Drittel und wieder auf die andere Seite kamen. Als Fomins Schuss von der Linie gekratzt war, der Rebound dann aber doch den Weg in die Maschen gefunden hatte, standen nur noch vier Minuten auf der Uhr. Krefeld versuchte alles, Esch und Maierhofer hatten noch einen Trefer auf der Kelle. Halle setzte aber den Gegner unter Druck, dass Klein seinen Platz nicht räumen konnte für den 6. Feldspieler. Und erneut mit Nachstochern setzte Vihavainen in der letzten Minute den 3:5 Schlusspunkt unter diese muntere Partie, bei der der KEV durchaus einen Punkt verdient gehabt hätte.

Es spielten:
KEV
– Patrick Klein – Leon Schuster, Lars Ehrich, Daniel Herzog, Tom Schmitz, Erik Grein, Tobias Esch, Michael Schaaf – Jan Theuerkauf, Giovanni Schönfeld, Marcel Mahkovec, Niclas Focks, Jan Wrede, Frlorian Maierhofer, Ty Kolle, Manuel Nix, Luca Hauf, Joshua Gärtner
MEC – Jakub Urbisch – Maurice Becker, Finn Walkowiak, Erik Hoffmann, Philipp Halbauer, Erik Gollenbeck, Dennis Schütt – Niklas Hildebrand, Joonas Niemela, Jannik Striepeke, Patrick Schmid, Tatu Vihavainen, Michael Fomin, Sergej Stas, Lukas Valasek, Tim May

Die Tore erzielten:

1:0 (18:31) Kolle (Mahkovec, Hauf) PP1
2:0 (20:24) Mahkovec (Maierhofer, Hauf)
3:0 (26:29) Kolle (Ehrich, Mahkovec) PP2
3:1 (36:00) Hildebrand (Stas, Schmid)
3:2 (36:23) Niemelä (Vihavainen, Halbauer)
3:3 (49:39) Schmid (Vihavainen, Schütt) PP1
3:4 (56:09) Striepeke (Fomin, May)
3:5 (59:04) Vihavainen (Niemelä, Valasek)

Schiedsrichter:
Hendrik Pernt, Marvin Schrörs – Robert Licau, Konstantin Marks

Strafen: KEV – 6 Min; MEC – 10 Min.

Zuschauer: 60

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