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Krefeld. (EM) Die neue sportliche Führung der Krefeld Pinguine um Sportdirektor Roger Nicholas und dessen Assistenten Sergey Saveljev dreht offenbar, wie man immer so... Krefeld Pinguine wollen sich trotz „Rentenvertrag“ offenbar von ihrer Identifikationsfigur Daniel Pietta trennen

Muss Daniel Pietta das KEV-Trikot ausziehen? – © Sportfoto-Sale (DR)

Krefeld. (EM) Die neue sportliche Führung der Krefeld Pinguine um Sportdirektor Roger Nicholas und dessen Assistenten Sergey Saveljev dreht offenbar, wie man immer so schön sagt, jeden Stein um.

Das betrifft folgerichtig auch den Kader der Pinguine. Aktuell stehen 15 Spieler für die Saison 20/21 in der Seidenstadt unter Vertrag. Einer von ihnen ist Daniel Pietta. Der 33- jährige Angreifer ist seit Jahren das Gesicht der Krefeld Pinguine. Seit 2003 ist der gebürtige Krefelder in der DEL für seinen Jugendverein aktiv. Er gilt auf und neben dem Eis als tadelloser Sportsmann. Mit 49 Scorerpunkten (18 Tore, 33 Assist) unterstrich er auch in der vergangenen Saison seine Klasse.

Doch nun hat die neue sportliche Führung offenbar kein Interesse mehr an einer Zusammenarbeit mit dem 157- fachen Nationalspieler, der in Krefeld noch über einen langfristigen Vertrag bis 2025 verfügt. Die Krefelder Lokalmeiden (WZ und RP) berichten übereinstimmend über die angedachte Trennung. Sportliche Gründe dürften aufgrund der in den letzten Jahren gezeigten Leistungen Piettas nicht der ausschlaggebende Grund sein.

Es war im Jahr 2015, also in der Ära des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Schulz und dessen sportlichen Berater Rüdiger Noack, als die Pinguine einen „Rentenvertrag“ über zehn Jahre mit Pietta abschließen konnten.

Daniel Pietta sagte damals: „Die Pinguine sind das Team meines Herzens. Ich habe immer für Krefeld gespielt und möchte hier auch meine Karriere beenden. Ich habe großes Vertrauen in die Verantwortlichen, dass sie nicht nur den Fortbestand des Teams in der DEL sicherstellen, sondern auch für gute Mannschaften sorgen, mit denen ich etwas erreichen kann.“

Der klare sportliche Aufschwung blieb in den vergangenen Jahren bei den Pinguinen aus. Dennoch bekannte sich Pietta immer wieder trotz lukrativer Offerten einiger Top Klubs (u.a. soll München im vergangenen Jahr nach dem Karriereende von Michael Wolf stark interessiert gewesen sein) zu seinem Klub, seiner Stadt und nicht zuletzt auch zu seinem gültigen Vertrag. Im Frühjahr 2018 wagte er nach den verpassten Playoffs in Krefeld einen Abstecher in die schwedische „Allsvenskan“ zu Leksands IF (8 Spiele, 8 Scorerpunkte), um Erfahrungen zu sammeln, aber auch um sich für die anstehende WM zu empfehlen.

Welche Offerten sich für Pietta in den kommenden Tagen und Wochen ergeben bleibt abzuwarten. Die Corona Krise sorgt zumindest auf dem deutschen Transfermarkt aktuell für große Zurückhaltung. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass die Pinguine am Ende auf einem Teilbetrag des Gehalts sitzen bleiben.

Die sportliche und menschliche Lücke, die Daniel Pietta hinterlassen würde, gilt es obendrein erst einmal zu schließen. Auf dem Eis, in der Kabine, aber auch als Identifikationsfigur bei den Anhängern.

Der aktuelle Kader der Pinguine 20/21

Tor: Marvin Cüpper (Eisbären Berlin), Oskar Östlund (SWE, bis 2022)
Abwehr: Torsten Ankert, Tom-Eric Bappert
Angriff: Grant Besse (USA), Laurin Braun, Kai Hospelt, Philipp Kuhnekath (bis 2022), Adam Kiedewicz (POL/GER), Darren Mieszkowski, Niklas Postel, Edwin Schitz, Martin Schymainski, Vinny Saponari (USA/GER bis 2022), Daniel Pietta (bis 2025)

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