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Krefeld. (PM Pinguine) In den vergangenen Tagen gab es wieder einmal einigen Wirbel rund um die Krefeld Pinguine. Der DEL-Klub aus der Seidenstadt wendet... Krefeld Pinguine. „Wirtschaftliche Situation ist unter Kontrolle!“

V. l.: Sergey Saveljev, Stefano Ansaldi, Thum – © KEV Pinguine Media/PR

Krefeld. (PM Pinguine) In den vergangenen Tagen gab es wieder einmal einigen Wirbel rund um die Krefeld Pinguine. Der DEL-Klub aus der Seidenstadt wendet sich mit aktuellen Informationen aus der Pinguine-Schaltzentrale an die Öffentlichkeit und nimmt we folgt Stellung:

Zum nun feststehenden Saisonstart:

Die Krefeld Pinguine sind selbstverständlich sehr glücklich darüber, dass nach den harten, anstrengenden und langen Verhandlungen mit der PENNY DEL, den anderen Mannschaften sowie der Politik eine Lösung gefunden wurde, die einen Spielbetrieb mit allen 14 Mannschaften möglich macht. Wir sind zufrieden mit dem Konzept, insbesondere der Einteilung in Staffeln nach regionalem Bezug, und bedanken uns bei allen Beteiligten für zweifelsohne nicht einfache Gespräche. Jetzt gilt, die verbleibenden Spiele des MagentaSport Cup zu nutzen, um dann für den Ligastart ideal gewappnet zu sein.

Zur wirtschaftlichen Situation:

Da sich die Spieler aufgrund der noch laufenden Vorbereitung auf die Saison einer noch reduzierten Belastung ausgesetzt sehen, sind sie zu einem gewissen Prozentsatz noch in der Kurzarbeit. Sobald die reguläre Belastung wieder bei 100 Prozent ist, ändert sich diese Situation auch natürlich wieder. Hierzu stehen wir mit der Agentur für Arbeit im sehr engen Austausch.
Entgegen diverser Mutmaßungen der vergangenen Tage ist die wirtschaftliche Situation der Krefeld Pinguine unter Kontrolle. Die Kalkulation zur durch die Liga angeordneten Nachlizenzierung zum verschobenen Saisonstart wurde in enger Zusammenarbeit mit unserem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, der uns seit über 22 Jahren in dieser Funktion begleitet, aufgestellt. Aufgrund der Erkenntnisse an anderen Standorten forderte die Liga auf, eine noch vorsichtigere Kalkulation zu Grunde zu legen, einschließlich eines weiteren Gehaltsverzichts seitens der Spieler – so wie dies bei nahezu allen anderen Clubs der DEL der Fall ist.

Zwischenzeitlich wurde das seitens der Liga vermutete Finanzloch durch unsere Hauptgesellschafterin, die Save’s AG, selbst in der Kürze der Zeit durch eine Finanzierungsvereinbarung in Gänze für die Zukunft geschlossen, bis weitere notwendige Gespräche mit den Spielern geführt worden sind.

Sergey Saveljev und sein Team durchleben eine schwierige Situation, in der sie einige Baustellen der Vergangenheit aufzuarbeiten haben. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen, aber ich weiß, dass hier keine Überstunden gezählt werden und jeder mit Herzblut bei der Aufgabe ist, um Ruhe in den Verein zu bringen und eine sehr gute Grundlage zu schaffen, um erfolgreiches Eishockey zu ermöglichen. Das ist es, was Fans, Spieler, Mitarbeiter, Sponsoren und Gesellschafter verbindet.“, so Stefano Ansaldi, CEO der Save’s AG.

Während, aufgrund ausbleibender Zuschauereinnahmen, die Einnahmen natürlich während der Saison niedriger kalkuliert werden müssen, sieht die Bilanz aufgrund intensiver Bemühungen und neuer Kooperationspartner (u.a. durch die kürzlich publizierten neuen Partnerschaften im Kompensationsbereich mit Unternehmen wie Kigili oder Premier Inn) im Gegenzug auch deutlich sinkende Ausgaben vor. Unter dem Strich geht es in den kommenden Monaten darum weiterhin rational zu haushalten, um gemäß wirtschaftlicher Vernunft den Standort in dieser Corona-bedingten Ausnahmesituation zu sichern. Dabei stehen uns unsere Partner und Sponsoren stets vorbildlich zur Seite und unterstützen uns nicht nur finanziell, sondern sind auch mit Rat und Tat bei uns.

Auf Sponsorenseite sind Auslösungen von Zahlungen zu einem großen Teil – verständlicherweise – zeitlich mit dem Start der DEL-Saison gekoppelt, denn hier ist der größte Werbewert zu erzielen. Derzeit wurden demnach erst rund 1/5 der Sponsorengelder aufgrund dieser Thematik ausgezahlt – und das nach weit mehr als der Hälfte des Geschäftsjahres.

Ein Grund für die frühzeitige Zusage zur Teilnahme am MagentaSport Cup war in diesem Zusammenhang, dass sich große Partner bereit erklärt haben, Zahlungen früher zu aktivieren, wenn die Krefeld Pinguine spannende Leistungen im Vorhinein der DEL-Saison bereits anbieten können. Für diese tolle Kooperationsbereitschaft und die immer sehr gute und offene Kommunikation untereinander möchten wir uns recht herzlich bei den betreffenden Partnern bedanken. Wir schauen mit großem Optimismus auf die weiteren fünf Monate des Geschäftsjahres, das im deutschen Eishockey am 30.04.2020 endet.

Auch für den Fall einer Absage der Saison wären die Krefeld Pinguine vorbereitet gewesen. Stefano Ansaldi äußert hierzu: „Wir haben volles Vertrauen in die Arbeit des neuen Geschäftsführers Sergey Saveljev und die der Geschäftsstelle. Auch wenn die seit Anfang des Jahres anhaltende Situation eine glasklare finanzielle Kalkulation schwierig macht und wir uns mit Unwägbarkeiten konfrontiert sehen, sind wir davon überzeugt, dass sich die Organisation auf einem sehr guten Weg im angestoßenen Veränderungsprozess befindet. Für den Fall einer Saisonabsage hätten wir das unternehmerische Risiko getragen, denn wir sehen den Invest in den Standort als goldrichtig an.“

Zum Protest der Spieler am Dienstag sagt er: „Die Spielergehälter werden zum 15. eines jeden Monats für den Vormonat fällig. Dieser fiel in diesem Monat auf einen Sonntag. Es war vereinbart, dass wir mit dem eintreffenden Geld bezüglich der angemeldeten Kurzarbeit des Vormonats die neuen Gehälter begleichen. Dass diese Zahlung wenige Tage verspätet bei uns einging, führte unsererseits zu einer um wenige Tage verspäteten Auszahlung an die Spieler. Wir unterwerfen uns klar dem Prinzip der Leistung und Gegenleistung, wissen um unsere Verpflichtung. Die Aktion der Spieler haben wir zur Kenntnis genommen, auch wenn wir nicht glücklich darüber sind. Maßnahmen werden wir daraus ableiten. Wir sind uns sicher, dass eine solche Situation zukünftig durch verbesserte Kommunikation zwischen allen Parteien zum Wohle des Clubs vermieden wird.“

Zu den Zuschauerplätzen im Stadion:

Derzeit können die Krefeld Pinguine aufgrund der Dekrete der Politik auf absehbare Zeit nur eine Saison ohne Zuschauer im Stadion planen. Geschäftsführer Sergey Saveljev beschreibt diesen Umstand so: „Das ist ein großer Wermutstropfen, aber wir bleiben weiterhin mit der Liga und der Politik in Gesprächen, um unseren Wunsch wieder Eishockey vor unseren Fans spielen zu können, zu äußern – selbstredend nur, wenn es die Pandemie zulässt und unsere Zuschauer nicht gefährdet werden.“

Je früher Zuschauer wieder in die Halle dürfen desto besser ist die Stimmung und als positiver Nebeneffekt verbessert sich folglich auch unsere Einnahmensituation.
Seitens der Krefeld Pinguine besteht kein Zweifel daran, dass es ohne die „gelbe Wand“ und das enthusiastische Publikum ein merkwürdiger und nicht dauerhaft wünschenswerter Saisonstart werden wird. In der nächsten Woche wird auch mit den treuen Dauerkartenbesitzern nach der gestrigen Entscheidung der Liga postalisch und per E-Mail das Gespräch gesucht werden und diese in die weitere Planung mit einbezogen.

Die Krefeld Pinguine freuen sich auf den gemeinsamen Saisonstart und bis dahin weitere erfolgreiche Spiele im MagentaSport Cup!

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