
Krefeld. (MK) In der kommenden Woche startet Eishockey Zweitligist Krefeld Pinguine mit einem öffentlichen Training am Montag und dem damit verbundenen Beginn des Eistrainings so richtig durch.
Am heutigen Donnerstag gaben die sportlich Verantwortlichen und einige Spieler im Rahmen einer Pressekonferenz einen ersten Ausblick auf die kommenden Wochen.
Sportdirektor Peter Draisaitl zegte sich zufrieden, dass er im Gegensatz zum vergangenen Jahr nicht über 18 neue Spieler sprechen müsse. Vielmehr haben man in diesem Sommer die Möglichkeit gehabt punktuell im Lineup zu gucken, wo man noch optimieren kann.
Der neue Headcoach Thomas Popiesch attestierte den Jungs, die vor Ort den Sommer verbracht haben, ein super Sommertraining. Das sei er in den letzten Jahren so nicht gewohnt gewesen, weil in Bremerhaven einfach kaum Spieler vor Ort gewesen seien.
Popiesch hat Vorsaison noch einmal genau unter die Lupe genommen
„Ich habe mir viele Spiele aus der letzten Saison noch einmal angesehen. So wollte ich die Krefelder Saison, dazu mit vielen Gesprächen auswerten. Es gab viele Ups and Downs. Man hat viele gute Spiele gemacht, aber auch Punkte unnötig liegengelassen. Wir wollen von Anfang an unser bestes Eishockey spielen. Zunächst wollen wir viel am Teamgefüge und Leadership arbeiten. Ab nächster Woche wollen wir die Basis für erfolgreiches Eishockey schaffen“, so Popiesch.
Der Kanadier Max Newton, Neuzugang von Dukla Michalovce in der Slowakei, beschreibt sich wie folgt: „Ich sehe mich als Zwei-Wege-Spieler und versuche auf der ganzen Eisfläche Energie zu versprühen.“
Torwarttalent Matthias Bittner (20): „Natürlich ist es nicht leicht, wenn man einen Felix Bick vor sich hat. Ich bin noch jung, habe viel im Sommer gearbeitet. Auch an der mentalen Stärke. Das ist auch wichtig, wenn man mal reingeworfen wird. Ich werde versuchen noch mehr Einsätze zu bekommen, als in der letzten Saison.“
Co-Trainer Herbert Hohenberger möchte die Pinguine verlassen
Ein wenig in Bedrängnis kam Sportdirektor Peter Draisaitl auf die Nachfrage, ob es richtig sei, dass der bisherige Co-Trainer Herbert Hohenberger den Klub verlassen will.
„Es ist keine angenehme Situation. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es das, was wir jetzt nicht gebrauchen können. Standpunkt jetzt und heute: Wir haben den Wunsch von Herbert Hohenberger vernommen und uns jetzt eine Woche damit beschäftigt. Es gibt kaum eine Möglichkeit diesem Wunsch entgegenzukommen. Herbert Hohenberger wird bis auf Weiteres unser Co-Trainer bleiben.“
Headcoach Thomas Popiesch erklärte auf Nachfrage, dass er trotz des späten Saisonendes mit Bremerhaven immer in die Planungen der Vorbereitungen involviert gewesen sei.

Kritik an der U21-Regel
Wenig erfreut zeigte sich Popiesch über die U-Regel: „Generell sind ja in diesem Jahr auch schon Verbesserungen vorgenommen worden. Zwischen DEL/DEL2 und U23/U24 Regel, da war eigentlich eine schlechte Schnittstelle. Es ging um Spiele und dergleichen. Damals, als die Regel eingeführt wurde, um junge deutsche Spieler zu fördern, war ich zu 100% ein Befürworter. Aber jetzt nach vielen Jahren muss man einfach Verbesserungen vornehmen. Der größte Irrtum ist für mich, wenn wir über U21 Spieler reden. Wir haben drei Spieler, die mit einem Fördervertrag ausgestattet sind, haben aber trotzdem in der DNL Spieler, die vielleicht auch mal bloß ein oder zwei Spiele oben spielen können. Wenn ich dann von der DEL2 die Aussage bekomme, dass die dann nicht mehr unter die U21 Regel fallen, dann fällt mir dazu nichts mehr ein. Dann heißt es der muss einen Fördervertrag bekommen.“ Seine Idee: „Man könnte ihm, wenn es möglich ist und um ihn über die Berufsgenossenschaft auch abzusichern, einen Zeitvertrag geben. Damit wäre ich ja ´fein´. Aber es kann nicht sein, dass so ein Spieler dann einen Zweijahresvertrag als Fördervertrag kriegen muss, der viel Geld kostet. Wir wollen die jungen Spieler fördern und blockieren die Spieler dann damit. Man muss da einfach mal Klartext reden. Die Leute müssen das Für und Wider besprechen und müssen dann neue Lösungen finden.“
Fortsetzung der Kooperation mit der DEG noch nicht sicher
Noch nicht sicher ist, ob die Krefeld Pinguine mit der Düsseldorfer EG aus der Penny DEL weiter kooperieren können. Gespräche sollen noch stattfinden.
Alle Spieler fit für das Eistraining
Unklar war bis zuletzt, ob alle Spieler, die aus der vergangenen Saison mit mehr oder weniger schweren Verletzungen gegangen sind, auch zum Vorbereitungsstart wieder fit sind. „Alle Spieler werden in die Vorbereitung gehen“, so Thomas Popiesch. Er räumte allerdings ein, dass man bei dem einen oder anderen Spieler mit der Belastung eventuell noch etwas aufpassen müsse. Auch Stürmer Jon Matsumoto habe ihm signalisiert, dass er fit sei.
Es kann also losgehen in Krefeld.


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