Iserlohn. (MK) Am 50. DEL-Spieltag haben die Iserlohn Roosters gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven klar mit 0:5 verloren.
Durch die Neiderlage sind auch alle Rechenspiele bezüglich einer Playoff-Teilnahme vom Tisch gewischt.
Am Ende des Tages war das Endergebnis deutlicher als der Spielverlauf. Zwei Treffer waren Empty-Net-Goals. Die größere Abgeklärtheit, Effizienz und ein bockstarker Gudlevskis im Tor der Seestädter machten an diesem Nachmittag den Unterschied.
Armin Busch verabschiedet

Vor dem Spiel wurde mit Armin Busch ein jahrzehntelang tätiger Ehrenamtler verabschiedet. (wir berichteten) Und wie es sich für einen echten Sauerländer Eishockeyfan gehört verabschiedete sich Armin Busch nach dem überreichten Blumenstrauß und Ehrentrikot mit angestimmter LaOla und dem ausgeführten Eröffnungsbully
Beide Teams personell fast unverändert
Personell gingen die Pinguins unverändert zum Freitag ins Spiel. Bei den Roosters rotierte Jenike für Hane ins Tor.
Eingespieltes Bremerhavener Powerplay bringt den Führungstreffer
In der ausverkauften Eissporthalle am Seilersee fanden beide Teams schnell ins Spiel. Iserlohns Napravnik hatte die erste hochkarätige Chance (5.) im Spiel. Geiger (12.) und Törnqvist bei einem Konter (13.) hatten die nächsten Chancen für die Hausherren. Die Gäste aus der Seestadt hielten zunächst gut dagegen ohne klare Torchancen zu kreieren. Der Stockschlag von Bremerhavens Eminger wurde in der 13. Minute mit zwei Strafminuten geahndet. Ugbekile, Boland und Törnqvist hatten im Powerplay die besten Roosters-Chancen, scheiterten aber an Gudlevskis und der vielbeindigen Fischtown-Abwehr. Wieder vollzählig kassierte Niehus Iserlohns erste Hinausstellung. 44 Sekunden benötigten die Pinguins für den Führungstreffer. Bruggissers Schlagschuss prallte von der Bande zurück und Smith brauchte am rechten Pfosten lauernd den Puck nur noch zum 0:1 (16.) über die Linie schieben. Mit der knappen Führung für Fischtown ging es in die erste Pause.
Bruggisser erhöht
Im Mitteldrittel parierte Gudlevskis die ersten Iserlohner Tormöglichkeiten durch Cornel (21.) und Napravnik (22.) souverän. Abt und Jensen (23.) prüften auf der Gegenseite Iserlohns Goalie Jenike. Borzecki (24.) aus der zentralen Position setzte das muntere Wechselspiel an Chancen in der Anfangsphase des Drittels fort. Pech für Fischtown, dass Görtz (29.) den Abschluss eines Konters knapp über das Tor ansetzte. Jentzsch konnte unter Bedrängnis (32.) seinen Konter nicht zum Ausgleich nutzen. Während Hiroses Strafzeit (33.) „krankte“ das Iserlohner Powerplay einmal mehr im Spielaufbau. Mehr als Ugbekiles Schlagschuss fand nicht den Weg auf den Reporterzettel. Effektiver dagegen die Gäste, die durch Bruggissers leicht verdeckten Schuss (36.) auf 0:2 erhöhten.
Bremerhaven trifft zwei Mal ins leere Tor

Cornel und Salsten (beide 45.), sowie Fischbuch (47.) verpassten den Iserlohner Anschlusstreffer kurz nach Wiederbeginn. Iserlohn mühte sich um den Anschlusstreffer, während Bremerhaven geschickt verteidigte und auf Konter lauerte. Mit einem Anschlusstreffer hätten die Roosters sicherlich noch einmal die Halle angezündet. Nach dem Powerbreak setzte sich das Spiel auf Augenhöhe zunächst fort. Jentzsch’ Strafe (54.) unterbrach die Iserlohner Bemühungen um das erste eigene Tor. Die Seestädter stachen nach 26 Sekunden Powerplay erneut durch Friesens verdeckten Schuss zum 0:3 zu. Der Treffer war aufgrund des Spielverlaufs sicherlich mehr als die Vorentscheidung. Zu allem Überfluss kassierte Iserlohns Torwart Jenike eine weitere Strafe, als er den heranstürmenden Conrad von den Beinen holte. Verlic vergab in dieser Überzahl (55.) eine weitere gute Chance, aber viel mehr ließen die Roosters in diesem Powerplay nicht zu. Um den letzten Playoff-Strohhalm zu klammern, nahmen die Roosters Keeper Jenike 2:34 Minuten vor dem Ende für den sechsten Feldspieler vom Eis. Aber auch diese Maßnahme ging heute nach hinten los. Byström traf 27 Sekunden später zum 0:4 ins verwaiste Tor der Sauerländer. Das gleiche Spiel wiederholte sich. Jenike räumte nach Bullygewinn erneut seinen Kasten und erneut versenkten die Pinguins den Puck im leeren Tor. Ex-Rooster Rausch durfte dieses Mal den Treffer für sich anschreiben lassen. Dann war es aber auch „durch“.
Für die Roosters steht nun ohne Playoffs, aber mit einem früh feststehenden Klassenerhalt die Sommerpause vor der Tür.
Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins (08.03.2026)
Tabelle
In der Tabelle bleiben die Roosters mit fünf Zählern Vorsprung vor Frankfurt auf der Zwölf. Bremerhaven bleibt weiter mit zwei Punkten Rückstand den in Köln siegreichen Eisbären Berlin auf den Fersen.
Ausblick
Zwei Spiele stehen noch auf dem Hauptrunden-Programm. Iserlohn reist am Freitag nach Schwenningen und hat in einer Woche den ERC Ingolstadt am Seilersee zu Gast. Gut möglich, dass dann auch Stürmer Anthony Camara sein Comeback feiern kann. Bremerhaven wird am Freitag in Nürnberg erwartet und hat zum Hauptrundenabschluss die Dresdner Eislöwen in der Seestadt vor der Brust.
Alle Tore und Stimmen zum Spiel
Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins 0:5
Tore: 0:1 (15:29) Smith (Bruggisser/Miele) 5-4PP, 0:2 (35:44) Bruggisser (Hirose/Jeglic), 0:3 (54:05) Friesen (Verlic/Hirose) 5-4PP, 0:4 (57:53) Byström (Miele/Bruggisser) ENG, 0:5 (58:21) Jensen (Rausch) ENG
Strafen: 6 – 4
Schüsse aufs Tor: 26 – 27
Schüsse insgesamt: 47 – 51
Schiedsrichter: Cespiva, Schrader (Treitl, Priebsch)
Zuschauer: 4.967 (ausverkaufte Hütte)
Iserlohn: Jenike – Ugbekile, Norell; Niehus, Erkamps; Lassen, Wood; Huß – Törnqvist, Cornel, Fischbuch; Napravnik, Salsten, Jentzsch; Borzecki, Boland, Thomas; Geiger, Neumann, Radionovs
Bremerhaven: Gudlevskis – Byström, Eminger; Abt, Bettahar; Hirose, Bruggisser; Rausch – Verlic, Jeglic, Smith; Görtz, Miele, Conrad; Hermann, Friesen, Kinder; Mauermann, Wejse, Jensen
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