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Bietigheim. (SK) Wer sich in einem Turnier nach drei Spielen nicht als Tabellenerster durchsetzen kann, der hat es auch nicht verdient das Olympiaticket in...
Au Backe! Bundestrainer Pat Cortina und das DEB Team verpassten die Qualifikation für Sotschi 2014 - © by Eishockey-Magazin (RK)

Au Backe! Bundestrainer Pat Cortina und das DEB Team verpassten die Qualifikation für Sotschi 2014 – © by Eishockey-Magazin (RK)

Bietigheim. (SK) Wer sich in einem Turnier nach drei Spielen nicht als Tabellenerster durchsetzen kann, der hat es auch nicht verdient das Olympiaticket in den Händen zu halten. Die Glückwünsche gehen verdientermaßen nach Österreich.

Deutschland hat sich beim olympischen Qualifikationsturnier in Bietigheim nicht mit Ruhm bekleckert. Jetzt aber von der Schmach von Bietigheim zu sprechen, das wäre dann doch etwas übertrieben. Der Turniersieg wurde nicht am Sonntag beim 3:2 Sieg nach Verlängerung gegen Österreich verpasst, sondern vielmehr am Freitag beim unsäglichen 1:2 nach Verlängerung gegen die Italiener.

Kampf, Einsatz und Willen konnte man den Mannen von Trainer Pat Cortina nicht absprechen. Auffällig war aber, dass man sowohl gegen die Italiener, als auch ganz besonders im ersten Drittel des alles entscheidenden Spiels gegen Österreich einen enormen läuferischen und körperlichen Aufwand betrieben hat, aber der Ertrag nicht in Tore umgemünzt werden konnte. Insgesamt schossen Wolf, Reimer & Co doppelt so häufig auf das Tor als der Gegner aus dem Nachbarland.

Der Trainer Pat Cortina kann das Toreschießen seinen Spielern nicht abnehmen. Er muss sich trotzdem hinterfragen, warum sich seine Spieler im Turnierverlauf immer wieder von der anfänglich gezeigten  klaren Marschroute abbringen ließen?

Der Druck lastete auf Gastgeber Deutschland sicherlich ungleich größer, als auf den anderen Nationen. Das aber darf keine Ausrede für das Scheitern sein. Bis zur WM bleibt wenig Zeit und es wäre geradezu tragisch, wenn das Scheitern von Bietigheim Nachwirkungen bis ins WM Turnier hätte. Unter dem Schock der aktuellen Ereignisse muss man gerade das aber fast schon befürchten.  Zur Erinnerung: Bei der kommenden WM trifft das Cortina-Team auf Russland, USA, Finnland,  Slowakei, Lettland, Frankreich und eben wieder jene Österreicher. Jetzt gilt es  für Trainerstab und Spieler die Ereignisse aufzuarbeiten und sich wieder aufzurichten. Auch wird es jetzt wenig helfen eine Trainerdiskussion loszutreten. Das verbietet sich fast schon allein aus finanziellen Gründen, da Cortina einen Dreijahresvertrag besitzt. Vielmehr sollte man die Verantwortlichen hinterfragen. Das wochenlange Rumgeeiere im letzten Sommer um die Entlassung/Nachfolge von Köbi Kölliker und die ohne Not erfolgte Ausstattung von Pat Cortina mit einem langfristigen Vertrag als Headcoach und Sportdirektor zeigen einem Laien ja fast schon auf, wo der Schuh wirklich drückt.

Sportlich muss man die Niederlage akzeptieren. Stärken und Schwächen deutscher Nationalmannschaften sind seit Jahren bekannt. Funktionieren in einem WM Turnier die Kleinigkeiten, dann kann es bis ins WM Viertelfinale gehen. Stimmt es nicht, dann droht der B-Pool. Daran wird sich wohl auch in absehbarer Zeit nicht viel ändern.

In knapp einem Jahr wird Eishockey zur besten TV Sendezeit live aus Sotschi ohne deutsche Beteiligung in die deutschen Wohnstuben flimmern. Dieses, aber auch das mit dem Scheitern verbundene Ausbleiben von Sportfördergeldern haben auch die Funktionäre zu verantworten. Dort sollte zuallererst über Konsequenzen nachgedacht werden.

 

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