Königsbrunn. (PM EHC) Bis zum Abpfiff musste der EHC Königsbrunn um einen Sieg gegen die „IceHogs“ des EC Pfaffenhofen zittern.
In einem Duell auf Augenhöhe hatten die Brunnenstädter nach einem 0:2 Rückstand das glücklichere Ende für sich.
Pfaffenhofen war mit drei kompletten Reihen angereist, der EHC konnte fast vier vollständige aufbieten. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Joshua Appler, als Backup saß Benni Beck auf der Bank.
Der EHC erwischte dabei einen klassischen Fehlstart, gleich der erste Angriff der Gäste war von Erfolg gekrönt, nach nur 14 Sekunden stand es 0:1 für die IceHogs. Königsbrunn war noch im kollektiven Tiefschlaf, was Pfaffenhofen zu nutzen wusste. Der ECP verteidigte von Beginn an sehr gut, ließ kaum Schüsse aufs Tor zu und konterte die Brunnenstädter immer wieder gnadenlos aus. Goalie Joshua Appler hatte viel zu tun und musste auch mit spektakulären Saves immer wieder eingreifen. Der EHC hatte Probleme im Spielaufbau und kassierte in der 10. Spielminute den nächsten Treffer zum 0:2. Pfaffenhofen nutzte eine Zwei-auf-Eins Situation und konterte die Brunnenstädter erneut aus. Doch Königsbrunn fand besser in die Partie, in der 13. Spielminute zappelte der Puck ein erstes Mal im Pfaffenhofener Gehäuse, der Treffer wurde jedoch aufgrund Torraumabseits nicht gegeben. Nur Sekunden später durften die heimischen Fans aber doch noch jubeln, als Stefan Rodrigues die Scheibe ins Tor stocherte. Zuvor hatte die Defensive der Gäste die Scheibe nicht unter Kontrolle gebracht. Der EHC erhöhte den Druck, in Überzahl hatten die Hausherren in der 16. Spielminute eine Riesenchance, die aber ohne Zählbares blieb. Sekunden vor der Pause fiel doch noch der Ausgleich, als Luca Kinzel einen strammen Schuss von Dominic Erdt ins Tor der IceHogs abfälschte.
Auch nach dem Pausentee hatte Königsbrunn Probleme mit dem Spielaufbau, der EHC produzierte weiter zu viele Fehler. Wie aus dem Nichts fiel dann in der 26. Spielminute das 3:2, Tobias Baader bediente mit einem feinen Pass den in der Mitte freistehenden Lion Stange, der daraufhin mit einem harten und platzierten Schuss einnetzte. Nur zwei Minuten später zappelte der Puck wieder auf der anderen Seite im Netz, doch der Treffer der Gäste wurde wegen angeblicher Torwartbehinderung nicht gegeben. Dafür erzielten die IceHogs in der 36. Spielminute den Ausgleich, Königsbrunn schaffte es nicht, die Scheibe unter Kontrolle zu bringen und wurde mit dem 3:3 bestraft. Doch zwei Minuten vor dem letzten Pausengang traf Tim Bullnheimer in Überzahl zum 4:3, Marco Sternheimer bediente ihn mit einem feinen Pass.
Der EHC startete gleich mit einem Paukenschlag in das Schlussdrittel, als sich Marco Sternheimer bis vor das gegnerische Tor durchtankte und nur der Pfosten einen weiteren Treffer der Brunnenstädter verhinderte. Königsbrunn hatte einige gute Chancen, das nächste Tor fiel dann in der 47. Spielminute. Stefan Rodrigues zog im gegnerischen Drittel einfach mal ab, dem Pfaffenhofener Goalie war die Sicht durch Dominic Erdt verdeckt. Mit dem Schuss in den Winkel stand es nun 5:3, doch vier Minuten konnten die Gäste in doppelter Überzahl auf 5:4 verkürzen. Nur eine Minute später fand Königsbrunn aber die richtige Antwort. Peter Brückner legte im gegnerischen Drittel die Scheibe für Luca Kinzel ab, der dann vors Tor zog und mit einem platzierten Schuss zum 6:4 einnetzte. Es wurde aber trotzdem nochmal spannend, David Farny kassierte eine Spieldauerstrafe und Pfaffenhofen konnte nun bis zum Ende Überzahl spielen. Den Gästen gelang zwar noch der Anschlusstreffer zum 6:5, doch am Ende reichte es für den EHC Königsbrunn zu einem knappen und etwas glücklichen Sieg.
Pfaffenhofen war der erwartet schwere Gegner für die Brunnenstädter, die an diesem Abend die wohl schlechteste Saisonleistung ablieferten. EHC-Trainer Bobby Linke war nach der Partie nur mit der Punkteausbeute zufrieden:
„Wir haben heute gleich beim ersten Wechsel ein Gegentor kassiert, weil wir zu passiv agierten. Danach sind wir dem Rückstand hinterhergerannt und bekommen noch das zweite Tor. Zum Glück haben wir noch den Turnaround geschafft und sind in die Partie zurückgekommen. Wir haben zu viele Fehler gemacht und uns selbst das Leben schwer gemacht. Im defensiven Bereich waren wir einfach zu löchrig und haben nicht gut gearbeitet. Ab dem zweiten Drittel war der Wurm drin, beide Teams mussten mit vielen Unterbrechungen leben und wunderten sich über einige Entscheidungen der Unparteiischen. Pfaffenhofen hat das sehr gut gespielt, solide verteidigt und immer wieder gefährliche Konter gesetzt. Das Spiel war bis zum Ende offen, und ehrlich gesagt hätte es auch in die andere Richtung ausgehen können. Wir haben es dann aber noch gut verwaltet, allerdings war die fünfminütige Strafe nochmal ein kritische Situation für uns. Pfaffenhofen war da heute eiskalt, wir sind froh, drei Punkte mitnehmen zu können. Wir haben auf jeden Fall unsere Pflichtaufgabe erfüllt, zwar nicht schön, aber dafür spannend. Am nächsten Wochenende müssen wir uns aber deutlich steigern.“
Tore: 0:1 Tlacil (Wolf, Vrana) (1.), 0:2 Neubauer (Wolf, Münzhuber) (10.), 1:2 Rodrigues (Trupp, Brückner) (13.), 2:2 Kinzel (Erdt, Trupp) (20.), 3:2 Stange (Baader, Riedl) (26.), 3:3 Tlacil (Vrana, Wolf) (36.), 4:3 Bullnheimer (Sternheimer, Länger) (38.), 5:3 Rodrigues (Brückner, Erdt) (47.), 5:4 Tlacil (Vrana, Neubauer) (51.), 6:4 Kinzel (Brückner, Bakos) (53.), 6:5 Neubauer (Vrana, Wolf) (59.)
Strafminuten: EHC Königsbrunn 21+SD EC Pfaffenhofen 16 Zuschauer: 601
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