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Königsbrunn kassiert unglückliche Niederlage gegen den HC Landsberg

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David Kaiser (73, EHC Königsbrunn) - © Dietmar Ziegler /diz-pix
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Königsbrunn. (PM EHC) Mit 4:5 verliert der EHC Königsbrunn seine Auswärtspartie gegen die „Riverkings“ des HC Landsberg.

Nach einem Spiel auf Augenhöhe entschied ein Treffer in der letzten Spielminute die Partie, mit dem glücklicheren Ende für die Hausherren.

Die Gastgeber konnten in Bestbesetzung antreten, beim EHC fehlten die erkrankten Marco Sternheimer, Niklas Länger, Benni Beck und Marco Riedl. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Stefan Vajs, als Backup war Joshua Appler mitgereist.

Von Beginn an boten beide Mannschaften den Zuschauern einen temporeichen Fight auf Augenhöhe. Königsbrunn hatte die erste gute Chance in der zweiten Spielminute, die durch Clay Ellerbrock eingeleitet wurde. Ab der vierten Spielminute hatten die Brunnenstädter in doppelter Überzahl die Chance auf den ersten Treffer, nur eine Minute später war es dann auch soweit. Moritz Weißenhorn traf mit einem verdeckten Schuss zum 0:1 für den EHC. Die Freude währte aber nur kurz, denn nur eine Minute später konnten die Riverkings ausgleichen. Nachdem ein Schlagschuss der Gastgeber von der Scheibe hinter dem Königbrunner Tor abprallte und Victor Östling vor die Füße fiel, musste dieser nur noch zum 1:1 abstauben. Vor allem die erste Reihe der Landsberger mit den beiden Schweden und dem Kanadier Tom Callaghan kam immer wieder brandgefährlich in das Drittel der Brunnenstädter und sorgte für viel Gefahr. Fünf Minuten vor der Pause hatten die Brunnenstädter in doppelter Überzahl die Chance auf die erneute Führung, waren aber im Abschluss zu harmlos. In der 18. Spielminute hatte dann Clay Ellerbrock die Gelegenheit zu einem Shorthander, bis zur ersten Pause wollte aber kein Treffer mehr fallen.

Landsberg kam besser ins Mitteldrittel zurück, in der 22. Spielminute tankte sich Mika Reuter vor das Königsbrunner Tor durch und erzielte mit viel Geschick das 2:1 für die Gastgeber. Nur zwei Minuten später stibitzte sich Tim Bullnheimer nach einem Fehler eines Landsberger Verteidigers die Scheibe und netzte zum 2:2 ein. Die Riverkings hatten aber mehr von der Partie und gingen in der 28. Spielminute in Überzahl mit 3:2 in Führung. Nur drei Minuten später legten die Gastgeber sogar noch das 4:2 nach, Lars Grözinger konnte einen Rebound verwerten. EHC-Coach Bobby Linke nahm daraufhin eine Auszeit, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen, mit Erfolg. Königsbrunn hatte wieder mehr Zugriff auf die Partie und kam in der 35. Spielminute zum 4:3. Clay Ellerbrock tankte sich aus dem eigenen Drittel bis vor das Landsberger Tor durch, überlistete drei Gegenspieler und erzielte im Fallen den wichtigen Anschlusstreffer für Königsbrunn. In der 40. Spielminute fälschte Tim Bullnheimer in Überzahl einen Schuss von Luca Kinzel unhaltbar ins Landsberger Tor zum 4:4 ab, die Partie war wieder offen.

Nach dem Pausentee blieb es ein Kampf auf Augenhöhe, beide Mannschaften verteidigten leidenschaftlich und ließen kam Abschlüsse zu. Die Zeit lief unaufhaltsam herunter, acht Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit geriet der EHC nochmal in Unterzahl. Landsberg verpasste es aber, den entscheidenden Treffer zu setzen, es sah immer mehr nach einer Verlängerung aus. Doch 58 Sekunden vor Drittelende landete ein verdeckter Schuss von Tom Callaghan zum 5:4 im Tor der Königsbrunner, der EHC musste nun volles Risiko gehen und Stefan Vajs zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis nehmen. Die Brunnenstädter warfen nun alles nach vorne und hatten durchaus die Möglichkeit auf den Ausgleich, doch ein Treffer war dem EHC nicht mehr vergönnt. Am Ende siegt Landsberg verdient mit 5:4 gegen nie aufsteckende Königsbrunner.

Mit den Ausfällen und der Krankheitswelle war heute wohl nicht mehr drin, durch die Niederlage ziehen die punktgleichen Schweinfurter dank der besseren Tordifferenz am EHC vorbei und sind neuer Tabellenführer. Königsbrunn kann aber ganz gut mit dem zweiten Platz leben, Coach Bobby Linke ist zufrieden mit der Art und Weise, wie seine Spieler aufgetreten sind:

„Wir hätten heute zumindest einen Punkt verdient gehabt, am Ende war die Niederlage etwas unglücklich. Die Mannschaft hat Einsatz und Kampfgeist bewiesen, auch weil einige Spieler noch angeschlagen waren. Ich ziehe heute meinen Hut vor den Jungs, die haben alles auf dem Eis gelassen, was drin war. So ist das im Sport, wir werden unsere Punkte in anderen Spielen holen. In der Partie haben wir im ersten Drittel gleich zweimal doppelte Überzahl und haben einfach zu wenig daraus gemacht. Da muss mehr als nur ein Tor dabei herausspringen. Wir waren in der Defensive zunächst auch sehr anfällig, Landsberg hat sehr offensiv und aggressiv gespielt. In der eigenen Zone hatten wir viele Abspielfehler, wir haben da nicht gut gearbeitet. Im zweiten Drittel wollten wir es besser machen, hatten dann aber bis zum 4:2 kaum Zugriff auf die Partie und haben einfache Gegentore kassiert. Nach der Auszeit hatten wir das deutlich besser gemacht und die Fehler der Landsberger ausgenutzt. Im letzten Drittel ging es hin und her, wir bekamen dann aber in der letzten Minute den Todesstoß. Das haben wir kurz zuvor auch nicht gut verteidigt, deswegen geht der Sieg für Landsberg auch in Ordnung. Es war mehr für uns drin. Leider hat sich David Kaiser im Spiel verletzt, ich hoffe, dass sich die Mannschaft bis Sonntag gut regenerieren und mehr Energie aufs Eis bringen kann. Ob einer von den erkrankten Spieler zurückkommen kann ist eher unwahrscheinlich. Damit müssen wir leben, das macht jede Mannschaft in der Saison durch.“

Tore: 0:1 Weißenhorn (Baader) (5.), 1:1 Östling (Binder, Bergsdorf) (6.), 2:1 Reuter (Hess, Wedl) (22.), 2:2 Bullnheimer (24.), 3:2 Binder (Wagner, Hess) (28.), 4:2 Grözinger (Voit, Reicheneder) (31.), 4:3 Ellerbrock (Streicher) (35.), 4:4 Bullnheimer (Kinzel) (40.), 5:4 Callaghan (Voit, Grözinger) (60.)

Strafminuten: HC Landsberg 12 EHC Königsbrunn 8 Zuschauer: 1380


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