EHC KönigsbrunnTSV Peißenberg Miners

Königsbrunn kämpft sich ins Halbfinale

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Martin Lidl (44, TSV Peißenberg), Tobias Baader (94, EHC Königsbrunn), im Vordergrund Clay Ellerbrock (17, EHC Königsbrunn) und Marius Klein (25, TSV Peißenberg) beim Spiel zwischen EHC Königsbrunn v TSV Peißenberg, Eishockey - © Dietmar Ziegler (diz-pix)
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Königsbrunn. (PM EHC) Am Sonntagabend konnte der EHC Königsbrunn schon den dritten Sieg gegen die Peißenberg Miners einfahren und die Führung im Viertelfinale auf 3:1 Siege in der Serie Best-of-Seven ausbauen.

Nun haben die Brunnenstädter ihren ersten Matchball verwandelt und sich dank eines 5:2 Heimsiegs am Faschingsdienstag das Ticket für das Halbfinale der Play-offs gesichert. Die Partie war aber hart umkämpft und bis zum Abpfiff hochspannend.

Königsbrunn lief mit dem bewährten Kader vom Sonntag auf, und auch die Miners waren mit kompletter Kapelle angereist. Im Tor stand von Beginn an Torgigant Stefan Vajs, als Backup hielt sich Benni Beck bereit.

Die Gäste hatten vor der Partie ihre Reihen umgestellt, die Mannschaft war von Beginn an gallig und kämpferisch auf der Höhe. Peißenberg zeigte sich deutlich verbessert zu den Spielen vom Wochenende, gute Chancen waren in den ersten Spielminuten aber eher Mangelware. Den ersten Treffer markierten die Miners in der 11. Spielminute, in Überzahl gingen die Gäste verdient mit 0:1 in Führung. Nur zwei Minuten später durften sich die Hausherren ein erstes Mal aufs Scoreboard bringen, Hugo Turcotte bediente mit einem Querpass Johann Lorraine, der dann eiskalt zum 1:1 einnetzte. In der 15. Spielminute prüfte Hugo Turcotte den Peißenberger Keeper Nagel, nur eine Minute scheiterte auch Lion Stange am gegnerischen Tormann. Nach 20 hochintensiven Spielminuten ging es ein erstes Mal in die Kabinen.

Der Mittelabschnitt begann mit einem Paukenschlag, nach gerade mal 20 Sekunden zappelte der Puck im Peißenberger Gehäuse. Tim Bullnheimer war von der eigenen blauen Linie bis ins gegnerische Drittel durchmarschiert und zog dann einfach mal ab, sein platzierter Schuss überraschte den Schlussmann der Miners, der eigentlich freie Sicht hatte. Die Gäste zeigten sich unbeeindruckt und blieben weiterhin brandgefährlich. In der 25. Spielminute verhinderte Königsbrunns Goalie Stefan Vajs mit einem Monstersave den Ausgleichstreffer. Nur zwei Minuten später hatte Johan Lorraine sein zweites Tor auf dem Schläger, doch der Peißenberger Keeper entschärfte die Situation. Hugo Turcotte kam in der 30. Spielminute zu einer guten Einschussmöglichkeit, drei Minuten später scheiterte auch Peter Brückner, der zuvor von Clay Ellerbrock in Szene gesetzt wurde. In der 35. Spielminute vergaben die Gäste eine 100%ige Chance, danach kassierten die Miners eine fünfminütige Strafe nach einem Foul gegen Stefan Rodrigues. Nach Bullygewinn in der 36. Spielminute legte Tim Bullnheimer in Überzahl die Scheibe quer zu Marco Sternheimer, der Maß nahm und platziert zum 3:1 einnetzte. Weitere Treffer gab es im Mittelabschnitt nicht zu sehen, ehe es ein letztes Mal in die Kabinen ging.

Die Miners dachten noch lange nicht ans Aufgeben und erzielten in der 41. Spielminute den 3:2 Anschlusstreffer. In der 45. Spielminute hatte Tobias Baader die Riesenchance auf das nächste Königsbrunner Tor, der EHC hatte aber Probleme mit dem aggressiven Auftreten der Miners, die weiter an ihre Chance glaubten und die Brunnenstädter unter Druck setzten. Die Gastgeber waren dafür gnadenlos effektiv, in der 52. Spielminute spielte Tim Bullnheimer den Puck zu David Kaiser, der die Scheibe von der blauen Linie aus per Direktabnahme zum 4:2 ins Peißenberger Tor hämmerte. Die Zeit lief nun gnadenlos gegen die Miners, die drei Minuten vor Spielende noch den Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers zogen. Königsbrunn konnte aber alle Bullys in der eigenen Zone gewinnen und kam dann in der 59. Spielminute durch den Empty Net Treffer von Johan Lorraine noch zum 5:2. Damit war die Partie endgültig gelaufen, am Ende gewinnt der EHC gegen einen ebenbürtigen Gegner und holt sich die Serie mit 4:1.

Königsbrunn hatte mehr Probleme als in den letzten beiden Partien, die Miners gaben bis zum Abpfiff nicht auf und zeigten eine starke Leistung gegen den EHC. Am Ende entschieden Kleinigkeiten die Begegnung. Die Brunnenstädter waren effektiver, und Stefan Vajs im Tor machte auch im vierten Jahr den Unterschied aus. EHC-Coach Bobby Linke zeigte sich zufrieden mit dem Erreichen des Halbfinales: „Wir haben uns heute schwergetan und sind teilweise wieder in alte Muster verfallen. Gerade im ersten Drittel hatten wir wenig Zugriff auf die Peißenberger Offensive. Das lag weniger an den Umstellungen der Miners, wir hatten leider unseren Weg vom Sonntag verlassen. In der Pause haben wir einige Dinge angesprochen und standen dann defensiv besser. Stefan Vajs hat uns in kritischen Momenten immer im Spiel gehalten. Mit einem Lucky Shot stellten wir auf 2:1 und erzielten im Powerplay das 3:1. Danach haben wir uns zu sicher gefühlt und mussten im letzten Drittel den Anschlusstreffer hinnehmen. Das hat den Miners wieder Auftrieb gegeben, die hatten danach eine sehr gute Druckphase. Wir haben aber doch noch die Kurve bekommen, das 4:2 war ein Knotenlöser. Die letzten Minuten konnten wir dann strukturiert zu Ende spielen. Mit dem Empty Net Treffer haben wir den Sack endgültig zugemacht. Das war nicht unsere beste, aber dafür eine solide Leistung. Unser Ziel, das Halbfinale, haben wir nun erreicht und werden uns in den nächsten Tagen gut vorbereiten.“

Der EHC Königsbrunn hat nun am nächsten Wochenende spielfrei und wird am Freitag, den 27. Februar ab 20 Uhr sein erstes Halbfinalspiel bestreiten. Mögliche Gegner sind Dingolfing oder Miesbach.

Tore: 0:1 Ondörtoglu (Höfler, Malzatzki) (11.), 1:1 Lorraine (Turcotte) (13.), 2:1 Bullnheimer (Länger, Rodrigues) (21.), 3:1 Sternheimer (Bullnheimer) (36.), 3:2 Höfler (Vogl, Murphy) (42.), 4:2 Kaiser (Bullnheimer) (52.), 5:2 Lorraine (Turcotte, Streicher) (59.)

Strafminuten: EHC Königsbrunn 6 Peißenberg 9 Zuschauer: 922

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