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EHC KönigsbrunnVfE Ulm/Neu-Ulm

Königsbrunn erkämpft sich in Ulm die Vorrundenmeisterschaft

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Tim Bullnheimer (8, EHC Königsbrunn) - © diz-pix Dietmar Ziegler)
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Königsbrunn. (PM EHC) Der EHC Königsbrunn gewinnt sein letztes Vorrundenspiel bei den „Devils“ des VfE Ulm/Neu-Ulm mit 5:4 nach Overtime.

Nach einer ausgeglichenen Partie fiel die Entscheidung erst in der Nachspielzeit, damit gehen die Brunnenstädter als Tabellenerster ins Viertelfinale der Play-offs.

Beide Teams konnten mit 17 Feldspielern antreten, beim EHC fehlten Lion Stange, Luca Kinzel, Luca Wiendl und Moritz Weißenhorn. Für den EHC stand nach seiner Verletzungspause wieder Routinier Stefan Vajs im Tor, als Backup war Joshua Appler mit angereist. Benni Beck durfte sich dafür nach seinen starken Einsätzen eine Pause gönnen.

Schon von der ersten Spielminute an zeigte sich Königsbrunn konzentriert und agierte druckvoll nach vorne. Der EHC verteidigte gut und ließ kaum Chancen der Devils zu. Den ersten Treffer markierten die Brunnenstädter in der achten Spielminute, Dominic Erdt tankte sich mit dem Puck vor das gegnerische Tor und schob die Scheibe per Rückhand dem Goalie durch die Beine. Der EHC blieb am Drücker, Stefan Rodrigues traf eine Minute später nur den Pfosten, nachdem der Ulmer Goalie prallen ließ. Ein erstes Unterzahlspiel konnten die Brunnenstädter schadlos überstehen, nach Ablauf der Strafe fiel der nächste Treffer. Mit viel Tempo stürmte Tobias Baader in der 13. Spielminute ins gegnerische Drittel, seinen Schuss konnte Goalie Güßbacher nach abwehren, den Rebound schob aber Marco Riedl noch im Fallen zum 2:0 über die Torlinie. Die Brunnenstädter hatten mehr vom Spiel, auch wenn Ulm die ein oder andere Möglichkeit hatte. Nach 20 Spielminuten ging es dann mit dem verdienten 2:0 in die erste Pause.

Nach dem Pausentee drängte der EHC wieder nach vorne, doch Ulm präsentierte sich fokussierter als im ersten Spielabschnitt und kam immer wieder gefährlich ins Königsbrunner Drittel. In der 25. Spielminute verkürzte Ulm auf 2:1 und gestalteten die Partie damit wieder offener. Beide Mannschaften kamen zu guten Chancen, den nächsten Treffer setzten aber die Hausherren in der 28. Spielminute zum 2:2 Ausgleich. Danach hatte der EHC Unterzahlspiel und hätte fast das 3:2 nachgelegt. Nur der Pfosten rettete die Ulmer vom Abschluss des Stefan Rodrigues. Danach setzte es Strafen für beide Mannschaften, die aber folgenlos blieben, ehe es ein letztes Mal in die Kabinen ging.

Die Ulmer starteten stark in den letzten Spielabschnitt und gingen in der 41. Spielminute in Führung, nach einem millimetergenauen Anspiel auf den heranstürmenden Bobby Slavicek vollstreckte dieser im Alleingang zum 2:3. Nur zwei Minuten später spielten die Devils einen schnellen Gegenstoß aus und erzielten das 2:4, die Zeit lief nun gnadenlos gegen Königsbrunn. Danach zogen die Brunnenstädter eine Strafzeit, der EHC dachte aber nicht ans Aufgeben. In Unterzahl spielte Marco Sternheimer auf Tim Bullnheimer, der dann auf 3:4 verkürzte. Königsbrunn war nun wieder deutlich besser in der Partie und erhöhte die Schlagzahl. Nach schönem Anspiel von David Farny in der 53. Spielminute drängte Peter Brückner ins gegnerische Drittel und zog einfach mal ab, die Scheibe landete zum 4:4 Ausgleich im Tor. Damit war die Begegnung wieder komplett offen. Der EHC hatte noch die Gelegenheit, in Überzahl für die Entscheidung zu sorgen, nachdem aber keine Tore mehr fielen, wurde diese in die Verlängerung vertagt. Bei Drei gegen Drei für fünf Minuten hatten zunächst die Devils Scheibenbesitz, danach setzte sich aber der EHC im Ulmer Drittel fest. Ein Querpass von Tim Bullnheimer landete bei Marco Sternheimer, der dann mit gutem Auge zum 5:4 einnetzte. Damit holte sich der EHC den Extrapunkt durch Sudden Death.

EHC-Coach Bobby Linke war nach dem Spiel zufrieden mit dem Ergebnis, seine Kritik hielt sich nach drei unterschiedlichen Dritteln in Grenzen: „Wir haben zunächst kontrolliert gespielt und sind mit 2:0 in Führung gegangen. Im zweiten Drittel waren wir wieder zu schludrig und vom Kopf her zu langsam. Da haben wir nur reagiert und nicht agiert. Dementsprechend steht es dann 2:2, ins letzte Drittel sind wir nach der Pause auch wieder schlecht gestartet. Da lagen wir mit zwei Treffern hinten, danach wollten wir wieder einfacher spielen und mehr Scheiben vors Tor bringen. Wir haben den Kampf dann wieder angenommen, waren konzentrierter und haben an uns geglaubt. Nach dem Ausgleich ging es in die Overtime, da haben wir ein wenig taktiert und gewinnen am Ende zwei Punkte. Wir haben damit auch ohne Schützenhilfe den ersten Platz geholt und uns für die gute Moral belohnt. Ich will das Spiel jetzt auch nicht zu sehr bewerten, wir werden jetzt nach vorne schauen und die Partie für uns noch aufbereiten.“

Mit dem heutigen Sieg steht der EHC auch als Vorrundenmeister fest, einen Titel ohne Wert, den die Brunnenstädter aber auch noch nie geholt haben. Der EHC hat nun eine Woche Pause, sein Gegner für das Viertelfinale wird aber erst noch in den Pre-Play-offs ausgespielt. Mögliche Kontrahenten sind Peißenberg, Waldkraiburg und Ulm. Am 6.2. und am 13.2. ab 20 Uhr bestreitet Königsbrunn die ersten beiden Heimspiele des Viertelfinales.

Tore: 0:1 Erdt (Bakos, Vajs) (8.), 0:2 Riedl (Baader, Bullnheimer) (13.), 1:2 Nidens (Nöss) (25.), 2:2 Rudkovski (Bernad, Kischer) (28.), 3:2 Slavicek (Wirz, Rudkovski) (41.), 4:2 Nöss (Bernad, Kischer) (43.), 4:3 Bullnheimer (Sternheimer, Kaiser) (48.), 4:4 Brückner (Farny) (53.), 4:5 Sternheimer (Bullnheimer, Länger) (62.)

Strafminuten: VfE Ulm/Neu-Ulm 8 EHC Königsbrunn 10 Zuschauer: 1031


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