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Köln. (MR) Die Nürnberg Ice Tigers machten ein gutes Auswärtsspiel und ließen die Haie auch manches Mal „schwimmen“. Am Ende aber machten die Kölner... Kölner Haie schwimmen weiter auf der Erfolgswelle und erarbeiten sich ein 4:2 gegen die Nürnberg Ice Tigers
Tobias Ancicka - Niklas Treutle nach dem Spiel – © Sportfoto-Sale (DR)

Tobias Ancicka – Niklas Treutle nach dem Spiel – © Sportfoto-Sale (DR)

Köln. (MR) Die Nürnberg Ice Tigers machten ein gutes Auswärtsspiel und ließen die Haie auch manches Mal „schwimmen“. Am Ende aber machten die Kölner Haie mehr aus den Torchancen und konnten den Sieg nach Hause bringen.

Am „Tag der Junghaie“ wurden die Hausherren – heute in einer Art Retrojersey – von den Jüngsten aufs Eis begleitet. Für die Haie stand wieder Tobias Ancicka im Tor, der seit mehr als 143 Minuten ohne Gegentor war und diesen heute noch viele Minuten hinzufügen wollte. Ihm gegenüber stand seit mehr als drei Wochen erstmalig wieder Niklas Treutle im Kasten. Einen Blitzstart legten die Domstädter hin, im ersten Angriff legte Aubry von der Grundlinie in den Torkreis, wo Kammerer den Puck über den Strich stochern konnte. Da waren gerade 20 Sekunden gespielt. Wenig später aber wurde Ancicka fast genauso überrascht. Beim dreimal abgefälschten Schuss von Böttner war aber der rechte Fuß rechtzeitig am richtigen Platz, um den Einschlag zu verhindern. Anschließend hatte man das Gefühl, dass die Haie bereits die eigene blaue Linie zumauern wollten. Torchancen hatten aber beide Teams, zumal es auch die eine oder andere Strafe gab. Stoa allerdings bekam keinen Pfiff, der seinen Schläger bei Mo Müller im Gesicht hatte. Die Pausensirene ertönte, und Ancicka konnte weitere 20 torlose Minuten seinem Konto hinzufügen.

Goalie-Fight und viel Pfeffer im Spiel

Der zweite Abschnitt war so überhaupt nicht das Drittel der Haie. Über weite Strecken wurden sie in der Verteidigung eingeschnürt, sodass Uwe Krupp es mit einer Auszeit versuchte. Brachte aber auch nicht viel. Nürnberg hatte jetzt den kurzen Weg zum Wechsel und zermürbte die Haie. Zur Drittelmitte – mal wieder vor Treutle im Nürnberger Tor – brannten auf einmal mehrere Sicherungen durch, es gab wüstes Gerangel. Ancicka wollte auch mitmischen und lud Treutle zum Goalie Fight ein („der Niklas hat da mitgerangelt, da wusste ich, ich muss da auch hin“ so Ancicka nach dem Spiel). Die Strafenverteilung war durchaus moderat zu nennen. Wenig später gesellte sich noch Kammerer dazu auf das Sünderbänkchen, dass die Haie in Unterzahl gerieten. Byström zauderte, und das wurde bestraft, denn Austins Befreiungsschlag kam von der Bande hinter Treutle zurück und fiel Schütz in die Kelle, der den Goalie umspielte und zum 2:0 vollendete (33.). Doch die Freude hielt nicht lange, denn innerhalb von 98 Sekunden hatten die Franken wenig später den Ausgleich erkämpft, jeweils im Konter.

Charlie Gerard trifft gegen Tobias Ancicka – © Sportfoto-Sale (DR)

Charlie Gerard trifft gegen Tobias Ancicka – © Sportfoto-Sale (DR)

Die Domstädter begannen den Schlussabschnitt in Überzahl, konnten aber Treutle hier nicht überwinden. Doch kaum waren die Gäste wieder vollzählig, lud MacLeod von der Blauen durch, und Greniers Schläger machte das Geschoss unhaltbar (44.). Auf der anderen Seite wartete Schmölz vergeblich darauf, das Spielgerät ebenfalls einzuschmölzen. Im weiteren Verlauf wechselten sich „Köln hinten eingeschnürt“ mit „Köln macht die blaue Linie dicht“ und dem einen oder anderen Konter ab. Die Ice Tigers machten viel Druck und versuchten sich aus allen Lagen, scheiterten aber manches Mal auch an der eigenen Genauigkeit. So hatte Elis das freie Tor vor sich und konnte einen Rebound trotzdem nicht unterbringen. In der Schlussphase nahm Treutle bereits den letzten Schluck aus der Pulle und blieb nach der Auszeit auf der Bank – noch 2 ½ Minuten für den Ausgleich! Dass daraus nichts wurde, daran arbeitete das komplette Haie-Team vor Ancicka. Storm konnte befreien, der Puck rutschte bis ins Tor. Das war dann der 4:2 Endstand, und das Gros der knapp 18000 Fans konnte den vierten Sieg in Folge feiern und bejubeln.

Stimmen zum Spiel





Es spielten:
KEC
– 45 Tobias Ancicka – 29 Andrej Šustr, 67 Stanislav Dietz – 36 Andreas Thuresson, 15 Louis-Marc Aubry, 9 Maxi Kammerer 17 Jan Luca Sennhenn, 57 Brady Austin – 82 Alexandre Grenier, 89 Gregor MacLeod, 10 Justin Schütz; 22 Maximilian Glötzl, 91 Moritz Müller – 21 Mark Olver, 26 David McIntyre, 92 Håkon Hänelt; 13 Nick Aichinger – 19 Frederik Storm, 5 Robin van Calster, 33 Tim Wohlgemuth
NIT – 31 Niklas Treutle – 82 Hayden Shaw, 90 Constantin Braun – 91 Elis Hede, 14 Cole Maier, 21 Max Kislinger; 39 Ian Scheid, 24 Marcus Weber – 19 Tim Fleischer, 13 Ryan Stoa, 25 Daniel Schmölz; 83 Philipp Mass, 71 Ludwig Byström – 95 Charlie Gerard, 53 Danjo Leonhardt, 74 Dane Fox; 9 Justus Böttner – 48 Jake Ustorf, 10 Evan Barratt, 23 Lukas Ribarik

Die Tore erzielten:

1:0 (00:20) Kammerer (Aubry, Thuresson)
2:0 (32:28) Schütz (Austin, Müller) SH1
2:1 (34:40) Ustorf (Shaw, Braun)
2:2 (36:08) Gerard (Mass)
3:2 (43:23) Grenier (MacLeod, Austin)
4:2 (58:59) Storm (Šustr) EN

Schiedsrichter: 11 Sirko Hunnius, 8 Aleksander Polaczek (94 Patrick Laguzov, 70 Joep Leermakers)

Strafen: KEC – 15 Min.; NIT – 13 Min.
Zuschauer: 17.921

Fotostrecke zum Spiel

Tobias Ancicka - Niklas Treutle nach dem Spiel – © Sportfoto-Sale (DR)
© Sportfoto-Sale (DR)
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Michaela-Ross

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