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Köln. (MR) Das Corona-Virus hat jetzt auch die Kölner Haie erwischt, und ohne ihren Kapitän Moritz Müller sowie Andreas Thuresson traten die Haie zum... Kölner Haie mit Zittersieg über Nürnberg Ice Tigers
Alex Dubeau klärt gegen Sebastian Uvira – © Sportfoto-Sale (DR)

Alex Dubeau klärt gegen Sebastian Uvira – © Sportfoto-Sale (DR)

Köln. (MR) Das Corona-Virus hat jetzt auch die Kölner Haie erwischt, und ohne ihren Kapitän Moritz Müller sowie Andreas Thuresson traten die Haie zum zweiten Mal gegen die Nürnberg Ice Tigers an. Auch diesmal gelang der Sieg in regulärer Spielzeit: 2:1 (1:0/1:1/0:0).

Es war das 1000. DEL-Spiel von Nürnbergs Kapitän Patrick Reimer, der aktuell von Meilenstein zu Meilenstein eilt. Er ist aktuell der 7. Spieler im “Club der 1000er” und bekam von Haie-Legende Mirko Lüdemann (1197 Spiele) einen Blumenstrauss überreicht und einen Kasten Kölsch für die Heimreise. Da ist es ganz gut, dass Reimer seinen 40. Geburtstag erst im Dezember 2022 feiert: er käme aus dem Feiern gar nicht mehr heraus, und das macht in Coronazeiten so gar keinen Spaß. Dann wurde Eishockey gespielt, und die Gäste kamen sehr druckvoll aus der Kabine und hatten das Mehr an Spielanteilen. Allerdings gestaltete sich das Spiel recht zäh und ohne nennenswerte Torchancen. Nach einer frühen Strafe gegen die Ice Tigers, als man kaum in die Aufstellung gekommen war, gerieten auch die Haie zwei Male in Unterzahl, doch noch immer änderte sich nichts am Nulldurchgang. Erst als bereits die letzte Minute angesagt war, konnten die Haie sich nochmals im Angriff platzieren, und Olver mit schönem Move guckte den Gästegoalie aus. 15 Sekunden vor der Pausensirene traf er damit zum 1:0.

Reimers 13 Torschüsse reichen nicht zu Punkten für die Ice Tigers

Als im mittleren Abschnitt die Haie früh ein Powerplay zugesprochen bekamen, lief die Scheibe gut, und schließlich setzte Kammerer das Spielgerät aus spitzem Winkel passgenau in den Knick. Aber die Franken gaben nicht auf und zogen das Spielgeschehen wieder auf die eigenen Schläger, sodass die Hausherren oftmals nur hinterherrannten. Ein Treffer sollte den Gästen dann zwar nicht in Überzahl aber nur wenige Sekunden später gelingen. Es war viel Verkehr um das Tor von Pogge herum, und Lobach war schließlich der Nutznießer (33.). Kurz vor der Sirene erneut die Kölner Schlussoffensive, die diesmal allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. Die letzten 20 Spielminuten zogen sich für die offiziell 5000 Zuschauer eher wie ein zähes Kaugummi dahin. Nürnberg war bemüht und mit den besseren Pässen, engem Penaltykilling und in der zweiten Hälfte des Schlussdrittels mit noch mehr Druck, konnte aber gegen hart verteidigende Haie und Pogge im Tor keinen Treffer mehr verbuchen. So zitterten sich die Hausherren über die Zeit und hatten es schließlich geschafft. Mit dem 2:1 Sieg bleiben alle drei Punkte am Rhein, die Haie können den dritten Tabellenplatz festigen und ihre Siegesserie von nunmehr 6 Erfolgen am Stück weiter ausbauen.

Trainerstimmen

An Nürnbergs Neuzugang im Tor, Alex Dubeau, der heute sein erstes Spiel im Trikot der Raubkatzen absolvierte, hat es nicht gelegen, kam er doch auf 28 Saves und damit 93,3% Fangquote bei seinem Einstand. An Patrick Reimer lag es auch nicht, dass die Ice Tigers ohne Punkte zurück an die Noris fuhren: der Kapitän ging auch in seinem Jubiläumsspiel voran und feuerte 13 Torschüsse ab. Stefan Ustorf, der für die Gäste die Pressekonferenz besuchte, konnte seinem “Team nichts vorwerfen“, außer dass man zu wenig Tore geschossen habe. Oberhai Uwe Krupp hatte – wie immer – das „erwartet schwere Spiel“ gesehen und gab zu bedenken, dass seine Mannschaft durch die teilweise positiven Ergebnisse bei den standardmäßigen Corona-Testungen heute morgen noch geschockt und belastet war und sich daher wohl erst ab dem zweiten Durchgang wieder mehr auf das Spiel habe konzentrieren können. Man wäre der Scheibe im Startabschnitt mehr hintergelaufen statt sie zu behaupten und zu spielen. So war er sichtlich froh über den Sieg und die drei Punkte.

Es spielten:
Haie
– 49 Justin Pogge – 23 Maury Edwards, 17 Jan-Luca Sennhenn – 13 Lucas Dumont, 24 Zach Sill, 42 – Luis Üffing – 44 Alexander Roach, 27 Pascal Zerressen – 9 Marcel Müller, 21 Mark Olver, 19 Maxi Kammerer – 50 Alexander Oblinger, 79 Colin Ugbekile – 81 Andrej Bires, 51 Quinton Howden, 93 Sebastian Uvira; 39 Landon Ferraro, 10 Jon Matsumoto, 71 Marcel Barinka
Ice Tigers – 38 Alex Dubeau – 6 Julius Karrer, 55 Blake Parlett – 74 Dane Fox, 11 Chris Brown, 21 Max Kislinger; 29 Nicholas Welsh, 77 Tim Bender – 17 Patrick Reimer, 13 Ryan Stoa, 25 Daniel Schmölz; 68 Fabrizio Pilu, 24 Marcus Weber – 19 Tim Fleischer, 48 Jake Ustorf, 8 Tyler Sheehy; 23 Lukas Ribarik – 26 Dennis Lobach, 89 Gregor MacLeod, 15 Charlie Jahnke

Die Tore erzielten:
1:0 (19:46) Olver (Kammerer, Müller)
2:0 (22:45) Kammerer (Müller, Olver) PP1
2:1 (32:20) Lobach (Stoa, Brown)

Schiedsrichter: Rainer Köttstorfer, André Schrader – Christoffer Hurtik, Kai Jürgens

Strafen: KEC – 8 Min; NIT – 8 Min.

Zuschauer: 5000

5140
Sollte man aufgrund der Pandemie auch in der Saison 21/22 den Abstieg aus der DEL aussetzen und nur den Aufstieg aus der DEL2 ermöglichen?

Michaela-Ross

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