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Köln. (MR) Im 20 Minuten eng geführten 234. Derby war nur im Startabschnitt viel von den Kölner Haien zu sehen, ehe sie blutleer drei... Kölner Haie können auch im Derby ihre Niederlagenserie nicht stoppen
Tobias Eder lädt durch – © Sportfoto-Sale (DR)

Tobias Eder lädt durch – © Sportfoto-Sale (DR)

Köln. (MR) Im 20 Minuten eng geführten 234. Derby war nur im Startabschnitt viel von den Kölner Haien zu sehen, ehe sie blutleer drei Gegentreffer der Düsseldorfer EG kassierten; obwohl die DEG die Powerplays schlafmützig ausspielte, konnte sie am Ende beim Erzrivalen triumphieren.

Es war angerichtet für das 234. Rheinische Derby, das dritte dieser Saison. Hatten beim letzten Aufeinandertreffen im November noch 9200 Zuschauer im Düsseldorfer PSD BANK DOME das Spiel gesehen, waren heute in der LANXESSarena nur 750 Zuschauer zugelassen. Verzichten mussten die Haie wieder auf Ugbekile, Roach, Dumont, Ferraro, Matsumoto, Olver auf dem Eis sowie Headcoach Uwe Krupp, den heute ein positiver Corona-Test ereilt hatte. Auf Seiten der Gäste fehlten Trinkberger, Zitterbart, Fischer und Postel. Die DEG hoffte auf den Start einer Siegesserie, nachdem sie am Donnerstag gegen Nürnberg nach langer Durststrecke endlich wieder einen “Dreier“ hatte einfahren können. Tabellennachbar Köln ist noch einen Schritt hinterher… Beste Voraussetzungen also für ein packendes Derby. Und da hinter dem Haietor sowie in den Logen ringsum 750 Zuschauer sich eingefunden hatten, sollte es nicht an stimmungsvollem Zuspruch fehlen – die ansonsten platzierten Pappkameraden waren zuletzt so erschreckend still. Allerdings war der Wortschatz einiger „Fans“ doch unterste Schublade, auf die kann man eigentlich grundsätzlich verzichten! Das Spiel entwickelte sich zunächst hauptsächlich in eine Richtung, nämlich auf das von Pantkowski gehütete Tor der Gäste. Da spielten dann auch einige – ungewohnte – Strafzeiten gegen die DEG den Haien in die Karten. Die Domstädter unterbrachen Düsseldorfs Aufbauversuche gerne bereits in der neutralen Zone. Ein weiter Pass auf Uvira wurde abgefangen, und es ging zielgerichtet und letztlich erfolgreich vor den Kasten von Pogge. Da MacAulay im Torkreis stand, wurde noch die Aufzeichnung bemüht, doch es blieb bei der Entscheidung auf dem Eis, dass es ein gutes Tor war (O’Donnell, 13. Min.). MacAulay traf anschließend nur den Pfosten. Mit einer weiteren Strafzeit gegen die Gäste ging es in die Pause.

Haie bemüht, DEG mit dem Quäntchen mehr Scheibenglück

Die beste Möglichkeit im Restpowerplay der Haie hatte Kammerer, der gegen sein Ex-Team aber nur die Latte traf. Früh im Drittel wurde nochmals das Videomaterial bemüht, denn bei angezeigter Strafe lag beim Abpfiff die Scheibe im Tor hinter Pogge. Die Aufklärung zeigte aber, dass diese unter dem von Poggeim Rückwärtsgang leicht angehoben Tor hindurch gerutscht war. Es ging bemüht weiter, doch die Scheiben wurden geblockt, abgefangen, vertändelt, und von den Fans war wenig bis nichts mehr zu hören. Vier Strafen gab es im Laufe des zweiten Durchganges gegen die Haie, doch das bis dahin beste Überzahlteam der Liga machte nicht Ernst und versäumte es, diese Möglichkeiten zu nutzen. Es passierte dann aber doch in der letzten Minute, Eder verzögerte und setzte das Spielgerät in den Knick zum Pausenstand von 0:2. Dass die Landeshauptstädter sich die Wurst nicht mehr vom Brot nehmen lassen wollten, zeigten sie zu Beginn des letzten Durchgangs, als MacAulay den Konter von D’Amigo mustergültig zur 3:0 Führung versenkte (44.). Es waren nur noch die DEG-Fans zu hören. Die Domstädter verteidigten zwei weitere Strafzeiten erfolgreich – was Düsseldorfs Powerplayquote arg drückte, dass die DEG nach diesem Spiel auf Platz 7 dieser Tabelle rutscht. Edwards hatte seine Chance, Uvira versuchte es mit der Brechstande, Thuresson mit der Bogenlampe, keine dieser Möglichkeiten fanden den Weg ins Tor und zum vielleicht den Spielverlauf verändernden Treffer für die Hausherren. Letztlich blieb es bei der 0:3 Niederlage der Haie und einem Shut out für Pantkowski. Die Kölner Ehrenrunde wurde von Pfiffen aus dem spärlichen Publikum begleitet. Die Erzrivalen haben damit die Plätze in der Tabelle getauscht, dass die DEG jetzt auf 9 steht und die Haie auf dem 10. Platz.

Trainerstimmen zum Spiel

Es spielten:
KEC:
49 Justin Pogge – 23 Maury Edwards, 91 Moritz Müller – 42 Luis Üffing, 24 Zach Sill, 40 Julian Chrobot; 22 Maximilian Glötzl, 63 Patrick Sieloff – 36 Andreas Thuresson, 19 Maximilian Kammerer, 71 Marcel Barinka; 17 Jan-Luca Sennhenn, 27 Pascal Zerressen – 9 Marcel Müller, 51 Quinton Howden, 93 Sebastian Uvira; 50 Alexander Oblinger, 81 Andrej Bires, 43 Pascal Steck
DEG: 30 Mirko Pantkowski – 36 Joonas Järvinen, 67 Bernhard Ebner – 15 Carter Proft, 81 Stephen MacAulay, 9 Jerry D’Amigo; 8 Marco Nowak, 88 Niklas Heinzinger – 28 Alex Ehl, 29 Alex Barta, 20 Tobias Eder; 16 Kyle Cumiskey, 5 Nick Geitner – 71 Daniel Fischbuch, 39 Victor Svensson, 21 Brendan O’Donnell; 22 Cedric Schiemenz – 77 Paul Bittner, 26 Brett Olson, 41 Jakob Mayenschein

Die Tore erzielten:
0:1 (12:56) O’Donnell (Cumiskey, Fischbuch)
0:2 (39:03) Eder (Proft)
0:3 (43:55) MacAulay (D’Amigo)

Schiedsrichter: 5 André Schrader, 30 Sean MacFarlane – 70 Joep Leermakers, 98 Maksim Cepik

Strafen: KEC – 16 Min.; DEG – 8 Min.

Zuschauer: 750

Fotostrecke zum Spiel

234. Rheinisches Derby Haie - DEG
© by Eishockey-Magazin / Sportfoto-Sale / D. Ross 2022
« von 27 »

Michaela-Ross

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