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Kölner Haie besiegen die Adler Mannheim in einem „entertaining game“ (Dallas Eakins) denkbar knapp mit 5:4

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Dominik Bokk und Parker Tuomie feiern ein Tor der Haie
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Köln. (MR) Im heutigen Topspiel der DEL kreuzten die Kölner Haie die Schläger mit den Adlern aus Mannheim. Fünf Punkte trennten die Domstädter auf Platz 3 vom Spitzenreiter aus der Quadratestadt vor dieser Partie.

Es war „Tag der Junghaie“, und die Hausherren liefen vor ausverkaufter Arena in Sondertrikot im Retro-Design auf: ein passender Rahmen für dieses spektakuläre Spitzenspiel! Gegen Drittelende kommentierte Magenta-Experte Sven Felski „die Adler sind ja kein Fischfutter“, womit er das erste Drittel schon treffend zusammengefasst hatte. Trotz der Ausfälle von Max Penkin und Colin Schlenker sowie nicht aufgestellter überzähliger Spieler (Tobias Fohrler, Eric Uba und Neuzugang Brendan O’Donnell) zeigte der aktuelle Tabellenprimus sein Können und nahm die Spielzügel in die Hand. Die Haie ohne ihren Topscorer Gregor MacLeod und den erkrankten Oliwer Kaski fanden noch kein Durchkommen. Bereits in der 7. Spielminute war der gute Janne Juvonen erstmalig überwunden (Renouf nach toller Vorlage Ehl). Und weiterhin bekam Juvonen einiges zu tun. Doch in der 14. Spielminute rutschte ihm das Spielgerät durch die Beine und rollte knapp vor der Linie entlang. Kris Bennett schaltete am schnellsten und schubste den Puck in die 0:2 Richtung. Während Konstantin Klostermann im Kommentar „jetzt müssen die Haie mal schauen, dass sie endlich den Verteidigungsriegel knacken“ forderte, bewegte live auf dem Eis Robin van Calster hinter dem Gästetor den Puck sehr gut, und Ryan MacInnis konnte die Vorarbeit verwerten (15.). Pikant daran: das war ein Ex-Adler, der dann auch noch die 259:47 Minuten andauernde Serie „ohne Gegentor“ der Adler beendete.

Wilde Fahrt startet nach 20 Minuten

Es ging weiter nach der Pause mit dem ersten Schuss von Lukas Kälble und dem Lattenkracher von Leon Gawanke. Es gab einen 2 auf 1 Angriff auf der anderen Seite, den Parker Tuomie zum Ausgleich nutzte (23.). Und nur zwei Minuten später traf Juhani Tyrväinen in Überzahl, auch wenn das Powerplay zunächst nicht so vielversprechend ausgesehen hatte, da die Adler immer wieder das Spielgerät aus dem Drittel beförderten. Mannheims Goalie Johan Mattsson wurde noch vom eigenen Verteidiger behindert, dass ihm die Scheibe aus der Fanghand fiel (25.). Das war die erstmalige Führung für Köln. Die blieb es aber nicht lange, denn weitere zwei Minuten später fand die Fackel von Nicolas Mattinen den Weg in den Knick (27.). Die Kurpfälzer schwächten sich dann selbst, als nach Greco – bisher die Strafzeit wieder mehrfach befreit – auch noch Bennett wegen Verzögerung in die Kühlbox musste. Mit einem Setplay stellte Patrick Russell wieder die Führung her (37.).

Spannend ging es auch im dritten Abschnitt weiter, ein Querpass durch den Torkreis, und Bennett schoss zum wiederholten Ausgleich ein (44.). Es ging weiter druckvoll hin und her. Die Spieler schenkten sich nichts und schonten sich nicht. Manches Mal musste man die Luft anhalten, wenn ein loser Puck in der Gefahrenzone lag. Am Ende fing Juvonen alles weg und hielt die Scheiben fest. Es war bereits die Schlussminute, als sich Kölns Verteidiger Brady Austin über links ins Drittel schlich und „am Ohrläppchen“ vorbei ins Tor einschoss – ein Move, den er im Training eingeübt hat, um einen gegnerischen Torhüter zu irritieren, der normal nicht mit dem Abschluss eines Verteidigers auf den kurzen Pfosten rechnet. Der letzte Aufreger waren die Sekundenbruchteile auf der Uhr für das letzte Bully des Spiels. Mannheims Verteidiger Nicolas Mattinen hatte einen dicken Hals und noch etwas mit Patrick Russell zu klären, sein Landsmann Juhani Tyrväinen (2 Köpfe kleiner als Mattinen) griff hier entsprechend verbal ein. Mattinen wurde von den Unparteiischen aufgefordert, vor dem Shake hands bitte das Eis Richtung Kabine zu verlassen. Danach verabschiedeten sich die Spieler – vor allem freundschaftlich jeweils von ihren ehemaligen Mitspielern!

Das sagt Ryan MacInnis zum Spiel


Es spielten:
Haie – 30 Janne Juvonen – 17 Jan Luca Sennhenn, 57 Brady Austin – 63 Patrick Russell, 76 Nate Schnarr, 10 Tanner Kero; 13 Valtteri Kemiläinen, 47 Veli-Matti Vittasmäki – 78 Dominik Bokk, 15 Louis-Marc Aubry, 62 Parker Tuomie; 22 Maximilian Glötzl, 19 Frederik Storm – 46 Kevin Niedenz, 21 Juhani Tyrväinen, 9 Maximilian Kammerer; 74 Sten Fischer – 5 Robin van Calster, 77 Ryan MacInnis, 26 Dominik Uher
Adler – 33 Johan Mattsson – 4 Dan Renouf, 52 Nicolas Mattinen – 74 Justin Schütz, 65 Marc Michaelis, 28 Alexander Ehl; 49 Lukas Kälble, 9 Leon Gawanke – 86 Maximilian Heim, 19 Luke Esposito, 22 Matthias Plachta; 7 John Gilmour, 82 Hayden Shaw – 21 Kris Bennett, 73 Zach Solow, 44 Anthony Greco; 34 Tom Kühnhackl, 11 Kristian Reichel, 27 Yannick Proske

Die Tore erzielten:
0:1 (06:53) Renouf (Ehl)
0:2 (13:38) Bennett (Gilmour, Solow)
1:2 (14:59) MacInnis (van Calster, Uher)
2:2 (22:21) Tuomie (Bokk, Kemiläinen)
3:2 (24:34) MacInnis (Vittasmäki, Tyrväinen) PP1
3:3 (26:37) Mattinen (Esposito, Renouf)
4:3 (36:36) Russell (Aubry, Schnarr) PP2
4:4 (44:01) Bennett (Proske, Reichel)
5:4 (59:07) Austin

Schiedsrichter: 7 Marian Rohatsch, 17 Kilian Hinterdobler (83 David Tschirner, 91 Tobias Schwenk)

Strafen: KEC – 6 Min.; MAN – 10 Min.

Zuschauer: 18.600

Kölner Haie – Adler Mannheim (14.12.2025)


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