Krefeld. (PM) Mit dem 6:5 (2:1, 1:1, 3:2)-Heimsieg über den EV Landshut hat das DNL-Team des KEV’81 am Samstag den ersten Schritt gemacht, um in der Tabelle weiter nach oben zu klettern.
Schon von der ersten Minute an zeigten die KEV-Spieler, dass sie die Punkte zu Haue behalten wollten. Krefeld erspielte sich Chance um Chance und es war nur eine Frage der Zeit, wann ein Tor fallen würde. In der 9. Minute nutzte dann Balacz Peter ein Gewühl vor dem Landshuter Tor, um den Puck zum 1:0 über die Torlinie zu bugsieren. Doch lange hielt die Führung nicht, denn zwei Minuten später stand der Landshuter Lukas Krämmer ganz alleine an der blauen Linie, von wo aus der zum 1:1 traf. Danach stockte der Spielaufbau der Krefelder etwas, dennoch gelang in der 15. Minute der Treffer zum 2:1. Ein Schuss von Verteidiger Marcel Pfänder, wurde von Patrick Klöpper noch so abgefälscht, dass der ansonsten gut parierende Landshuter Torhüter Marco Eisenhut keinerlei Chance mehr hatte. Doch wie schon bei der ersten Führung, liess auch der zweite Treffer nicht lange auf sich warten. In der 17.Minute sorgte ein Fehlpass der Krefelder Abwehrspieler dafür, dass sich der Landshuter Patrick Fischer mit dem 2:2 bedanken konnte.
Der Mittelabschnitt begann dann mit dem besseren Anfang für den KEV. In der 23. Minute zog Marcel Pfänder abermals von der blauen Linie ab. Nach dem Abpraller reagierte Denis Shevyrin am schnellsten, indem er den Nachschuss zum 3:2 markierte. Krefeld zeigte danach nicht mehr so ein souveränes Auftreten wie im ersten Spielabschnitt. Immer wieder agierten Die KEV-Verteidiger zu offensiv und luden die Gäste aus Bayern zu Kontern ein. In der 28. Minute hatte der Landshuter Maximiliam Schaludek keine Probleme den Konter über Stefan Loibl zum 3:3 abzuschließen. Die größte Chance im Mitteldrittel vergab dann noch Patrick Klöpper, der freistehend vor das gegenerische Tor kam, aber scharf am rechten Pfosten vorbei traf.
Auch im letzten Drittel war es Klöpper, der den Puck nicht neben den schon geschlagenen Landshuter Torhüter über die Linie brachte. In der 39. Minute hatte dann der KEV dann die große Chance bei einem Konter mit drei auf einen abermals in Front zu gehen. Die Chance war schon fast vertan, da stocherte Johannes Feuerpfeil am linken Pfosten nochmals so energisch nach, so dass der Puck quer zum 4:3 ins Tor ging. Doch auch danach war die KEV-Abwehr nicht so richtig auf der Höhe. Wieder kamen die Landshuter so schnell nach vorne, sodass Stefan Loibl in der Mitte nur noch den Schläger zum 4:4 in der 54. Minute reinhalten brauchte. In der 57. Minute schwächte sich der EV Landshut dann selber durch zwei Strafzeiten. Die taktische Vorgabe von KEV-Trainer Ralf Hoja bei fünf gegen drei gleich fünf Spieler auf dem Eis zu schicken, verfehlte seine Wirkung nicht. Zwar war zunächst wenig Bewegung im Spielaufbau, aber gegen den anschließenden satten Schuss von Denis Shevyrin von der blauen Linie zum 5:4 waren die Landshuter dann doch machtlos. Noch immer in Überzahl spielend war es dann Artem Klein, der mit einem Trick das 6:4 markierte. Anstatt hinter dem Landshuter Tor stehen auf einen Mitspieler zu passen, zielte der Krefelder Stürmer einfach auf die Schlittschuhe von Eisenhut, von wo aus der Puck ins Tor trudelte. Das 6:5 in der letzten Minute war dann nur noch eine kleine Ergebniskorrektur.
„Wir haben heute die ersten zehn Minuten sehr gut gespielt und danach eine kleine Zwangspause gemacht. Im ganzen gesehen geht der Sieg für uns aber in Ordnung, aber wenn er erst durch die Strafzeiten des Gegners letztendlich entschieden wurde“, sagte KEV-Trainer Ralf Hoja nach der Partie.
Zweistellige Niederlage amSonntag
Eine deutliche 4:10 (1:1,2:3,1:6)-Niederlage gegen den EV Landshut gab es am Sonntag für das DNL-Team des KEV’81. Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als ob der KEV, der auf vier wichtige Spieler vom Vortag verzichten musste, dort fortfährt, wo er beim 6:5-Sieg am Samstag aufgehört hatte.
Krefeld kam besser ins Spiel. In der 10. Minute bekam Janek Seemann einen flachen Pass von links in die Mitte gespielt, von wo aus er direkt abzog, aber allerdings erst im Nachschuss zum 1:0 traf. Doch zwei Minuten später kam Landshut durch einen vermeidlich harmlosen Angriff zum 1:1-Ausgleich.
Beim Verlegenheitsschuss von Marco Sedlar stand Friedrich Hartung im KEV-Tor nicht auf seinem Posten, sodass der Puck zwischen ihm und dem Pfosten ins Tor fiel. Im zweiten Drittel waren es dann die Landshuter, die in der 23. Minute mit 2:1 in Front gingen. Zuvor hatte KEV-Kapitän Robin Steenssens den Landshuter John Rogl einfach durchgehen lassen, der mit einem satten Schuss in den rechten Winkel das 2:1 für die Gäste markierte. Krefeld versuchte nun seinerseits auf den Ausgleich zu drängen. In der 27. Minute traf Marcel Pfänder aber nur die Latte. Eine Zeigerumdrehung später wurde ein schneller Angriff von der neutralen Zone über Lucas Leuschner zu Gregor Kubail weitergeleitet, der mit einem Sololauf das 2:2 herstellte. In der 31. Minute war es dann wieder der KEV , der jubeln durfte. Balacz Peter gelang
es sich den Puck hinter dem Landshuter Tor zu angeln, um den vor dem Tor stehenden Andreas Sabudski so zu bedienen, das er problemlos das 3:2 machen konnte. Doch damit war es mit der Krefelder Herrlichkeit vorbei. Nachdem der
Puck im eigenen Torraum nicht richtig unter Kontrolle gebracht werden konnte, nutzte der freistehende Philipp Müller die Verwirrung zum 3:3 in der 35. Minute aus. Der KEV drückte danach nochmals auf das Tempo und hatte sich kurz vor der Pause wieder einmal im Landshuter Drittel festgesetzt. Landshut gelang es sich zu befreien und erzielte mit einem Konter noch das 4:3. Fast wäre sogar noch das 5:3 gefallen, den abermals kamen die Gäste durch einen Konter gefährlich vor das KEV-Tor, wo Friedrich Hartung aber diesmal auf dem Posten stand.
Das nächste Tor fiel dann aber doch für die Gäste zu Beginn des letzten Drittels durch Marco Sedlar (45.). Balacz Peter gab kurze Zeit später mit dem 4:5 die Antwort, dass sich der KEV noch nicht geschlagen geben wollte.
Danach nahm das Schicksal gegen Krefeld seinen Lauf. Die Landshuter konnten Walten und Schalten wie sie wollten. Mit fünf weiteren Toren setzten sie dem KEV entsprechend mächtig zu, der sich zu diesem Zeitpunkt schon geschlagen gegeben hatte.
„Wir haben heute nur 30 Minuten gut gespielt. Im letzten Drittel hat dann die Konzentration bei allen Spielern nachgelassen. Das wird gegen eine Mannschaft wie Landshut gnadenlos bestraft“, hatte KEV-Trainer Ralf Hoja direkt nach dem Spiel die Erklärung für die hohe Niederlage parat.


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