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Pfaffenhofen (oex). Knapp geschlagen geben musste sich der EC Pfaffenhofen am Freitagabend dem EHC Waldkraiburg im Spitzenspiel der Bayernliga. Im Duell zweier nahezu gleichwertiger... Knappe Niederlage im Spitzenspiel – Eishogs unterliegen Waldkraiburg unglücklich mit 3:4

Pfaffenhofen (oex). Knapp geschlagen geben musste sich der EC Pfaffenhofen am Freitagabend dem EHC Waldkraiburg im Spitzenspiel der Bayernliga. Im Duell zweier nahezu gleichwertiger Mannschaften hatten die Gäste dank eines späten Treffers das glücklichere Ende für sich.

Die fast 400 Zuschauer, die praktisch für ein ausverkauftes Stadion sorgten und die sich sehr diszipliniert an das Hygienekonzept hielten, brauchten trotz der Niederlage der Gastgeber ihr Kommen sicherlich nicht bereuen. Sie sahen eine schnelle und gutklassige Bayernligapartie, die eigentlich nach 60 Spielminuten keinen Verlierer verdient gehabt hätte. So aber verhinderte Michail Guft-Sokolov mit seinem Treffer zwei Minuten vor dem Ende nicht nur einen Punktgewinn der Eishogs, sondern entschied damit auch das Duell gegen seinen jüngeren Bruder Wassilij zu seinen Gunsten. Letztendlich erwies sich der Zweite des Vorjahres als die etwas erfahrenere und cleverere Mannschaft. Die vielen vergebenen Möglichkeiten, vor allem in Überzahl, nannte Chris Heid als eine der Hauptursachen für die Niederlage. „Wir haben zu viel liegen gelassen,.“ stellte der ECP-Coach fest, der aber ansonsten mit dem Auftritt seiner Mannschaft durchaus zufrieden war.

Mit ihrem aggressiven Forechecking provozierten die Eishogs immer wieder Strafzeiten der Löwen in einer ansonsten sehr fair geführten Begegnung. Am Ende hatten die Gäste 14 Strafminuten bei nur einer Strafzeit der Hausherren zu Buche stehen. Doch die Eishogs schlugen daraus zu wenig Kapital. Mehr als eine Minute hatten sie sogar doppelte Überzahl, nur nutzen konnten sie dies nicht. Schon nach wenigen Sekunden lag bereits die Führung in der Luft, doch Nick Endreß scheiterte freistehend vor Kevin Yeingst im Tor der Löwen, der ebenso wie sein gegenüber Philipp Hähl eine starke Partie bot. Besser machten es die Gäste, die mit ihrem ersten richtig gefährlichen Angriff in der 3. Minute durch Nico Vogl vorlegten. Danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch bei hohem Tempo, in dem aber beide Abwehrreihen nichts anbrennen ließen, so dass es bis zur Pause beim knappen Vorsprung der Gäste blieb.

Das Mitteldrittel begannen die Eishogs mit einem Mann weniger, nachdem Friedrich Kolesnikov noch den Rest der einzigen Strafzeit der Gastgeber verbüßen musste. Doch sie starteten furios und nach 35 Sekunden jagte Pat Martens ein Zuspiel von Jake Fardoe aus spitzem Winkel unter die Latte zum Ausgleich in die Maschen. Die Freude darüber währte jedoch nur kurz, denn bereits zwei Minuten später hatten die Löwen durch ihren Routinier Josef Straka zurückgeschlagen. Die Eishogs erhöhten jetzt das Tempo, setzten die Gäste enorm unter Druck, die jetzt Mühe hatten, sich der Attacken der Gastgeber zu erwehren. Das Schussverhältnis sprach nun immer mehr für die Eishogs, doch es dauerte bis zur 39. Minute, ehe wiederum Pat Marten nach herrlicher Vorarbeit von Nick Endreß mit einem Schuss genau in den Winkel der längst verdiente Ausgleich gelang.

Als dann knappe fünf Minuten nach Wiederbeginn die Eishogs endlich eine Überzahl durch Robert Neubauers Direktabnahme nutzen und erstmals in Führung gehen konnten, schienen die Gastgeber auf einen weiteren Heimsieg zuzusteuern. Allerdings hatten da die Gäste etwas dagegen. In der nun sehr ausgeglichenen Partie kamen sie in der 49. Minute durch eine Bogenlampe von Andreas Kanzelsberger, bei der Philipp Hähl die Sicht versperrt war, zum Ausgleich. Und als in den Schlussminuten der Eindruck entstand, beide Teams wären mit einem Punkt nach 60 Minuten zufrieden, schlug Michail Guft-Sokolov doch noch zu und sorgte für Ernüchterung im ECP-Lager.

Allerdings sollte diese Niederlage kein Beinbruch für die Eishogs sein, haben sie doch erneut bewiesen, dass sie jederzeit in der Lage sind, auch mit den absoluten Topteams der Liga mitzuhalten.

EC Pfaffenhofen: Hähl, Albl, Oexler, Lohrer, Fardoe, Kolesnikov,Pielmeier, Felsöci J., Neubauer, Endreß, Gebhardt, Thebing, Guft-Sokolov, Geisss, Martens, Reiner, Uhl, Felsöci D., Maraun

Tore: 0:1 (3.) Vogl (Trox, Bergmann); 1:1 (21.) Martens (Fardoe); 1:2 (23.) Straka (Jeske); 2:2 (39.) Martens (Endreß, Fardoe); 3:2 (45.) Neubauer (Kolesnikov, D. Felsöci 5:4); 3:3 (49.) A. Kanzelsberger (Vogl, Hradek); 3:4 (59.) Guft-Sokolov (Straka, Rott)

Strafen: Eishogs 2 EHC 14
Zuschauer: 370

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